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Ein unvergesslicher Gottesdienst in der FEG Celle

Nur “Zufall”? Beide kommen aus Asturias (Nordwestspanien), lernten sich in Lissabon 1999 kennen und sind seitdem Freunde und “Kollegen”. (Foto: Lars Heidemann)

Der Einsatz von Carlos Martínez im Großraum Lüneburg ging am Sonntag, 27. November, mit dem Gottesdienst in der baptistischen Evangelisch Freikirchlichen Gemeinschaft (EFG) Celle zu Ende. Wie am Tag zuvor in der Adventgemeinde Hamburg-Harburg gestalteten er und sein Landsmann Elí Diez-Prida die Predigt unter dem Titel „Gott übersieht dich nicht“ zusammen. Mit vier ausgesuchten Stücken half Carlos Elí, die Brücke von vier biblischen Personen aus dem Alten Testament in unsere Zeit zu schlagen.

Jeder mit seiner Begabung, beide von Gott gebraucht! (Foto: Lars Heidemann)

Dass der Ausgangstext aus der Geschichte von Hagar „Du bist ein Gott, der mich sieht“ (1. Mose / Genesis 16,13) die Jahreslosung 2023 werden sollte, das wussten wir nicht, als die Idee zu diesem Gottesdienst vor zweieinhalb Jahren entstand. Dass diese Predigt mit Worten und ohne Worte so viele Hörer so tief berühren würde (manchen ging sie „unter die Haut“), ahnten wir auch nicht. Es war für uns eine Gebetserhörung. Genauso wie die Tatsache, dass ohne vorherige Proben beides, das gesprochene und das gemimte Wort, so zusammenschmolzen, dass eine Moderatorin fragte, seit wie vielen Jahren wir gemeinsam auftreten und diese Predigt halten würden.

Ein Teil der Band der EFG Celle. (Foto: Lars Heidemann)

Wir denken gern an die gastfreundliche Aufnahme zurück, an die gute Zusammenarbeit mit den Organisatoren und Moderatoren vor Ort und an den professionellen Einsatz der jungen Menschen technisch wie musikalisch. Vor allem wollen wir das Versprechen Gottes nicht vergessen: Ich übersehe dich nicht … wenn du gemobbt wirst, wenn alles in deinem Leben schief zu gehen scheint, wenn du des Wartens müde wirst und wenn deine Hoffnungen wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen. Was für einen wunderbaren Gott haben wir doch!

40-jähriges Bühnenjubiläum in Celle

Die EFG (Baptisten) hat schon mehrmals Carlos Martínez eingeladen, das letzte Mal 2019 zusammen mit Jürgen Werth (Wetzlar).

Nach der Mitwirkung am Gottesdienst der Adventgemeinde Hamburg-Harburg (am 26.11.2022) ging es am Samstagabend in Celle weiter: Carlos Martínez feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bühnenjubiläum. Aus diesem Anlass hatte ihn die Evangelisch Freikirchliche Gemeinschaft (EFG) eingeladen, sein neues Programm VITAMIMO aufzuführen, was er frisch und entspannt tat, als wäre er an diesem Tag noch nirgends aufgetreten.

Szenen aus der Weltliteratur und aus dem Stück “Die Schöpfung”.

Im ersten Teil des Abends begleiteten wir Carlos Martínez auf einer Reise in die Welt der Bücher und der Fantasie. Das war eine recht anspruchsvolle Reise, denn nicht alle Bezüge dürften den Zuschauern erkennbar gewesen sein. Klar, die Szene aus dem Ritterroman „Don Quijote de la Mancha“ war für mich sehr leicht zu identifizieren, auch die mit Wilhelm Tell, aber bei Dracula beispielsweise war ich völlig ahnungslos. Leichter zu folgen waren dann die Szenen aus dem Leben eines alten Glöckners.

Etwas Besonderes hat Carlos in das VITAMIMO-Programm integriert, und zwar eine Interaktion mittels App: Die ganze Zeit über und besonders in der Pause konnten die Besucher mit ihren Mobiltelefonen die Stücke wählen, die sie im zweiten Teil des Abends sehen wollten. Viele kannten Carlos und sein beachtliches Repertoire aus früheren Auftritten hier in Celle. Ein paar Gäste konnte ich bei der Auswahl ein wenig „beraten“, sodass drei meiner Lieblingsstücke sich einen Platz sicherten: die Schöpfung, die Arche Noah und die Bushaltestelle.

Der zweite Teil war höchst unterhaltsam und sicher für alle Besucher leicht verständlich. Die von mir „empfohlenen“ Stücke waren großartig, aber auch das Stück „In der Dusche“, das ich nicht auf meiner Liste hatte, brachte uns alle zum Lachen und zum Weinen (aus lauter Lachen) zugleich. Noch etwas Besonderes sprach das Publikum in der nahezu voll besetzten Kirche besonders an: Ungeschminkt erzählte Carlos zu fast jedem Stück Vorgeschichten oder Anekdoten davon, was er weltweit auf seinen Reisen während der letzten 40 Jahre erlebt hat. Das war spannend und bewegend zugleich.

Eine sehr feine Begrüßung und eine ebenso feine Verabschiedung durch eine freundliche, argentinische Moderatorin.

Jemand fasste seine Eindrücke nach diesem Abend so zusammen: „Eine für mich sehr abwechslungsreiche erste Hälfte mit Tiefgang, die mich aber auch in meiner Aufmerksamkeit und Konzentration herausgefordert hat. Die zweite Hälfte des Programms war für mich nochmal der kurze Blick in eine ganz andere persönliche Welt der Pantomime und in Carlos Lebenswerk.“

Dank dem Beruf als Pantomime ging Carlos‘ kindlicher Wunsch in Erfüllung, alle Sprachen dieser Welt zu sprechen (damals dachte er, es wären nur sechs!), denn die Sprache der Pantomime ist universell, kennt keine Grenzen, spricht ohne Worte Herz und Verstand an – in Japan wie auch in Celle!

Zwei Spanier teilen sich die Predigt auf

Elí (links) stellt Carlos vor. Beide sind in Asturias (Nordwestspanien) geboren.

Nach dem Abendprogramm „Meine Bibel“ mit dem bekannten Pantomimen Carlos Martínez in Lüneburg ging es am Samstagvormittag, 26.11., in der Adventgemeinde Hamburg-Harburg weiter, diesmal mit einem besonderen Gottesdienst. (Die Adventisten feiern ihre Gottesdienste am Shabbat.) Nach einem schönen musikalischen Teil, an dem die Kinder beteiligt waren, hielten Carlos Martínez (Barcelona) und Elí Diez-Prida (Lüneburg), beide in Asturias (Nordspanien) geboren, gemeinsam die Predigt – Elí mit Worten, Carlos ohne Worte.

Das Lied kannte ich noch nicht: Willkommen im Vaterhaus.

Das Predigtthema lautete: „Gott übersieht dich nicht“ und startete mit der ägyptischen Sklavin Hagar in der Wüste. Danach kamen die Witwen Noemi und Ruth an die Reihe, gefolgt von David auf seiner Flucht vor Saul, und zuletzt die völlig niedergeschlagene Maria aus Magdala am leeren Grab Jesu. Carlos unterstrich gekonnt die Übertragung auf unsere Zeit mit je einem Pantomimenstück: Gott übersieht dich nicht, … wenn du gemobbt wirst; … wenn alles schief zu gehen scheint; … wenn dir die Geduld beim Warten ausgeht; … wenn deine Hoffnung in sich zusammenfällt wie ein Kartenhaus. Das Oratorium „The God Who Sees“ mit Nicole C. Mullen (mit deutschen Untertiteln) rundete das Thema ab.

Welche Maske passt am besten zu mir? Keine! So wie ich bin, ist es gut.

Da ich befangen bin, lasse ich lieber einen Gottesdienstbesucher zu Wort kommen: „Diese Gefühle, verloren und verlassen zu sein, stellte Carlos Martínez in szenischen Einschüben tiefgründig dar und beeindruckte die Anwesenden am Ende jeder Szene mit seiner Interpretation des Erlebnisses, von Gott gesehen zu werden. Auf diese Weise gestärkt und gesegnet konnten wir nach dem Gottesdienst sichtlich beschwingt in die neue Woche starten.“

Elí predigte mit Worten, Carlos ohne. Der im Glaskasten Gefangene schenkt Gott sein Herz und bekommt es erneuert zurück.

Wir mussten schnell nach Celle zu den nächsten zwei Einsätzen fahren, taten dies aber dankbar für die freundliche Aufnahme der Gemeindemitglieder und auch dafür, dass der Gottesdienst für sehr viele so etwas wie eine „Vitaminspritze“ in dieser unruhigen Zeit gewesen ist. Gott sei Dank!

Elí und seine Frau Lydia freuen sich jedes Mal, wenn sie Carlos treffen … und erleben!

Spanischer Pantomime in Lüneburg

Während der Künstler sich auf den Auftritt vorbereitet, kümmern sich die jungen Leute um die Gäste.

Es ist ein paar Jahre her, dass der erfolgreiche spanische Pantomime Carlos Martínez, mit dem ich seit 1999 befreundet bin, den Wunsch äußerte, mich einmal in Lüneburg zu besuchen und hier aufzutreten. Nun war es nach dem Ausklingen der Coronapandemie endlich so weit: Den 24. November verbrachten wir privat unterwegs, wobei ihm die Hansestadt Lüneburg sehr gut gefiel (einschließlich der abendlichen Weihnachtsbeleuchtung), und am 25. führte er das Abendprogramm „Meine Bibel“ in der Freien Evangelischen Gemeinde (FeG) auf.

Etwa eineinhalb Stunden lang faszinierte Carlos die über 200 Besucher, darunter viele Kinder und eine Gruppe von elf Gehörlosen, mit seinem Können, seinem Humor und seiner Herzlichkeit. Denn es ging nicht ausschließlich um biblische Geschichten, sondern auch um Alltagssituationen. Und selbst bei den biblischen Stücken gab es einiges zu lachen, so zum Beispiel bei der Reise der drei Weisen aus dem Morgenland nach Bethlehem.

Zwei meiner Lieblingsstücke kamen auch vor: „Die Schöpfung“ und „Die Arche Noah“. Gerade in diesen zwei Stücken kommen Carlos‘ Fantasie, seine Liebe zum Detail und sein Humor deutlich zum Tragen. Ebenso im Stück „Es ist nicht gut, dass der Mann allein sei … in der Küche!“ Eine Besucherin meinte: „Ich bin noch ganz begeistert von der großartigen Pantomimenkunst von Carlos Martínez und seiner feinen Menschenfreundlichkeit und Verkündigung. Auch meiner Familie hat es sehr gut gefallen!“

Wie es zum Titel des Programms „Meine Bibel“ kam, erklärte er ungeschminkt im letzten Teil: Es ginge ihm bei der Auswahl der Stücke nicht um seine „eigene Version der Bibel“, sondern um Geschichten, die seine Mutter besonders gemocht hatte, also aus „ihrer Bibel“. Wir mussten auch beim Zuhören herzhaft lachen, als er darüber erzählte, wie manches Kind seine Stücke deutete oder später im Schulunterricht einbrachte.
Übrigens: Im Oktober 2002 wurde Carlos Martínez mit dem Preis der deutschen Stiftung Bibel und Kultur als ein Künstler geehrt, der in seinem Schaffen die Bedeutung der Bibel reflektiert und den Dialog darüber ermöglicht.

Es hat mich sehr gefreut, wie sich die FeG für das Gelingen dieses Abends eingebracht hat: Eine Bühne musste aufgebaut werden, eine Scheinwerferanlage wurde extra gemietet. Und die Jugendlichen waren stark beteiligt, sowohl an der Abendkasse als auch am Verkauf von Erfrischungen, Brezeln etc. vor und nach dem Abendprogramm. Vorbildlich!

Runter vom hohen Ross!

Ich bin nicht gerade groß, musste mich dennoch auch bücken. (Foto Mai 2022)

Normalerweise betritt man berühmte Kirchen durch große, prächtig verzierte Portale. Das ist bei der Geburtskirche in Bethlehem nicht der Fall. Von drei Eingängen sind zwei zugemauert und der bis heute genutzte wurde zweimal verkleinert, sodass er heute nur noch bescheidene 1,20 Meter hoch ist. Er erhielt den Beinamen „Demutspforte“. Mehr als zwei Millionen Besucher müssen sich jährlich tief bücken, um den Gebäudekomplex zu betreten.

Angeblich soll das ursprüngliche Spitzbogenportal in osmanischer Zeit verkleinert worden sein, um zu verhindern, dass Eindringlinge zu Pferd die Kirche betraten. Mir gefällt diese Symbolik: Keiner sollte auf dem hohen Ross jenen Ort betreten, wo Gott selbst vom hohen Ross gestiegen ist.

Wie tief der Sohn Gottes herunterstieg, um uns zu erlösen und wieder emporzuheben, beschreibt der Apostel Paulus sehr plastisch in seinem sogenannten Christushymnus (Philipper 2,7-11): Er verzichtete auf seine Vorrechte und erniedrigte sich selbst – bis hin zum Sklavendienst, den er beispielsweise verrichtete, als er seinen Schülern die Füße wusch. Und dann weiter bis zum damals qualvollsten Tod: den Verbrechertod durch Kreuzigung.

Saulus von Tarsus erlebte buchstäblich, wie ihn die Begegnung mit dem Auferstandenen vom hohen Ross hinunterwarf. Aus dem eingebildeten Hassprediger und Christenverfolger wurde Paulus („der Geringe“) der Christenmissionar und Prediger der Freiheit und der Demut. Aus eigener Erfahrung konnte er warnend schreiben: „Seid vorsichtig! Gerade wer meint, er stehe besonders sicher, muss aufpassen, dass er nicht fällt.“ (1. Korinther 10,12 Hfa) Nun bildete er sich nur noch etwas auf Jesus ein: Was ihm früher höchst erstrebenswert war, das hielt er jetzt für Gülle im Vergleich dazu, Christus gewonnen zu haben (vgl. Philipper 3,8).

Weil Paulus diese Umkehrung der Prioritäten selbst erlebt hatte, konnte er den Christen der griechischen Stadt Philippi Folgendes schreiben (Philipper 2,3):

In Demut achte einer den andern höher als sich selbst!

Diese Empfehlung hat an Relevanz nichts verloren. Im Gegenteil: Heute wird die Selbstverwirklichung so betont, dass es nur so an Zeitgenossen wimmelt, die sich für den Nabel der Welt halten, um die sich alles und alle zu drehen hat bzw. haben. Ich empfinde diese Menschen als sehr unangenehm.

Wenn ich manchem dieser arroganten Zeitgenossen begegne, denke ich mir: Den würde ich gern bei der nächsten Kapriole von seinem hohen Ross fallen sehen – je spektakulärer desto besser. Sogleich folgt aber die gedankliche Warnung: Vorsicht, Elí! Das Ross, auf dem du sitzt, ist nicht gerade ein Pony!


Get down off your high horse!
Normally, one enters famous churches through large, magnificently decorated portals. This is not the case with the Church of the Nativity in Bethlehem. Of three entrances, two have been bricked up and the one still in use today has been reduced in size twice, so that today it is only a modest 1.20 meters high. It was given the nickname “the gate of humility”. More than two million visitors a year have to stoop low to enter the building complex.

Supposedly, the original pointed arch portal was made smaller in Ottoman times to prevent intruders on horseback from entering the church. I like this symbolism: no one on a high horse should enter that place where God himself descended from his high horse.

How low the Son of God descended in order to redeem us and lift us up again is described very vividly by the apostle Paul in his so-called Christ hymn (Philippians 2:7-11): He renounced his prerogatives and humbled himself – even to the point of slave service, which he performed, for example, when he washed the feet of his disciples. And then further to the most agonizing death at that time: the criminal death by crucifixion.

Saul of Tarsus literally experienced how the encounter with the Risen Lord threw him down from his high horse. The preacher of hate and persecutor of Christians became Paul (“the lowly one”) the Christian missionary and preacher of freedom and humility. From his own experience he could write: “Be careful! The very one who thinks he stands especially secure must be careful not to fall.” (1 Corinthians 10:12) Now he was just imagining things about Jesus: What had once been highly desirable to him, he now considered to be manure compared to having won Christ (cf. Philippians 3:8).
Because Paul had experienced this reversal of priorities himself, he was able to write the following to the Christians of the Greek city of Philippi (Philippians 2:3):

In humility, each esteem other more highly than himself!

This recommendation has lost none of its relevance. On the contrary: Today, self-fulfillment is so emphasized that it is teeming with contemporaries who consider themselves to be the navel of the world, around whom everything and everyone has to revolve. I find these people very unpleasant.

When I meet some of these arrogant contemporaries, I think to myself: I’d like to see him fall off his high horse at the next caper – the more spectacular the better. But immediately follows the mental warning: Be careful, Elí! The horse you’re sitting on is not exactly a pony!


¡Bájate de tu caballo alto!
Normalmente, se entra en las iglesias famosas a través de grandes portales magníficamente decorados. No es así en la Iglesia de la Natividad de Belén. De las tres entradas, dos han sido tapiadas y la que todavía se utiliza hoy en día ha sido reducida en tamaño dos veces, por lo que hoy sólo tiene una modesta altura de 1,20 metros.
Se la llama la “puerta de la humildad”. Más de dos millones de visitantes al año tienen que agacharse para entrar.

Se supone que el portal original de arco apuntado se hizo más pequeño en la época otomana para evitar que intrusos entraran en la iglesia a caballo. Me gusta este simbolismo: nadie puede entrar “a caballo” en el lugar donde Dios mismo bajó de su alto caballo para pasar a nuestro encuentro.

La profundidad a la que descendió el Hijo de Dios para redimirnos y levantarnos de nuevo lo describe muy vívidamente el apóstol Pablo (Filipenses 2:7-11): renunció a sus prerrogativas y se humilló, hasta el servicio de esclavo, que realizó, por ejemplo, cuando lavó los pies de sus discípulos. Y luego a la muerte más agónica de la época: la muerte destinada a los criminales por crucifixión.

Saulo de Tarso experimentó literalmente cómo el encuentro con el Señor Resucitado lo derribó de su caballo. El predicador del odio y perseguidor de los cristianos se convirtió en Pablo (“el humilde”), el misionero cristiano y predicador de la libertad y la humildad. Por experiencia propia escribió: “¡Cuidado! El que se crea especialmente seguro debe tener cuidado de no caer”. (1 Corintios 10:12) Lo que ahora más le interesaba era Jesús: Lo que antes era lo más valioso para él, ahora lo consideraba estiércol en comparación con haber ganado a Cristo (cf. Filipenses 3:8).

Después de haber experimentado esta inversión de prioridades, pudo escribir lo siguiente a los cristianos de la ciudad griega de Filipos (Filipenses 2:3):

Con humildad cada uno considere a los demás como superiores a sí mismo.

Esta recomendación no ha perdido nada de su relevancia. Por el contrario: hoy en día se hace tanto hincapié en la autorrealización que abundan los contemporáneos que se consideran el ombligo del mundo, en torno al cual tienen que girar todo y todos. Este tipo de personas me resulta muy desagradable.

Cuando me encuentro con algunos de estos arrogantes contemporáneos, pienso: Me gustaría verle caer del caballo en la próxima cabriola; cuanto más espectacular, mejor. Pero inmediatamente me viene la advertencia a la cabeza: ¡Cuidado, Elí! El caballo en el que tú vas sentado es mucho más alto que un poni.

Ein besonderes Sabbat-Event

Nach der Corona-Pause wieder ein besonders Treffen norddeutscher Adventisten in der Lüneburger Heide. / After the Corona break again a special meeting of North German Adventists in the Lüneburg Heath. / Después de la pausa por el coronavirus por fin un encuentro especial de los adventistas del norte de Alemania.

English / Español

Ein musikalisch-geistlicher Höhepunkt, eine recht persönliche Predigt, ein angenehm schlankes Programm – so würde ich den Kongress der Adventisten in Norddeutschland („Konferenz der Siebenten-Tags-Adventisten in der Hanse-Vereinigung“) zusammenfassen, der am 18. Juni 2022 in Krelingen (nördlich von Hannover) stattgefunden hat. So viel schöne, professionell vorgetragene und sorgfältig ausgewählte (= ausgewogene) Musik habe ich selten bei einer Tagesveranstaltung meiner Kirche erlebt. Nach dem, was ich so hörte, war ich nicht der einzige, der stark von den Liedbeiträgen innerlich berührt wurde.

Viel Musik! Schöne, inspirierende Musik! Mit Übersetzung in die Gebärdensprache. / Lots of music! Beautiful, inspiring music! With translation into sign language. / Mucha música. Música inspiradora. Con traducción al lenguaje de signos.

„Wenn man dich nach deiner Hoffnung fragt …“ – Die Predigt von Dennis Meier, dem Präsidenten der Freikirche in diesem Bereich, war nicht nur deswegen so menschlich, weil er sie wegen einer Knie-OP sitzend hielt: Offen erzählte er von seinen früheren Vorbehalten gegen die vielen Imperative (Befehle) in der Bibel, auch im Neuen Testament, die er in Verbindung mit der liebevollen aber bestimmenden Art seines Großvaters brachte. Schritt für Schritt legt er 1. Petrus 3,15-16 so aus, dass es uns Hörern leicht fiel, trotz der Hitze gespannt zu folgen.

Pastor Dennis Meier hält seine Predigt; währenddessen werden die Hauptgedanken auf der Bühne digital illustriert. Danach berichtet Bert Seefeldt über den Einsatz von ADRA für Flüchtende. / Pastor Dennis Meier gives his sermon; meanwhile the main ideas are digitally illustrated on stage. Afterwards, Bert Seefeldt reports on ADRA’s work for refugees. / El pastor Dennis Meier pronuncia su sermón; mientras tanto, las ideas principales se ilustran digitalmente en el escenario. A continuación, Bert Seefeldt informa sobre el trabajo de ADRA en favor de los refugiados.
Musik in jeder Variation. Die Technik leistet einen hervorragenden Dienst. / Music in every variation. The the technique team does an excellent job. / Música en todas sus variantes. La tecnología hace un trabajo excelente.
Beschäftigung für Jung und Alt in den Pausen: die Ausstellung verschiedener Institutionen der Kirche. / Occupation for young and old during the breaks: the exhibition of various institutions of the church. / Ocupación para jóvenes y mayores durante las pausas: la exposición de varias instituciones de la iglesia.
Zur Vielfalt des Musikprogramms trugen die Chöre gha­na­ischer Adventgemeinden in Hamburg und Hannover bei. / The choirs of Ghanaian Adventist churches in Hamburg and Hanover contributed to the diversity of the music program. / Los coros de las iglesias adventistas ghanesas de Hamburgo y Hannover contribuyeron a la diversidad del programa musical.

Ich habe viele solcher „Vereinigungskonferenzen“ in den letzten 50 Jahren in Deutschland erlebt, zwei davon sogar selbst mitorganisiert. Eines hatten sie alle gemeinsam: ein völlig überladenes Programm! Diesmal war das Gegenteil der Fall. Nur zwei Veranstaltungen: den Predigtgottesdienst am Vormittag (von 11 bis 12.30 Uhr) und einen Musik- und Fürbittegottesdienst („Hymnen der Hoffnung“) am Nachmittag (von 14.30 bis 16.30 Uhr). Beide Teile mit geistlichem Tiefgang. Und mit viel Musik.

Mehrmals wurde zwischen den Musikbeiträgen gebetet: für die Leiter der Kirche und der Kirchengemeinden und für deren Pastorinnen und Pastoren. / Several times prayers were said between the musical contributions: for the leaders of the church and the local congregations and for their pastors. / En varias ocasiones se oró entre las intervenciones musicales: por los líderes de la iglesia y de las congregaciones locales y por sus pastores.
Die verschiedensten Musikstile friedlich nebeneinander: welch eine Wohltat! / The most diverse musical styles peacefully side by side: what a blessing! / Los más diversos estilos musicales conviviendo pacíficamente: ¡qué bendición!

Die Parallelangebote für Kinder und Jugendliche habe ich nicht besucht. Aber die Spielmöglichkeiten für die Jüngsten schienen sehr beliebt gewesen zu sein. Und das Grillen am frühen Abend war so gefragt, dass keiner es eilig hatte, nach Hause zu fahren. Dass unsere Kirche die Würstchen, Salate usw. spendierte, das sei als Randbemerkung positiv hervorgehoben.

Jeder kam wohl auf seine Kosten an diesem Tag. Auch die Kleinsten und sogar die Veganer! / Everyone enjoyed themselves on this day. Even the little ones and even the vegans! / Todos pudieron disfrutar de este día. ¡Incluso los más pequeños y hasta los veganos!

Meine Frau und ich mussten am Sabbat gar nicht abreisen: Zusammen mit weiteren zehn bis zwölf Wohnmobilen und Wohnwägen konnten wir neben der Veranstaltungshalle noch den Abend ausklingen lassen. Das Geistliche Rüstzentrum Krelingen hat sich wieder einmal als ideal für solch ein Event erwiesen. Und Gott schenkte uns an diesem im restlichen Deutschland super heißen Tag sehr erträgliche Temperaturen – auch in der Halle, trotz der 1.500+ Besucher! Wie gut ER es immer wieder mit uns meint!

Erste Stärkung des Tages: Frühstück, zweite: Mittagessen, zusammen mit Freunden. / First food of the day: breakfast, second: lunch, together with friends. / Primer aperitivo del día: el desayuno, segundo: la comida, junto con amigos.

 

Eine 10-minütige Kostprobe

Ein besonderes Gebet
(gesprochen von Rolf J. Pöhler)

 


 

A special Sabbath event

On 18 June 2022, more than 1,500 visitors from Adventist churches in northern Germany came to Krelingen (north of Hanover) to refuel spiritually after a long Corona break. I summarise my impressions of this day as follows: a musical spiritual highlight, a rather personal sermon, a pleasantly lean program. More see the english text in the image captions.


 

Un sábado muy especial

El 18 de junio de 2022, más de 1.500 visitantes de las iglesias adventistas del norte de Alemania acudieron a Krelingen (al norte de Hannover) para repostar espiritualmente tras una larga pausa a causa del coronavirus. Resumo mis impresiones de este día de la siguiente manera: un acontecimiento con mucha y muy elevadora música, un sermón muy personal y un programa no abarrotado. Más informaciones en los pies de las fotos.