Archiv der Kategorie: Unterwegs erlebt

Jerusalemtag

Blick auf Jerusalem vom Ölberg aus: Altstadtmauer mit dem Goldenen Tor, Tempelberg mit dem Felsendom (auch Omar Moschee genannt), ganz hinten die Neustadt. (Foto: edp, 2019)
Heute (22. Mai bzw. 28. Ijjar im jüdischen Kalender) feiert Israel den Jerusalemtag. Gefeiert wird die Wiedervereinigung der Stadt Jerusalem als Ergebnis des Sechstagekrieges (Juni 1967). Die arabische Bevölkerung Jerusalems empfindet diesen Gedenktag als Provokation.

Nachfolgend ein paar Fotomotive aus meinem Aufenthalt 2013 in dieser geschichtsträchtigen und faszinierenden Stadt (erstes Bild anklicken, um die Vorschau auszulösen):

Und hier ein paar Lieder, die Jerusalem besingen:

 

Today Israel celebrates Jerusalem Day. It represents the reunification of the city of Jerusalem as a result of the Six Day War (June 1967). The Arab population of Jerusalem considers this day of commemoration a provocation.

See the links and the photo gallery above.

Hoy (22 de mayo y 28 de Iyar según el calendario judío) celebra Israel el Día de Jerusalén, conmemorando la conquista de la parte oriental de la ciudad durante la Guerra de los Seis Días (junio, 1967). Los habitantes árabes consideran que este día festivo nacional es una provocación.

Véanse arriba los enlaces a algunas canciones dedicadas a esta ciudad tan histórica y fascinadora,  y la galería de algunas fotos hechas durante mi estancia en 2013.

Kirchlich online verwöhnt!

Drei Online-Gottesdienste heute: Regional: “Predigt im Norden”; bundesweit: “Atem der Hoffnung” bei HOPE-TV; lokal: Präsenzgottesdienst in Lüneburg auf YouTube übertragen. (Screenshots)
Dass meine Freikirche welt- und bundesweit im Medienbereich sehr innovativ und gut aufgestellt ist, wusste ich bereits (ich bin Siebenten-Tags-Adventist). Aber dass sich diese technische Affinität herunter bis in die örtlichen Kirchengemeinden durchzieht, das ist mir jetzt während der Corona-Pandemie ganz klar geworden.

Vier Gottesdienste zur Auswahl
Heute hätte ich beispielsweise mindestens vier Gottesdienste vom Wohnzimmer aus besuchen können. Drei davon habe ich auch zeitweise besucht: Um 9:30 Uhr war ich virtuell in Alsbach-Hähnlein (bei Darmstadt), wo das HOPE-Medienzentrum (früher „Stimme der Hoffnung“) der Freikirche in Deutschland steht. Dort senden sie jeden Sonnabend einen zweiteiligen Gottesdienst bestehend aus einer Talkrunde und einer Predigt, dazwischen einige Minuten Kinderprogramm.
Seit keine Gottesdienste vor Ort stattfinden dürfen, senden sie live. Mit sehr ansprechenden Musikbeiträgen. Heute konnte ich nur 30 Minuten dabei sein und so erlebte ich den Anfang der Talkrunde zu einem aktuellen Thema: Wie gehen wir in dieser Zeit und auf engem Raum so miteinander um, dass wir uns nicht auf den Wecker fallen und Konflikte erst gar nicht eskalieren?

Wofür YouTube gut sein kann …
Um 10 Uhr bin ich „umgestiegen“ und in Lüneburg gelandet: Meine Heimatgemeinde veranstaltete heute erstmalig einen Präsenzgottesdienst unter Beachtung aller Hygienevorschriften. Und weil die Teilnehmerzahl sehr beschränkt ist, wurde der Gottesdienst zum ersten Mal live über YouTube übertragen. Sowohl die junge Moderatorin als auch unser Pastor und sein Sohn in der Technik haben wirklich „Tolles“ geleistet. Sogar eine kurze Kindergeschichte gab es für einen einzigen Jungen, der mit seiner Familie dabei war.
Als ich den Pastor und den Jungen vorn neben einer Arche Noah im gebührenden Abstand sitzen sah, musste ich an Jesus am Jakobsbrunnen denken: Ob ihm Tausende oder nur eine Person zuhörten, er widmete sich diesem Einen so, als stünde dieser im Zentrum des Universums. Nach 35 Minuten musste ich mich verabschieden, um virtuell nach Hamburg zu reisen. (Meine Frau sagte mir aber, dass ihr die Predigt gut gefallen hätte: Unser Pastor verband die aktuelle Situation mit der „Quarantäne“, die Gott Noah und seiner Familie während der Sintflut „verordnete“. Und diese dauerte viel länger als die Zeit unserer Einschränkungen möglicherweise dauern wird.)

… und auch Zoom
Um Punkt 11 Uhr begann der Online-Gottesdienst der Freikirche für den Großraum Hamburg (Predigt im Norden). Mit eigenem Studio und eigener Band. Parallel über Zoom (da kann man sich auch sehen, nicht nur hören) und über YouTube. Nach einer netten Anmoderation durfte ich (vom Wohnzimmersessel aus) etwa zum Thema Vorsorge (z. B. Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht) sagen und auch auf meine Online-Vorsorgeseminare hinweisen, ebenfalls ein „Nebenprodukt“ der Corona-Krise. Danach begann die Predigt, die ein junger, dynamischer Pastor hielt und den Titel trug: „Von den weichen Herzen: Wenn Gott mitgeht, sollten wir nicht stehen bleiben“.

Am Schluss des Gottesdienstes wurde es dann interaktiv: Wer wollte, blieb auf Zoom und wurde (per Zufallgenerator) kleinen Gesprächsrunden zugeordnet, die noch eine Weile miteinander reden, beten usw. konnten. Und so standen mir plötzlich eine nette Frau mit ihren drei Söhnen auf der Couch sitzend und ein freundlicher Herr in einem leeren Kirchenraum gegenüber auf dem Bildschirm.
Wir kannten uns nicht, doch schnell waren wir im Gespräch verwickelt – die junge Familie aus Hamburg und der Herr aus einer kleinen Adventgemeinde in Mecklenburg. Er erzählte uns u. a., dass seine Gemeinde zzt. den Gottesdienst im Freien feiert und sie immer schönes Wetter gehabt hätten. Die Jungen erzählten ein wenig von der Schule und dass sie sich auf den Nachmittag mit ein paar Verwandten freuten. Wir sprachen auch eine Weile über das Thema Vorsorge. Auch dieser hanseatische Gottesdienst hat mich sehr angesprochen.

Die vierte Alternative, die aber heute nicht infrage kam, wäre gewesen, wieder den Zoom-Gottesdienst der ComingHOME-Gemeinde in Darmstadt zu besuchen, in der ich mich vor zwei Wochen sehr wohl gefühlt habe, als ich für sie die Predigt vom Wohnzimmer aus hielt.

Und nächste Woche?
Morgen, Sonntag, will ich die Wiederholung des HOPE-Channel-Gottesdienstes sehen, denn die Gesprächsrunde schien mir sehr interessant und aktuell zu sein. Außerdem sagte mir ein Freund, dass die anschließende Predigt sehr gut gewesen sei. Vergangene Woche hielt übrigens der Präsident der Freikirche in Norddeutschland eine ausgezeichnete Predigt über die Rückkehr zur „Normalität“. Sie hat mir so gut gefallen, dass ich darüber einen extra Beitrag  schreiben musste.

Am kommenden Donnerstagabend wird es wieder „rund“ gehen: Von 18 bis 19 Uhr möchte ich am Bibelgespräch meiner Heimatgemeinde über Zoom teilnehmen (das sonst im ersten Teil des wöchentlichen Gottesdienstes stattfindet) und ab 19 Uhr treffen wir uns als Hausbibelkreis zum zweiten Mal ebenfalls über Zoom. Am Sonnabend möchte ich aber nicht wieder zappen, sondern an einem Gottesdienst von Anfang bis Ende teilnehmen; denn ich will nicht „süchtig“ werden! Und man kann auch das Gute übertreiben.

Mein erster Zoom-Gottesdienst

Mit dieser digitalen “Anzeige” hatte die ComingHOME-Kirchengemeinde zum Gottesdienst eingeladen.
Wie er wohl ablaufen wird? Hoffentlich streikt die Technik nicht! Es sollte der erste Zoom-Gottesdienst sein, den ich besuchen würde, und bei dem ich die Predigt halten sollte. (Zoom ist eine weltweit verbreitete Videokonferenz-Software.)

Aber alles der Reihe nach: Wäre nicht die Corona-Pandemie ausgebrochen, wären wir, meine Frau und ich, am vergangenen Wochenende in Darmstadt gewesen, um am Jubiläumstreffen der Abgangsklasse 1975 des Theologischen Seminars Marienhöhe teilzunehmen. Es war ausgemacht, dass ich am Sonnabendvormittag in der Kirchengemeinde ComingHOME predigen würde. (Das ist eine der sechs Adventgemeinden in Darmstadt.) Nun erreichte mich Anfang der Woche die Anfrage, ob ich bereit wäre, die Predigt über Zoom zu halten. Einen Tag später habe ich zugesagt und begonnen, eine Predigt vorzubereiten, die zwischen 20 und 25 Minuten dauern durfte. (Mein Durchschnitt liegt bei 30 bis 40 Minuten!)

Wie ich zum Thema der Predigt kam, ist eine interessante Nebengeschichte: Wir lesen unseren Enkelkindern, die am Bodensee leben (800 km von Lüneburg entfernt!), jeden Abend über FaceTime (das ist eine Videotelefonie-App) vor, und zwar aus dem Jugendbuch-Bestseller „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende. Eine bestimmte Szene aus dem Buch brachte mich zum Thema: „Ich schäme mich“ und lieferte mir gleich den Dialog für die Einführung und für den Schluss der Predigt. Diese sollte eine Ermutigung für alle sein, die sich schämen, so, wie sie sind, in die Nähe Gottes zu kommen (zum Beispiel im Gebet).

Am Donnerstagabend bekam ich von einem der Gemeindeleiter erklärt, wie Zoom funktioniert, am Freitag erstellte ich ein paar PowerPoint-Folien, eine Predigtfassung zum Nachlesen für die interessierten Zuhörer und eine Liedpräsentation. Ach ja: Abends noch installierte ich eine Teleprompter-App auf dem Tablet, um nicht am Predigtskript zu kleben. Und am Morgen des Sonnabends machte ich mich auf den Weg … ins Wohnzimmer: im Hemd und in bequemer Haushose (diese würde ja keiner sehen).

Jetzt wurde es spannend: Für mich war es der erste Zoom-Gottesdienst, für diese innovative Gemeinde bereits der sechste! Beginn war um 10 Uhr, aber bereits ab 9 Uhr war die digitale Kirche geöffnet. D. h. wer wollte, konnte sich einwählen, um sich dann mit anderen anwesenden Personen zu unterhalten. Wir konnten einander sehen und miteinander (aber nicht gleichzeitig) sprechen, uns vorstellen usw. Das funktionierte so gut, dass meine Sorgen immer kleiner wurden.

Um Punkt 10 Uhr übernahm eine sympathische junge Frau die Moderation. Dass sie sich aus Würzburg zugeschaltet hatte, merkte man nicht. Genauso wenig wie die Standorte der anderen Teilnehmer: Abgesehen von den Personen, die zu dieser Kirchengemeinde gehören, waren auch Gäste aus Mainz, Lübeck, Lüneburg, München, Hamburg, Neuburg an der Donau und vielen anderen Orten zu sehen. Sie waren mit ca. 90 Geräten eingewählt, 140 Personen nahmen am Gottesdienst teil.

Sie saßen (häufig als Ehepaar, mit Kindern oder ohne) gemütlich in ihren Wohnzimmern leger gekleidet. Es war schön anzusehen! Da wurde ein Baby auf dem Arm getragen, ein Junge machte Grimassen hinter dem Kopf seiner Mutter, jemand trank zwischendurch eine Tasse Tee und … keiner musste eine Schutzmaske tragen! Musik über Keyboard wurde eingespielt, einige der Gäste durften sich vorstellen, es gab Bekanntmachungen und dann, was beim Gottesdienst der Adventisten nicht fehlen darf, Bibelgesprächsgruppen in separaten virtuellen Räumen! Zur Auswahl standen zwei Gesprächsgruppen über das Bibelthema der Woche, eine weitere über ein freigewähltes, aktuelles Anliegen, eine vierte als Gebetsgruppe, eine fünfte Gruppe für Jugendliche und dann noch welche für die jüngeren Kinder. In der von mir gewählten Gruppe waren wir zwölf Personen und wir hatten ein angeregtes Gespräch – bis der technische Moderator die verbleibenden 60 Sekunden ankündigte und uns dann pünktlich aus den Gesprächsräumen ins Plenum holte. Wie praktisch! Da war kein Überziehen möglich!

Nach einer Kaffee-, Toiletten- oder was auch immer Pause, startete dann der dritte Teil des Gottesdienstes, in dem ich dann nach einer kurzen Vorstellung die Predigt hielt. Es funktionierte fast alles recht gut (das Einblenden der Folien muss ich noch üben) und, soweit ich es sehen konnte, ist nur das Baby eingeschlafen. Die E-Mails und WhatsApps, die ich im Laufe des Tages erhielt, zeigten mir, dass viele dieses sehr persönlich gehaltene Thema geschätzt haben. Ach ja: Weitere Bibeltexte, die ich gern behandelt hätte, hatte ich ins Predigtskript aufgenommen, das am Ende des Gottesdienstes von der Homepage der Gemeinde als PDF zum Herunterladen abrufbar war.

Im vierten Teil des Gottesdienstes gab es noch ein Geburtstagslied, einige Ansagen und dann die Gelegenheit zum Austausch für alle, die vorgekocht hatten. Es war kurz nach 12 Uhr.

Dieser Zoom-Gottesdienst war für mich ein sehr positives Erlebnis. Viel besser als nur auf der Couch vor dem Fernseher zu sitzen, um sich eine Predigt anzusehen. Natürlich ist auch das besser als nichts, denn nicht jede Kirchengemeinde ist in der Lage, diese interaktive Variante anzubieten. Einer der Gemeindeleiter sagte mir, dass sie erwägen, auch nach der Aufhebung der Versammlungseinschränkungen diese Technik parallel zu nutzen, und zwar für alle, die aus Alters- oder sonstigen Gründen zu Hause bleiben müssen. Und ich erfuhr im Vorprogramm, dass sie sogar einen Abendmahlsgottesdienst über Zoom durchgeführt haben, für den im Vorfeld Traubensaft (in kleinen Flaschen) und Abendmahlsbrot als Päckchen an die Gemeindeglieder versandt wurden.

Mir hat der Zoom-Gottesdienst dieser innovativen und offenen Gemeinde sehr gefallen. Daher freue ich mich schon jetzt darauf, sie spätestens im nächsten Jahr vor Ort kennenzulernen, wenn wir das aufgeschobene Klassentreffen nachholen. Noch eins hätte ich beinah vergessen: Eine Kollekte wurde nicht gesammelt: Die elektronische Abgabe ist (noch) nicht in Zoom implementiert.

Diese Bilder hat keiner sehen können – auch meine Haushose nicht.

Sie war so jung! (Bergen-Belsen)

Die sanft hügelige Landschaft der Südheide lädt zum Spazierengehen und Wandern ein. Idyllisch ist die Gegend um Bergen allerdings nur, wenn man vergisst, dass hier der größte Truppenübungsplatz Europas liegt. Für dessen Einrichtung wurde die Hohe Heidmark seit 1935/1936 fast vollständig entsiedelt. Das traditionelle Land der Heidebauern wurde Militärgelände und ist seither militärisches Sperrgebiet. Und das Gefühl der Idylle verschwindet auch, wenn man erfährt, dass hier, in Bergen-Belsen,  mehr als 52.000 Menschen von den Nazis ermordet wurden.

Immer wenn wir Gäste haben, bieten wir ihnen an, mit ihnen nach Bergen-Belsen zu fahren, um ihnen die KZ-Gedenkstätte zu zeigen. Besonders ausländische Gäste interessieren sich dafür. Bergen-Belsen liegt im Landkreis Celle, nur etwa 82 km südlich von Lüneburg entfernt.

Zu den bekanntesten Häftlingen gehören Anne Frank und ihrer Schwester Margot. Anne Frank, die nicht einmal 16 Jahre alt wurde, schrieb während der Zeit im Versteck in Amsterdam ein Tagebuch, das berühmt und in mehr als 70 Sprachen übersetzt wurde.

Am 9. Oktober 1942 schrieb sie (im Original auf Niederländisch): „Ein schönes Volk, die Deutschen, und da gehöre ich eigentlich auch noch dazu! Aber nein, Hitler hat uns längst staatenlos gemacht. Und im Übrigen gibt es keine größere Feindschaft auf dieser Welt als zwischen Deutschen und Juden.“

Am 15.  April 1945, vor 75 Jahren also, befreiten britische Truppen das Lager im KZ Bergen-Belsen. Gegen 45 Angehörige der ehemaligen Lagermannschaft wurde in Lüneburg vor einem britischen Militärgericht vom 17. September bis zum 17. November 1945 der so genannte Bergen-Belsen-Prozess verhandelt. Neben elf Todesurteilen ergingen eine lebenslange Haftstrafe, 18 Haftstrafen und 15 Freisprüche.

Heiko Maas, deutscher Außenminister, schrieb am 15.4.2020 auf Twitter: „Die Nazis ermordeten Anne Frank, ihre Schwester Margot und über 52.000 Menschen im KZ Bergen-Belsen. Heute vor 75 Jahren wurde das KZ befreit. Die Gräber in der niedersächsischen Heidmark sind noch da. Sie und die Überlebenden mahnen uns: #niewieder!“

Hier zwei weitere Zitate aus dem Tagebuch der Anne Frank:

„Ich finde es sehr komisch, dass erwachsene Menschen so schnell, so viel und über alle möglichen Kleinigkeiten Streit anfangen; bis jetzt dachte ich immer, dass Zanken eine Kindergewohnheit wäre, die sich später geben würde.“ – 28. September 1942

„Ich sehe, wie die Welt allmählich in eine Wildnis verwandelt wird. Ich höre den nahenden Donner, der auch uns vernichten wird. Ich kann das Leiden von Millionen spüren. Und dennoch glaube ich, wenn ich zum Himmel blicke, dass alles in Ordnung gehen und auch diese Grausamkeit ein Ende finden wird. Dass wieder Ruhe und Frieden einkehren werden.“ – 14. Juli 1944

Homepage der Gedenkstätte Bergen-Belsen

Weitere Fotos (erstes Bild anklicken, um die Vorschau auszulösen):

On 15 April 1945 British army troops liberated the concentration camp at Bergen-Belsen. Bergen-Belsen is located near Celle, only about 82 km south of Lüneburg.

Among the most famous prisoners are Anne Frank and her sister Margot. Anne Frank, who did not even turn 16, wrote a diary during her time in hiding in Amsterdam, which became famous and was translated into more than 70 languages.

A British military court pronounced eleven death sentences, one life sentence, 18 prison sentences and 15 acquittals in Lüneburg.

Heiko Maas, German Foreign Minister, wrote on Twitter on 15.4.2020: “The Nazis murdered Anne Frank, her sister Margot and over 52,000 people in Bergen-Belsen concentration camp. The concentration camp was liberated 75 years ago today. The graves in Heidmark in Lower Saxony are still there. They and the survivors remind us: #neveragain!” (Picture)

More about the memorial place Bergen-Belsen 

El 15 de abril de 1945 las tropas británicas liberaron el campo de concentración de Bergen-Belsen. Bergen-Belsen se encuentra cerca de Celle, a unos 82 km al sur de Lüneburg.

Entre los prisioneros más famosos están Ana Frank y su hermana Margot. Ana Frank, que ni siquiera cumplió los 16 años, escribió un diario durante su tiempo en la clandestinidad en Ámsterdam, que se hizo famoso y fue traducido a más de 70 idiomas.

Un tribunal militar británico dictó en Lüneburg once sentencias de muerte, una de cadena perpetua, 18 sentencias de prisión y 15 absoluciones.

Heiko Maas, Ministro de Relaciones Exteriores de Alemania, escribió en Twitter el 15.4.2020:

“Los nazis asesinaron a Ana Frank, a su hermana Margot y a más de 52.000 personas en el campo de concentración de Bergen-Belsen. El campo de concentración fue liberado hoy hace 75 años. Las tumbas en la Heidmark en Baja Sajonia todavía están allí. Ellos y los sobrevivientes nos recuerdan: #NuncaMás!” (Foto)

Nie wieder, bitte! (Buchenwald)

Vergib, Herr, was Menschen Menschen angetan haben; denn sie wussten nicht, was sie taten.
Heile, Herr, die Wunden, die heute noch schmerzen; denn nur du kannst die Seele heilen.
Bewahre uns davor, Herr, zu vergessen, damit wir uns nicht verführen lassen.

Am 11. April vor 75 Jahren wurde das Konzentrationslager in Buchenwald (bei Weimar) befreit. Zwischen Juli 1937 und April 1945 waren dort etwa 266.000 Menschen aus allen Ländern Europas und aus der Sovjet Union inhaftiert. Über 56.000 Menschen starben an Folter, medizinischen Experimenten und Auszehrung.

Als die Amerikaner im April 1945 Buchenwald und seine Außenlager erreicht haben, schrieb Dwight D. Eisenhower, der Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte: “Nichts hat mich je so erschüttert wie dieser Anblick.”

Nach der Befreiung wurden von einem US-Militärtribunal 22 Todesurteile ausgesprochen, vollstreckt wurden nur neun.

Eine Erklärung aus Anlass des 75. Jahrestages der Befreiung kann hier online unterschrieben werden.

Weitere Fotos (erstes Bild anklicken, um die Vorschau auszulösen; ein Klick auf dem i unterhalb  des ersten Bildes zeigt eine Kurzbeschreibung bei allen Bildern):

Am 30. November 2018 habe ich in Verbindung mit einer Vortragsreise in Weimar zum zweiten Mal die Gedenkstätte Buchenwald besucht. Wie bereits beim ersten Mal vor mehr als 30 Jahren war ich entsetzt von dem, was ich sah, hörte und las. Es ist für mich immer noch unfassbar, zu welchen Gräueltaten zivilisierte Menschen in der Lage sind.

Der Philosoph Thomas Hobbes schrieb im 17. Jahrhundert: „Der Mensch ist ein Wolf für den Menschen“. Auch wenn dieser Satz sich vom Kontext her auf das Verhältnis der Staaten zueinander und ihre kriegerischen Auseinandersetzungen bezieht, so beschreibt dieses Bild sehr treffend, wozu Menschen in der Lage sind, wenn sie der Triebkraft des Bösen nicht widerstehen.

Diese Triebkraft des Bösen zum Bösen wohnt dem Menschen inne, seit dieser sich von seinem Schöpfergott emanzipiert hat. Es ist so, als hätten wir zwei Seelen in unserer Brust (Goethes Faust!). Analog zum andauernder Streit zwischen Gut und Böse auf der Erde, spielt sich ein innerer Kampf in unserem Herzen ab. Die Frage ist, wem wir das Sagen über unsere Gedanken, Beweggründe, Lebenseinstellung und Lebensziele überlassen.

Dieser Streit wird – global wie persönlich – erst zu Ende gehen, wenn Gott seine endgültige Herrschaft sichtbar bei der Rückkehr von Jesus Christus auf die Erde aufrichtet. Dann wird Gott das Böse und den Urheber des Bösen, Satan, vernichten. Bis dahin kann (und muss) jeder höchstpersönlich entscheiden, welcher Macht er sich ausliefert. Wer sich für Gott entscheidet, wird nicht gleich perfekt, fehlerfrei, sündlos. Aber er erlebt, wie die Beziehung zu seinem Schöpfer ihn heilt, verändert und auch bewahrt.

 

Forgive, Lord, what men have done to men, for they knew not what they did.
Heal, Lord, the wounds that still hurt today, for only you can heal the soul.
Beware us, Lord, from forgetting, that we may not be deceived. Picture

On 11 April 75 years ago, the concentration camp in Buchenwald (near Weimar) was liberated. Between July 1937 and April 1945, about 266,000 people from all European countries  and the Soviet Union were imprisoned there. Over 56,000 people died of torture, medical experiments and emaciation.

When the Americans reached Buchenwald and its subcamps in April 1945, Dwight D. Eisenhower, Commander-in-Chief of the Allied Forces wrote: “Nothing has ever shocked me as much as this sight.”

After liberation, 22 death sentences were handed down by a US military tribunal, only nine were carried out.

 


Perdona, Señor, lo que hombres han hecho a hombres, porque no sabían lo que hacían.
Cura, Señor, las heridas que aún hoy duelen, pues sólo tú puedes curar el alma.
Protéjenos, Señor, del peligro de olvidar el pasado, para que no nos dejemos engañar. Foto

El 11 de abril hace 75 años, el campo de concentración de Buchenwald (cerca de Weimar) fue liberado. Entre julio de 1937 y abril de 1945, alrededor de 266.000 personas de todos los países europeos y de la Unión Soviética estuvieron encarceladas allí. Más de 56.000 personas murieron por tortura, experimentos médicos y desnutrición.

Cuando los americanos llegaron a Buchenwald y sus subcampos en abril de 1945, Dwight D. Eisenhower, comandante en jefe de las fuerzas aliadas escribió: “Nada me ha impactado tanto como lo que he visto aquí.”

Tras la liberación, un tribunal militar estadounidense dictó 22 sentencias de muerte, de las que sólo nueve fueron ejecutadas.

Jung und Alt an der Klagemauer

Dieser junge Mann bläst den Schofar vor der Klagemauer. (Foto: edp)

Das ist ein faszinierender Platz in der Altstadt von Jerusalem: die West- bzw. Klagemauer. Sie ist so etwas wie eine Freiluft-Synagoge und eine der wichtigsten religiösen Stätte des Judentums. In den nach Geschlechtern getrennten Gebetsbereichen kommen Gläubige aus der ganzen Welt, um zu beten (nicht unbedingt um zu klagen) und in den jüdischen Schriften zu lesen.

Eigentlich ist die Klagemauer nur ein Ersatz-Ort, denn am heiligsten Punkt des Tempelberges steht seit dem 8. Jahrhundert der islamische Felsendom.

Viele Besucher, Jung und Alt, stecken  aufgeschriebene Gebete, Wünsche und Danksagungen in die Ritzen und Spalten der Mauer. Im Frühjahr und Herbst werden die Zettel entfernt und ungelesen auf dem jüdischen Friedhof auf dem Ölberg begraben.

Der Platz davor dient als Veranstaltungsort für religiöse Zeremonien wie die Bar Mizwa (Feier der Religionsmündigkeit) und auch für militärische Events.

Ich war mehrmals hier, zu verschiedenen Tageszeiten, und jedes Mal war der Platz voll. Als ich während einer Reise eine Woche lang in Jerusalem verbrachte, konnte ich an mehreren Tagen stundenlang an der Mauer verweilen. Problemlos konnte ich fotografieren, filmen und mich mit manchem Beter unterhalten (u. a. mit einem jungen Juden aus den USA). Ich kann einen Besuch (oder mehrere) sehr empfehlen, sowohl als Tourist als auch als Beter.

 

Bildergalerie / Galería de fotos (Fotos: edp, 2013, 2017 und 2019)

Erstes Bild anklicken, um den Bilderablauf zu starten. Wenn man auf den i unter dem Foto anklickt, erscheint bei einigen Bildern oben rechts eine Information.

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Un lugar digno de visitar

El Muro de los Lamentos es uno de los lugares religiosos más importantes del judaísmo. Es algo así como una sinagoga al aire libre. En las áreas de oración, que están separadas según el género, los creyentes de todo el mundo vienen a orar (no necesariamente a lamentar) y a leer las escrituras judías.

En realidad, el Muro de los Lamentos es sólo un lugar sustituto, porque en el punto más sagrado del Monte del Templo se encuentra la Cúpula Islámica de la Roca desde el siglo VIII.

Muchos visitantes, jóvenes y mayores, ponen oraciones escritas, deseos y agradecimientos en las grietas y hendiduras de la muralla. En primavera y otoño las notas se retiran y se entierran sin leer en el cementerio judío del Monte de los Olivos.

La plaza frente al muro sirve para ceremonias religiosas como el Bar Mitzvah (celebración de la madurez religiosa) y militares.

Estuve aquí varias veces, a diferentes horas del día, y cada vez el lugar estaba lleno. Cuando durante un viaje pasé una semana en Jerusalén, visité por muchas horas durante varios días este lugar. No tuve problemas en tomar fotos, filmar y hablar con varias personas que aquí leían y oraban (incluyendo un joven judío residente en los Estados Unidos). Recomiendo mucho una visita (o varias), tanto como turista como para orar o meditar.

Véase arriba la galería de fotos.
Con un klick sobre la primera foto comienzan  a pasar  las fotos.