Archiv der Kategorie: Veranstaltungen

Gott sei Dank – nicht nur für die Ernte!

Foto: Gerhard G., pixabay.com

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Das Erntedankfest ist im Christentum ein Fest im Herbst, bei dem die Gläubigen Gott für die Gaben der Ernte danken.

Foto: Büsum Sept. 2020 (edp)
Höri, Bodensee, Sept. 2021 (edp)

In den Kirchengemeinden finden besondere Gottesdienste statt, häufig mit Sketches und Kinderbeiträgen. Der Raum ist entsprechend dekoriert, manchmal bleiben die Gläubigen zu einem gemeinsamen Essen beisammen, so zum Beispiel mit Käse, Brot und Trauben.

Adventgemeinde Lüneburg, 2010 (edp)
Adventgemeinde Lüneburg, 2014 (edp)
Adventgemeinde Lüneburg, 2014 (edp)
Adventgemeinde Lüneburg, 2014 (edp)

In vielen (politischen) Gemeinden Deutschlands finden zwischen Mitte September und Anfang Oktober Festzüge mit Motivwagen, Fußgruppen und Spielmannszügen statt. In Bardowick, einem Vorort von Lüneburg, findet das größte Erntedankfest Norddeutschlands jährlich statt. Zu den Höhepunkten zählen der Dankgottesdienst im Dom, der Sternenmarsch der Musikzüge, sowie der große Festumzug mit bunt geschmückten Erntewagen, von denen am Ende der schönste Wagen prämiert wird. (2021 fallen aufgrund der Corona-Situation die Feierlichkeiten leider aus).

Bardowik (bei Lüneburg), 2017 (edp)

In den USA wird der „Thanksgiving Day“ im November gefeiert als Erinnerung an das erste Erntedankfest der Pilgerväter, wobei es heute ein Dankfest für alles Gute und allen Erfolg ist, nicht nur für die Früchte der Ernte. Es ist das wichtigste Familienfest im Jahr, außerdem werden von vielen Familien auch Freunde oder andere Gäste eingeladen. Traditionell gibt es einen gebratenen und gefüllten Truthahn mit einer reichhaltigen Auswahl an Beilagen und Nachspeisen wie Cranberry-Sauce, Süßkartoffeln, Apfel- und Kürbiskuchen sowie Gemüse wie Kürbis, grüne Erbsen und Mais.

Foto: John Hain, pixabay.com

Juden feiern im Herbst das einwöchige Erntedankfest Sukkot (Laubhüttenfest). Gläubige Juden bauen eine provisorische Hütte, eine sogenannte Sukka, und zwar im Garten, im Hof, auf dem Parkplatz, Balkon oder Dach. Sie erinnert an die Laubhütten, in denen die israelitischen Bauern während der Erntezeit lebten, um dann am Ende der Erntezeit einen Teil zum Tempel in Jerusalem zu bringen. (Siehe Deuteronomium/5. Mose 16,13-14 und Nehemia 8,15-16)

Foto: RonAlmog, CC 2.0
Foto: Gilabrand, CC 3.0

 

 

In Christianity, the harvest festival is a celebration in the fall when believers thank God for the gifts of the harvest. Special services are held in church congregations, often with skits and children’s contributions. The room is decorated accordingly, and sometimes the believers stay together for a shared meal.

In many communities in Germany, processions with motif floats, foot groups and marching bands take place between mid-September and early October. In Bardowick, a suburb of Lüneburg, the largest harvest festival in northern Germany is held annually. The highlights include the thanksgiving service in the cathedral, the star march of the marching bands, and the large parade with colorfully decorated harvest wagons, of which the most beautiful wagon is awarded a prize at the end. (In 2021, due to the Corona situation, the festivities are unfortunately cancelled).

In the USA, “Thanksgiving Day” is celebrated in November as a remembrance of the first harvest festival of the Pilgrim Fathers, although today it is a festival of thanksgiving for all good things and all success, not only for the fruits of the harvest. It is the most important family feast of the year, moreover, many families also invite friends or other guests. Traditionally, there is a roasted and stuffed turkey with a rich selection of side dishes and desserts such as cranberry sauce, sweet potatoes, apple and pumpkin pie, and vegetables such as pumpkin, green peas and corn.

Jews celebrate the week-long harvest festival of Sukkot (Feast of Tabernacles) in the fall. Devout Jews build a temporary hut, called a sukka, in the garden, yard, parking lot, balcony or roof. It is a reminder of the Tabernacles in which Israelite farmers lived during the harvest season (see Deuteronomy 16:13-14 and Nehemiah 8:15-16).

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En el cristianismo, la fiesta de la cosecha es una celebración en otoño en la que los fieles agradecen a Dios los dones de la cosecha. Se celebran servicios especiales en la iglesia, a menudo con sketches y contribuciones de los niños. El templo está decorado con toda clase de frutas y verduras.

En muchas ciudades de Alemania, salen procesiones con carrozas, grupos a pie y bandas de música entre mediados de septiembre y principios de octubre. En Bardowick, un suburbio de Lüneburg, se celebra anualmente la mayor fiesta de la cosecha del norte de Alemania. Los momentos más destacados son un culto de acción de gracias en la catedral, la marcha de las bandas de música y el gran desfile de carrozas muy bien decoradas, de las cuales la más bonita recibe un premio al final. (En 2021, los festejos se cancelaron lamentablemente por la situación de Corona).

En Estados Unidos, el Día de Acción de Gracias se celebra en noviembre como recuerdo de la primera fiesta de la cosecha de los peregrinos, aunque hoy en día es una celebración de agradecimiento por todas las cosas buenas y todos los éxitos, no sólo por los frutos de la cosecha. Es la fiesta familiar más importante del año, y muchas familias invitan también a amigos u otros invitados. Tradicionalmente, hay un pavo asado y relleno con una rica selección de guarniciones y postres como salsa de arándanos, batatas, pastel de manzana y calabaza, y verduras como calabaza, guisantes y maíz.

Los judíos celebran en otoño la fiesta de la cosecha de una semana de duración, Sucot (Fiesta de los Tabernáculos). Los judíos creyentes construyen una cabaña temporal, llamada sucá, en el jardín, el patio, el aparcamiento, el balcón o el tejado. Es una forma de recordar los Tabernáculos en los que vivían los campesinos israelitas durante la época de la cosecha, llevando al final de la misma una parte al Templo de Jerusalén. (Ver Deuteronomio 16:13-14 y Nehemías 8:15-16).

Bakterien mit „Außenbordmotor“

Was auf diesem Bild zu sehen ist, ähnelt sehr – auch in der Bezeichnung seiner Teile – einem Motor, nicht wahr? Es handelt sich tatsächlich um eine „molekulare Maschine“, Flagellum genannt. Einige Bakterien haben ein bewegliches Anhängsel („Geißel“), um sich fortzubewegen (in der Zeichnung oben grün). Es ist wie ein Schwanz, der sich mit hoher Geschwindigkeit dreht und die Bakterie wie der Motor eines Wasserfahrzeugs durch die Zelle-Flüssigkeit treibt: ein Antriebsmotor im Miniaturformat!

Das Flagellum ist durch mehrere Ringe, die als Lager fungieren, an der Membrane des Bakteriums verankert. Der Rotor dreht sich mit tausenden von Umdrehungen pro Minute, wodurch das Filament (oder Geißel) eine Geschwindigkeit zwischen 200 und 1000 Umdrehungen pro Minute erreicht. Während des Drehens kann es in nur einer Vierteldrehung stoppen und sich in die entgegengesetzte Richtung zu drehen beginnen.

Dieses Miniatur-Technologiewunder besteht aus etwa 20 verschiedenen Proteinen, die alle notwendig sind, damit es funktioniert. Um ein Flagellum durch Mutation und natürliche Auslese zu bauen, müssten durch zufällige Mutationen alle Bestandteile nacheinander entstehen und dann, ebenfalls durch Zufall, müsste sich jedes Teil an der richtigen Stelle einfügen. Ein Bakterium mit einem halben Flagellum, das sich nicht bewegt, würde Energie umsonst verbrauchen, würde sich weniger vermehren als solche, die diesen Nachteil nicht haben, und das Flagellum würde aus der Population verschwinden, bevor es sich fertig gebildet hat: natürliche Auslese!

Das ist nur eines der vielen Beispiele, die Dr. Noemí Durán in ihrem Webinar am 10.3.2021 benutzte, um die Theorie des Intelligent Designs zu beschreiben. Diese besagt, dass bestimmte Eigenschaften des Universums und der Lebewesen besser durch eine intelligente Ursache erklärt werden können als durch nicht gesteuerte natürliche Prozesse wie die natürliche Selektion.
Die Vertreter des Intelligent Designs lassen offen, wer oder was diese Intelligenz sei, ebenso legen sich darüber nicht fest, wie der Prozess der Entstehung/Erschaffung der Welt gelaufen sein könnte oder wann. Denn sie argumentieren nur im Bereich der Wissenschaft.

Nicht zu verwechseln ist die Theorie des Intelligent Designs mit dem biblischen Kreationismus, um den es heute (17.3.) in der 8. Folge dieser Webinar-Reihe gehen wird. Zuerst wird die Referentin in sieben Punkten erklären, was die biblischen Kreationisten vertreten. Dann wird sie auf zwei falsche Behauptungen eingehen, die über die Kreationisten kursieren. Im dritten Teil wird sie offen darüber sprechen, was biblische Kreationisten nicht (oder noch nicht) wissen.

Für eine Live-Teilnahme über Zoom ist eine rechtzeitige Anmeldung nötig. Spätestens am Freitag (19.3.) wird das Video über den biblischen Kreationismus auf YouTube abrufbar sein – wie die der vorangegangen Abende auch.

Die Evolutionstheorie neu überdenken?

Dr. Noemí Durán (oben links auf den Galápagos Inseln) hat sich als Meeresbiologin besonders mit den Riesenschildkröten beschäftigt .
Der Grundkurs über die Beziehung zwischen Glaube und Wissenschaft bleibt spannend: Beim fünften Thema ging es am 24. Februar um die Evolutionstheorie.

In gewohnt verständlicher und anschaulicher Art ging Dr. Noemí Durán der Frage nach: Hat die Wissenschaft Beweise dafür erbracht, dass durch natürliche Selektion erzeugte Variationen sich über Tausende oder Millionen von Jahren akkumulieren und zu völlig anderen Lebewesen führen können? Nach 160 Jahren ist diese Herausforderung immer noch nicht gelöst. Daher sei es verständlich, wenn die Fachzeitschrift Nature einen Artikel von 15 Evolutionsbiologen so betitelt: Müssen wir die Evolutionstheorie neu überdenken? („Does evolutionary theory need a rethink?“, Nature 514, 8.10.2014, p. 161-164)

Die Referate dieses 16-teiligen Webinars werden mittwochs von 19.30 bis 20.15 Uhr über Zoom in mehreren Sprachen übertragen, darunter auch Deutsch. In der Regel sind sie am Tag danach auf YouTube abrufbar (hier allerdings ohne die Fragerunde). Auch ein Skript der deutschsprachigen Übersetzung wird online gestellt.

Am 3. März wird das vierte Modul (Theorien über den Ursprung des Lebens) mit dem 6. Thema „Die theistische Evolution“ fortgesetzt. Darauf folgen „Intelligent Design“ (am 10.3.) und „Biblischer Kreationismus“ (am 17.3.).