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Annahme verweigert

(Foto: Harry Strauss, pixabay.com)

Während ich die ersten Zeilen schreibe, werden im Radio Tipps für den Umtausch von Weihnachtsgeschenken gesendet. Eine lästige Sache, dieses Zurückgeben oder Umtauschen von Dingen, die nicht passen oder nicht gefallen!

Etwas Schlimmeres erlebte ich vor ein paar Jahren, als ein Buchgeschenk, das ich ins Ausland verschickt hatte, mit dem Vermerk zurückkam „Annahme verweigert“. Ich konnte es nicht fassen, bis ich die Bestätigung erhielt, dass der Empfänger keinen Kontakt mehr zu mir haben wollte. (Leider kenne ich bis heute die Gründe nicht. Ich bete aber regelmäßig für diese Person und hoffe, dass wir einmal wieder miteinander reden können.) Jedenfalls ist das nichts im Vergleich zur Annahmeverweigerung, die Jesus Christus, der Sohn Gottes, erlebte, als er vor ca. 2000 Jahren auf die Erde kam.

Dazu fällt mir  das gelungene Titelbild  eines Wochenmagazins ein. Es war ein weihnachtliches Motiv und es ging beim Thema „Das gelieferte Fest“ darum, wie der Onlinehandel unser Leben revolutioniert. Josef und Maria betrachten ratlos das Baby, das ihnen aus einem Karton des größten Online-Versandhändlers die Ärmchen entgegenstreckt. Sprechblasen verraten, was den überrascht wirkenden Eltern durch den Kopf geht. Josef: „Das habe ich nicht bestellt.“ Maria: „Können wir ihn umtauschen?”

Artikel gefällt nicht, passt nicht, entspricht nicht den Erwartungen … Wie sehr trifft das alles auf Jesus Christus zu, Gottes „Weihnachtsgeschenk“ an die Menschheit. Zuerst an sein Volk, aber „die Seinen nahmen ihn nicht auf“ – so nachzulesen im Johannes-Evangelium (1,11):

Jesus kam in seine Welt, aber die Menschen wiesen ihn ab.

Das war nicht der Messias, mit dem sie gerechnet hatten! Selbst der Bußprediger Johannes, der Jesus getauft hatte, bekam Zweifeln und ließ ihn fragen: „Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten?“ (Lukas 7,20) Und zwei Schüler von Jesus formulierten so ihre Enttäuschung: „Wir aber hofften, er sei es, der Israel erlösen werde.“ (Lukas 24,21)

Es gab vieles, was den Menschen an Jesus nicht passte: seine Herkunft, die Kreise, in denen er verkehrte, die Mitarbeiter, die er sich aussuchte, und vor allem viele seiner Reden: „Was er da redet, geht zu weit! So etwas kann man nicht mit anhören!“ (Johannes 6,60 GNB)

Jesus Christus umtauschen? Ausgeschlossen! Wer könnte uns besser als er zeigen, wie Gott-Vater wirklich ist? Wer sollte seinen Platz am Kreuz für ihn einnehmen? Wer käme in Frage, stellvertretend die Schuld der ganzen Menschheit auf sich zu nehmen?

Welche Erwartungen haben wir denn an Gottes größtes Geschenk? Dass er so ist, handelt und redet wie wir? Dann wäre Jesus nur ein Mensch! Aber er ist zugleich Gott und darum sind seine Gedanken viel höher als unsere, seine Pläne vielversprechender, seine Versprechen absolut zuverlässig und die Zukunft, die er für uns vorbereitet, größer und schöner, als wir sie uns jemals erträumen könnten. Gottes Geschenk an uns ist durch nichts und niemand zu überbieten!

Die ihn aber aufnahmen und an ihn glaubten, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden.

 

Dieser Beitrag ist in ähnlicher Form am 27.12.2019 im Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg erschienen.

Den Beitrag zum Anhören
(Reihe “Das Wort zum Tag” vom Hope Media)

(Dieser Beitrag ist ein Update von „Artikel gefällt nicht“ vom 26.12.2017.)

 

English:
Jesus came to what was his own. But his own people rejected him.
Yet to all who received him, to those who believed in his name, he gave the right to become children of God. (John 1:11-12) (Foto)

Español:
Cristo vino al mundo que El había creado, pero los hombres lo rechazaron. Mas a cuantos lo recibieron y creyeron en El, les dio el derecho de ser hijos e hijas de Dios. (Juan 1:11-12) (Foto)

Gott kommt … in Windeln!

Gott kommt nicht ehrfurchtgebietend, erhaben, in Samt und Seide, mit Insignien der Macht und der Überlegenheit. Er kommt in der Uniform des kleinen Mannes – in Windeln! (Ludwig Burgdörfer)

Das Zitat habe ich dem lesenswerten Buch  von Ludwig Burgdörfer „Erst eilig, dann heilig. Heiter-Nachdenkliches für die Advents- und Weihnachtszeit“, Brunnen-Verlag, 2015 (7. Aufl.) entnommen. Mehr

Frohe und besinnliche Festtage!

English:
God does not come awe-inspiring, sublime, in velvet and silk, with insignias of power and supremacy. He comes in the uniform of the little man – in diapers! (Ludwig Burgdörfer) (Foto)

Español:
Dios no viene de forma impresionante, sublime, en seda y terciopelo, con insignias de poder y superioridad. Viene con el uniforme del hombre pequeño, en pañales. (Ludwig Burgdörfer) (Foto)

Der schönste Adventskalender

Zum Nachdenken: Es mag nicht jeder Tag gut sein, aber wer Gott vertraut, kann jedem Tag etwas Gutes abgewinnen.

Zum Schmunzeln: Ich kann heute nicht zur Arbeit kommen: Das Türchen vom Adventskalender klemmt.

Liedempfehlung:  „Mein Herz ist ein Adventskalender“: Ein sehr schönes Lied von Ute und Lisa Rink (© 2002 Gerth Medien Musikverlag, Asslar, www.gerth.de)

English:
For reflection: Not every day may be good, but those who trust God can gain something good from every day. (Foto)

To smile about: I can’t come to work today: The little door of the Advent calendar is blocked.

Español:
Para reflexionar: No todos los días pueden ser buenos, pero aquellos que confían en Dios pueden sacarle algo bueno a cada día. (Foto)

Para sonreír: No puedo ir a trabajar hoy: La puertecita del calendario de Adviento está atrancada.

Adventliches Lüneburg 1

St. Michaelis (14. Jhdt.) ist eine der drei Hauptkirchen in Lüneburg. Die  St.-Michaelis-Gemeinde hat sieben Chöre (der größte, die Kantorei St. Michaelis, mit 180 Sängerinnen und Sängern), davon zwei Kinderchöre und ein Jugendchor.

Hier besuchte der Vollwaise Johann Sebastian Bach als 15-Jähriger zwei Jahre lang die Schule mit einem Freund – kostenlos, weil sie arm waren. Dafür beteiligten sich an der musikalischen Gestaltung der täglichen Gottesdienste.

Am Sonntag 8. Dezember besuchten meine Frau und ich das Adventssingen: Wir wunderten uns darüber, dass die Kirche proppenvoll war (sehr viele Besucher mussten stehen) und genossen das Singen bei solch einer wunderbaren Akustik.

Erstes Foto anklicken.
(Fotonachweis:  Innenansicht: Hajotthu, CCA 3.0; Außentafel: Frank Vincentz, CCA 3.0; Rest und Videoclip: edp)

Zwei- oder viermal Advent?

Erster Advent: Gott wird Mensch und besucht die Erde, um uns durch Jesus Christus zu sagen und zu beweisen, wie sehr er uns liebt. Zweiter Advent: Jesus Christus kommt wieder, um uns nach Hause zu holen und Tod und Leid ein Ende zu bereiten. Eines „dritten“ und „vierten“ Advents bedarf es nicht – aber unserer Entscheidung, nach Hause zurückkehren zu wollen. (Elí Diez-Prida)

English:
First Advent: God becomes man and comes to the earth to prove through Jesus Christ how much he loves us. Second Advent: Jesus Christ comes again to bring us home and put an end to death and suffering. There is no need for a “third” and a “fourth” Advent. Rather our decision to return home. (Elí Diez-Prida) (Foto)

Español:
Primer Adviento: Dios se hace hombre y viene a la tierra para demostrarnos por medio de Jesucristo cuánto nos ama. Segundo Adviento: Jesucristo regresa para llevarnos a casa y poner fin a la muerte y al sufrimiento. No hay necesidad de un “tercero” y un “cuarto” Adviento. Más bien nuestra decisión de querer volver a casa. (Elí Diez-Prida) (Jürgen Weller) (Foto)

Ein Licht anzünden

Wichernkranz auf dem Lüneburger Wasserturm. (Foto: edp)

Der größte Adventswichernkranz Europas leuchtet seit dem 2. Dezember auf dem Wasserturm in Lüneburg. Seit zehn Jahren läuft die Aktion: Per SMS oder Anruf kann man eine Kerze anzünden und dadurch eine städtische Hilfsaktion unterstützen. In diesem Jahr fließen die Einnahmen einem Projekt für Flüchtlinge zu, das Zuwanderern Deutschunterricht ermöglicht.

In den letzten neun Jahren kamen über 45.000 Euro zugunsten von Kindern und Jugendlichen zusammen! Weitere Informationen und Anleitung zum Anzünden einer Kerze: www.wichernkranz-lueneburg.de

Konfuzius (551 – 479 v. Chr.) wird das Wort zugeschrieben: “Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.” Und Jesus Christus sagte zu seinen Nachfolgern in der Bergpredigt:  “Ihr seid das Licht der Welt – wie eine Stadt auf einem Berg, die in der Nacht hell erstrahlt, damit alle es sehen können.  Versteckt euer Licht nicht unter einem umgestülpten Gefäß!” (Matthäus 5,14-15 NLB)