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Nicht Ende, sondern Neubeginn

 Es ist das Ende der Welt, sagte die Raupe. Es ist ein ganz neuer Anfang, sagte der Schmetterling.
Wir hofften …, sagten die Emmausjünger. Ich lebe, und mit mir auch ihr. Ewig!, sagt Jesus.

Danke, Herr, für diese Hoffnung, die uns auch in Zeiten der Krise trägt. Danke, dass du aus der Krise einen Neubeginn in unserer Beziehung zu dir und zu unseren Nächsten machen kannst!

 

English:
It’s the end of the world, said the caterpillar. It’s only a new beginning, said the butterfly.
We hoped…, said the Emmaus disciples. Because I live, YOU WILL LIVE ALSO. For ever! says Jesus. Picture

Thank you, Lord, for this hope that supports us even in times of crisis. Thank you for turning the crisis into a new beginning in our relationship with you and with our neighbors!

Español:
Es el fin del mundo, dijo la oruga. Es sólo un nuevo comienzo, dijo la mariposa.
Esperábamos… dijeron los discípulos de Emaús. Porque yo vivo, también vosotros viviréis. ¡Eternamente!, dice Jesús. Foto

Gracias, Señor, por esta esperanza que nos sostiene en tiempos de crisis. ¡Gracias por convertir la crisis en un nuevo comienzo en nuestra relación contigo y con nuestros prójimos!

Ruhen dürfen (Daniel 12)

Oskar Schindlers Grab auf dem Franziskaner Friedhof am Zionsberg in Jerusalem. Während des Holocausts beschäftigte Oskar Schindler in seinen polnischen Munitions- und Emaille-Fabriken jüdische Arbeiter, um sie so vor den Nazis zu schützen. Schindler investierte am Ende sein gesamtes Vermögen in diese Rettungsaktion.
Drei Gedanken haben mich beim Lesen des letzten Kapitels im Buch Daniel (12) angesprochen:

(1)  Menschen, die sich Gott anvertrauen, können in schwierigen Zeiten mit dem besten Schutz rechnen, den es geben kann: Michael (hebräisch: Wer ist wie Gott?, einer der vielen Namen für Jesus Christus im Alten Testament) tritt für sie ein, „wie er es schon immer getan hat“. Darum haben wir nichts zu befürchten.

(2) Wer sich für Jesus Christus entscheidet, dessen Name wird in Gottes Supercomputer im Verzeichnis der Bürger seiner Neuen Welt gespeichert (in der Bibel „Buch des Lebens“ genannt). Wie hoch der Preis für diese Einbürgerung ist? Unbezahlbar: der Tod von Jesus am Kreuz! Jeder Versuch, etwas davon „abzubezahlen“, wäre eine Beleidigung Gottes!

(3) Daniel ist nicht bereits im Himmel (welche Freude hätte er dort beim Beobachten all der Dinge, die sich auf der Erde abspielen!), er schmort auch nirgendwo in einer Hölle, die es nach der Bibel nicht gibt. Er ruht einfach im Grab bis zur Auferstehung „am Ende der Tage“. Das ist gut so. Nach einem gefüllten, für manche leidvollen Leben, ruhen zu dürfen bis Jesus Christus wiederkommt, ist eine gute Sache. Hoffentlich kommt Er bald wieder!

Daniel 12 in der Bibel lesen

Alle zwölf Beiträge auf einen Blick


He may rest   (Daniel 12)

Three thoughts came to my mind while reading the last chapter in the book of Daniel (12):

(1) People who have entrusted their lives to God can count on the best protection there is in difficult times: Michael (Hebrew: Who is like God?, one of the many names for Jesus Christ in the Old Testament) intercedes for them “as he has always done”. Therefore we have nothing to fear.

(2) Whoever decides for Jesus Christ, his name will be stored in God’s supercomputer in the directory of citizens of his New World (called “Book of Life” in the Bible). What is the price for this naturalization? Priceless: the death of Jesus on the cross! Any attempt to “pay off” any of it would be an insult to God!

(3) Daniel is not already in heaven (what joy he would have there, watching all the things that happen on earth!), nor is he in a hell that does not exist according to the Bible. He simply rests in the grave until the resurrection “at the end of days”. That is good. After a filled life, which for some is full of suffering, to be allowed to rest until Jesus Christ comes back is a good thing. Hopefully He will come back soon!   (Foto)

Read Daniel 12 in the Bible

All twelve contributions at a look


También él puede descansar (Daniel 12)

Tres pensamientos de mi lectura del último capítulo del libro de Daniel (12):

(1) Quienes confian en Dios pueden contar con la mejor protección que existe en tiempos difíciles: Miguel (hebreo: ¿Quién es como Dios?, uno de los muchos nombres de Jesucristo en el Antiguo Testamento), intercede por ellos “como siempre lo ha hecho”. Por lo tanto, no tenemos nada que temer.

(2) Quienquiera que entregue su vida a Jesucristo, su nombre está registrado por Dios en el directorio de los ciudadanos de su Nuevo Mundo (llamado el “Libro de la Vida” en la Biblia). ¿Cuál es el precio para ser inscrito? Es impagable: ¡la muerte de Jesús en la cruz! Cualquier intento de “pagar algo a cuenta” sería un insulto a Dios.

(3) Daniel no está ya en el cielo (¡cómo podría disfrutarlos viendo todas las cosas que pasan en la tierra!), ni tampoco está en un infierno que según la Biblia no existe. Simplemente descansa en la tumba hasta la resurrección “al final de los tiempos”. Eso está muy bien. Después de una vida intensa, que para algunos está llena de sufrimiento, es bueno que se nos permita descansar hasta que Jesucristo regrese. ¡Ojalá vuelva pronto!  (Foto)

Lee  Daniel 12 en la Biblia

Las doce contribuciones de un vistazo

Wir haben Zukunft: Christus ist auferstanden!


Deutsch
:
Die Auferstehung Christi macht offenbar, dass wir Zukunft haben. Leiden und Tod verlieren dadurch nichts von ihrer Bitterkeit, aber sie erscheinen in einem neuen Licht.  (Dietrich Bonhoeffer, 1906-1945)

English:
The resurrection of Christ reveals that we have a future. Suffering  and death do not lose their bitterness, but they appear in a new light. (Dietrich Bonhoeffer, 1906-1945) picture

Español:
La resurrección de Cristo revela que tenemos un futuro. El sufrimiento y la muerte no pierden nada de su amargura, pero aparecen bajo una nueva perspectiva. (Dietrich Bonhoeffer, 1906-1945) Foto

An Oscar Schindlers Grab

Nach seinem Tod am 9. Oktober 1974 in Hildesheim fand Oskar Schindler auf seinen Wunsch hin seine Ruhestätte in Jerusalem. (Foto: edp)

Nach einem langen Fußweg fand ich ihn endlich: den Franziskanerfriedhof am Zionsberg. Als ich vor zwei Jahren eine Woche in Jerusalem verbrachte, nahm ich mir vor, das Grab von Oskar Schindler zu besuchen. Nun stand ich davor und las: „OSCAR SCHINDLER, 28.4.1908 – 9.10.1974, Der unvergessliche Lebensretter 1200 verfolgter Juden“. Dazwischen in hebräischer Schrift: Chaside umot ha-olam (Deutsch: Gerechter unter den Völkern der Welt). Um die Inschrift herum lagen Dutzende Steine (statt Blumen, nach jüdischem Brauch).

Die Geschichte über die Rettung der Juden vor dem Tod in Auschwitz und anderen Lagern dürfte recht bekannt sein – vor allem durch den Film „Schindlers Liste“, der 1993 uraufgeführt wurde. Der Schwarz-Weiß-Film endet in Jerusalem mit der Szene in Farbe, in der die Überlebenden und Nachkommen der von Schindler geretteten Juden Steine auf sein Grab legen.*

Während ich die Stille genoss, über Schindlers Tat nachdachte und die wunderschönen Blumen zwischen den Gräbern bewunderte, kam mir eine Frage in den Sinn: Was würde hier auf diesem Friedhof passieren, wenn Jesus gerade jetzt wiederkäme? Die Bibel berichtet darüber, dass bei der Wiederkunft Christi die Toten auferstehen werden, und zwar jene, die in das ewige Leben eingehen dürfen. (Die anderen werden erst tausend Jahre später auferstehen, um gerichtet zu werden.) Würde Oskar Schindler bei dieser (ersten) Auferstehung aus dem Grab herauskommen? Würde er folgende Worte aus dem Mund von Jesus hören? (Aus Matthäus 25,40 nach der Neues Leben Bibel):

Der König wird ihnen entgegnen: „Ich versichere euch: Was ihr für einen der Geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan!“ 

Und was würde Jesus zu mir sagen?

Die Antwort auf diese Fragen kennt nur Gott selbst. Denn er wird sich weder bei Oskar Schindler noch bei mir davon beeindrucken lassen, was wir Gutes getan haben, wenn es um die Entscheidung geht, ob wir die Ewigkeit mit ihm verbringen dürfen oder nicht. Das ewige Leben erhalten wir als ein Geschenk, nicht als eine Belohnung. Aber die Liebe, die wir von Gott bekommen, will und kann uns befähigen, in jedem Menschen auch heute einen Bruder und eine Schwester von Jesus zu erkennen.

*  https://youtu.be/BFP4dDheqHY

Verwirrend!?

Auf dem Friedhof von Ceares, Gijón, Nordwestspanien. (Foto: edp)

Vor wenigen Tagen war ich mit meiner Mutter auf dem Altfriedhof unserer spanischen Heimatstadt, um mit ihr das Grab meines Vaters zu besuchen (er starb bei einem Arbeitsunfall im Alter von 35 Jahren). Die Worte über dem Eingangsportal sind für jeden, der den Friedhof verlässt, nicht zu übersehen: „Señor, dadles el descanso eterno“ (Gib ihnen, Herr, die ewige Ruhe). Die meisten Grabinschriften enthielten außerdem die drei bekannten Buchstaben R.I.P. (für „Ruhe in Frieden“ auf Lateinisch) beziehungsweise D. E. P. (für „Descanse en paz“, das spanische Äquivalent).

Diese Aussagen haben den Gedanken des Ruhens gemeinsam, der Portalschriftzug allerdings um die Eigenschaft „ewig“ ergänzt. Sollen die dort Begrabenen nur eine Zeitlang in Frieden ruhen, um dann irgendwie aufzuwachen (d. h. auferstehen), oder sollen sie für immer und ewig ruhen, ohne jemals wieder aufzuwachen?

Sofort musste ich an eine Beisetzungsfeier denken, die ich wenige Wochen zuvor besucht hatte: Der Pfarrer sprach mal von der ewigen Ruhe, dann davon, dass der Verstorbene bereits am Ziel, d. h. bei Gott, wäre, dann aber betete er das Vaterunser, in dem es heißt „Dein Reich komme“ und in einem Nachruf wurde aus dem Glaubensbekenntnis zitiert: „„Er [Jesus Christus] sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.“

Nun ist die Verwirrung noch größer: Wieso ewige Ruhe oder Ruhe überhaupt, wenn der Verstorbene bereits am Ziel sein sollte? Und wenn er schon im Reich Gottes angekommen ist, wieso wird die Bitte ausgesprochen „Dein Reich komme“? Und wenn die Verstorbenen schon bei Gott sind, wozu soll Jesus Christus wiederkommen, um die Lebenden und die Toten zu richten?

Opferstock in der Kathedrale von Lugo, Galizien, Norwestspanien. (Foto: edp)

Den Höhepunkt der Verwirrung erlebte ich aber letzte Woche in der Kathedrale von Lugo in Galizien. Dort stand über einen Opferstock die Schrift „Limosna para las benditas ánimas del purgatorio“ (Almosen für die seligen Seelen im Fegefeuer). Woher weiß der Pfarrer, dass der Verstorbene nicht im Fegefeuer (zwecks Erhalt der fehlenden Läuterung) verweilt, sondern schon bei Gott ist? Und wieso wird gleich nach dem Tod bereits „gerichtet“, d. h. entschieden, dass diese Läuterung im Fegefeuer zu erfolgen hat, wenn doch Jesus Christus die Toten und Lebenden erst richten wird, wenn er wiederkommt? Und wie soll durch Almosen die Verweildauer im Fegefeuer verkürzt werden können?

Es gibt so viele Widersprüche im Zusammenhang mit dem Leben nach dem Tod, dass ich mich viel lieber auf das verlasse, was die Bibel, die Heilige Schrift, darüber sagt – und das ist nicht wenig. Und nicht schwer zu verstehen! Sie vergleicht den Zustand im Tod mit einem Schlaf – da finden wir den Gedanken des Ruhens wieder. Dieses Ruhen ist aber nicht ewig, denn es gibt – wie beim Schlaf – ein Aufwachen, das als Auferstehung bezeichnet wird. Und diese Auferstehung (des ganzen Menschen, da die Teilung in Körper und Seele griechischen Ursprungs ist) findet erst dann statt, wenn Jesus wiederkommen und richten wird. Richten heißt trennen: jene, die gerettet und ewig bei Gott leben dürfen, von denen, die zum ewigen Tod verurteilt werden, weil sie das Rettungsangebot Gottes abgelehnt haben.

Hier nur eine der vielen unmissverständlichen Aussagen von Jesus (nach dem Johannesevangelium, 14,2-3 – GNB): Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen, und ich gehe jetzt hin, um dort einen Platz für euch bereitzumachen … Und wenn ich gegangen bin und euch den Platz bereitet habe, dann werde ich zurückkommen und euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.

Übrigens, auf die Grabplatte meines Vaters haben wir damals die Worte eingravieren lassen: „Deine Frau, Kinder und Familie vertrauen darauf, dich am herrlichen Tag der Auferstehung wiederzusehen.“

Schwer ent-täuscht

Am 7. Juli 2016 fieberten viele vor dem Fernseher beim zweiten Halbfinalspiel der Fußball-EM 2016 mit der deutschen Mannschaft mit. „Die Enttäuschung war einfach zu groß, schließlich kannten viele das Gefühl gar nicht mehr, dass Deutschland bei einem großen Turnier verliert“, las ich am Tag danach im Internet. Da war im Netz von zahlreichen niedergeschlagenen Reaktionen die Rede. Unter anderem konnte man die enttäuschten Gesichter des Trainers und der Spieler am Ende des Spiels gegen Frankreich sehen.

Je größer die Erwartungen an eine Mannschaft sind … (Foto: DanielReche, pixabay)

Je größer die Erwartungen an eine Mannschaft oder an einen Menschen sind, desto größer fällt die Enttäuschung aus, wenn es anders kommt als erhofft. So ging es den zwei Männern, die mit gesenktem Kopf und verweinten Augen den Rückweg von Jerusalem nach Emmaus angetreten hatten. Daher sagten sie zu dem unbekannten Begleiter, der so ahnungslos auf sie wirkte (Lukas 24,21):

Wir aber hofften, er sei es, der Israel erlösen werde. Und über das alles ist heute der dritte tag, dass dies geschehen ist. 

Sie hatten gehofft, Jesus aus Nazareth würde das jüdische Volk vom Joch der Römer befreien. Er würde seine Regentschaft in Jerusalem antreten. Sie, seine Mitarbeiter, würden Schlüsselpositionen in seinem Kabinett einnehmen. Und was war stattdessen gesche­hen? Der Messias war hingerichtet worden und mit ihm waren ihre Erwartungen für immer gestorben.

Wann habe ich meine größte Enttäuschung erlebt? Wer oder was hat sie ausgelöst? Welche Rolle hat Gott dabei gespielt? So schwer manche Enttäuschung zu verdauen ist: Sehr häufig werden wir sie im Rückblick als heilsam einstufen können. Denn eine Ent-Täu- schung bedeutet eigentlich die Befreiung aus einer Täuschung. Ob selbst- oder fremdverursacht: Es ist eine schmerzhafte, aber heilsame Erfahrung. Wir wer­den „geerdet“, sollten wir von einem Menschen oder von uns selbst zu viel erwartet haben. Und wir lernen, mehr auf Gott zu vertrauen und besser auf sein Wort zu hören.

Übrigens: Die tiefe Trauer der zwei Männer auf dem Weg nach Emmaus verwandelte sich in unbeschreibliche Freude, als der Unbekannte seine Identität preisgab. Es war der auferstandene Christus selbst! Wer ihn in sein Leben einlässt, ihm aufmerksam zuhört und seine Worte im Herzen bewegt, bekommt eine neue Sicht auf das Leben und auf die Zukunft – eine Sicht, die bis in die Ewigkeit hineinreicht.