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Vorbeugen … und beten!

Die West- bzw. Klagemauer in Jerusalem. (Foto: edp, 2013)
In diesen Tagen breitet sich die Sorge wegen der Coronavirus-Pandemie rasant aus. Wenn man die Nachrichten einschaltet, ist fast nur noch davon die Rede. Dies aber dauernd zu tun ist nicht ratsam, sonst wird man leicht depressiv. Gerade wir als Christen dürfen und sollten uns in dieser Zeit im Gebet an Gott wenden.

Durchs Beten werden wir ruhiger, weil unser Vater im Himmel unsere Not kennt und unsere Ängste versteht und auffängt. Zu wissen, dass er diese Welt immer noch in seinen Händen hält ­­– auch das unserer Kinder, Familien, Freunde, Gemeinden –, wird unsere Herzen mit seinem Frieden erfüllen.

Beten macht nicht die empfohlenen Vorsorgemaßnahmen überflüssig (das wäre vermessen!), aber es bewirkt das, was kein Medikament und kein Desinfektionsmittel leisten kann: Wir verbinden unsere Not, unsere Hilflosigkeit und Schwachheit mit der Quelle der Kraft, der Liebe, des Trostes. Und damit signalisieren wir Gott, dass wir ihm mehr vertrauen als der Medizin, der Politik, der Wissenschaft.

Anders formuliert: In einer Zeit, in der so viele Menschen Gott und den Glauben als überholt und überflüssig betrachten (und dementsprechend gott-los leben), ehren wir den Schöpfergott, indem wir uns in dieser Krise an ihn wenden und ihm unser volles Vertrauen aussprechen.

Unser jüngerer Sohn formulierte es so in einem Brief an die Gemeinde, die er leitet: „Es gibt keinen Anlass, Panik zu verbreiten; die Maßnahme, unsere Gottesdienste auszusetzen, ist rein vorsorglicher Natur. Wissend, dass unsere vorsorglichen Möglichkeiten sowieso nur begrenzt sind und wir letzten Endes alles in Gottes Hand legen und uns von ihm getragen wissen dürfen. Gerade jetzt in diesen bewegten Tagen mögen wir auf seinen Schutz, seine Verheißungen vertrauen und auch untereinander und nach Orientierung suchenden Menschen um uns herum Mut und Zuversicht machen.“

Das Lied von Christoph Zehendner „Er hört dein Gebet“ ermutigt uns, die Nähe Gottes zu suchen, wenn die Dunkelheit sich um uns breitet: „Wenn die Last der Welt dir zu schaffen macht, hört er dein Gebet. Wenn dich Furcht befällt, vor der langen Nacht, hört er dein Gebet.“ Wir brauchen dazu keine speziellen Orte (wie die Klagemauer in Jerusalem), keine Formen (wie die Gebetsriemen, den Gebetsmantel etc.) und auch keine Mustergebete. Selbst wenn uns die Worte fehlen: Er weiß, was uns bewegt, er weiß, wie wir es meinen, denn er kennt uns, seine Kinder, sehr gut. Und darum hört er gern unser Gebet!

Hier kann man drei verschiedenen Versionen des Liedes hören/sehen:

English:
When the burden of the world troubles you, He hears your prayer. When you are afraid of the long night, He hears your prayer. (Christoph Zehendner) Picture

Español:
Cuando la situación del mundo te preocupa, Él escucha tu oración. Cuando tienes miedo de la larga noche, Él escucha tu oración. (Christoph Zehendner)    Foto

En estos días, la preocupación por la pandemia del coronavirus se está extendiendo rápidamente. Si pones las noticias, no se oye o se ve casi nada más. Pero no es aconsejable hacerlo constantemente, de lo contrario ésto nos va a deprimir. Especialmente nosotros, como cristianos, podemos y debemos recurrir a Dios en oración durante este tiempo difícil.

El orar nos tranquiliza, porque nuestro Padre en el cielo conoce nuestra situación y entiende y capta nuestros miedos. Saber que Él continúa sosteniendo este mundo en sus manos, incluyendo a nuestros hijos, familias, amigos, iglesias, llenará nuestros corazones con su paz.

La oración no hace innecesarias las medidas preventivas recomendadas (¡eso sería presuntuoso!), pero logra lo que ningún medicamento o desinfectante puede conseguir: Conectar nuestra necesidad, nuestra impotencia y debilidad con la fuente de fuerza, amor y consuelo. Y con esto mostramos a Dios que confiamos en él más que en la medicina, la política, la ciencia.

En otras palabras: En una época en la que tanta gente considera que Dios y la fe son obsoletas y superfluas, honramos al Dios Creador dirigiéndonos a él en esta crisis y expresando nuestra plena confianza en él.

Nuestro hijo menor lo expresó así en una carta a la iglesia que dirige: “No hay razón para sembrar el pánico; la medida de suspender nuestros servicios de culto es de naturaleza puramente preventiva. Sabiendo que nuestras posibilidades de precaución son limitadas de todos modos y que al final lo mejor es poner todo en manos de Dios y dejarnos llevar por Él. Especialmente ahora, en estos días tan revueltos, podemos confiar en su protección, en sus promesas, y también podemos darnos ánimo y confianza unos a otros y a los que nos rodean que buscan orientación.”

La canción de Christoph Zehendner “Él escucha tu oración” nos anima a buscar la presencia de Dios cuando la oscuridad se extiende a nuestro alrededor: “Cuando la situación del mundo te preocupa, Él escucha tu oración. Cuando tienes miedo de la larga noche, Él escucha tu oración”. No necesitamos lugares especiales (como el Muro de los Lamentos en Jerusalén), formas concretas (como las correas de oración, la capa de oración, etc.) o modelos de oraciones para esto. Aunque nos falten las palabras: Él sabe lo que nos preocupa, sabe lo que queremos decir, porque nos conoce a nosotros, sus hijos, muy bien. ¡Y por eso le gusta escuchar nuestra oración!

Für wen betest du? (Daniel 9)

Drei Gedanken zu Daniel Kapitel 9:

(1) Daniel ist mir ein Vorbild in der Fürbitte: Stelle ich mich mit den Menschen auf eine Stufe, für die ich bete, oder fühle mich ihnen überlegen? Wie wichtig ist mir beim Beten die Ehre Gottes – d.h. dass ER groß rauskommt, nicht ich?

(2) Mit Isaak Newton und über 100 weiteren Auslegern (Christen und Juden) glaube ich, dass die 70 Jahrwochen-Prophezeiung sich in Jesus Christus (seinem Auftreten, seinem Wirken, seinem Tod) haargenau erfüllt hat. Ob deswegen den Juden das Studium „der Zeiten des Messias“ im Talmud kategorisch untersagt wird?

(3) Gott erhört Gebete, wenn auch nicht immer so schnell wie hier bei Daniel. Oder nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben. Wohl dem, der bereit ist, zu warten und der Weisheit und Liebe Gottes zu vertrauen!

Daniel 9 in der Bibel lesen


Who are you praying for?   (Daniel 9)

Three thoughts on Daniel chapter 9:

(1) Daniel is a model of intercession for me: Do I place myself on the same level with the people I pray for, or do I feel superior to them? How important is the glory of God to me when I pray – i.e. that HE will be great, not I?

(2) With Isaac Newton and over 100 other exegetes (Christians and Jews), I believe that the 70 week prophecy has been fulfilled exactly in Jesus Christ (his appointment, his work, his death). Is that why the Jews are categorically forbidden in the Talmud to study “the times of the Messiah”?

(3) God answers prayers, though not always as quickly as here with Daniel. Or not as we have imagined. Blessed is he who is willing to wait and trust in the wisdom and love of God!  (Foto)

Read Daniel 9 in the Bible


¿Por quién oras? (Daniel 9)

Tres reflexiones sobre el capítulo 9 de Daniel:

(1) Daniel es un ejemplo de intercesión para mí: ¿Me pongo al mismo nivel que las personas por las que oro, o me siento superior a ellas? ¿Qué importancia tiene la gloria de Dios para mí cuando oro, es decir, que ÉL sea grande, no yo?

(2) Con Isaac Newton y más de 100 exegetas (cristianos y judíos), creo que la profecía de las 70 semanas se ha cumplido al pie de la letra en Jesucristo (su llegada, su actuación, su muerte). ¿Es por eso que a los judíos se les prohíbe categóricamente en el Talmud estudiar “los tiempos del Mesías”?

(3) Dios responde a las oraciones, aunque no siempre tan rápido como en el caso de Daniel. O no como nos imaginábamos. ¡Feliz el que está dispuesto a esperar y confiar en la sabiduría y el amor de Dios!  (Foto)

Lee  Daniel 9 en la Biblia

Beten für Lüneburg

Das Gemeindehaus in der Friedenstraße kauften vor vielen Jahren die Adventisten den Baptisten ab, weil diesen die Räume zu klein geworden waren.

Auch am Mittwoch hatten wir einen sehr besinnlichen Gebetsabend, diesmal in der Adventgemeinde Friedenstraße (so die Aufteilung im Rahmen der Allianzgebetswoche).

Die Kurzansprache zum Tagesthema „Wo gehöre ich hin? … In das Kraftfeld des Heiligen Geistes“ hielt Pastor Jürgen Bohle, von der Baptistengemeinde. Er sprach über die Charismata, die (Gnaden-)Gaben des Geistes, und auch über die Frucht des Geistes, so wie sie in Galater 5,22-23 beschrieben wird: Liebe, Freude und Frieden; Geduld, Freundlichkeit und Güte; Treue, Bescheidenheit und Selbstbeherrschung. Dann stellte er uns die Frage: „Ist diese Frucht des Geistes in uns persönlich und in unseren Gemeinden sichtbar?“

Gebetet haben wir an verschiedenen Stellen und in unterschiedlichen Formen. Ein besonderes Anliegen war (wieder) unsere Stadt Lüneburg, konkret haben wir dann für die Arbeit mit den Flüchtlingen in unserer Stadt, für die ehrenamtlichen Helfer und auch für die Verantwortungsträger. So hieß es u. a. „Menschen in Not sollen kein Spielball der Politik sein.“

Das Singen begleiteten Pastor Timo Grebe mit der Gitarre und Daniel Diez (wie immer sehr dynamisch) am Flügel.

Gott sei Dank für seinen Geist, der Brücken zwischen den Konfessionen baut und uns befähigt, die Gute Nachricht der Erlösung glaubwürdig weiterzugeben!

Ein paar Fotos von diesem Abend:
(Erstes Bild anklicken, um die Bilder automatisch laufen zu lassen.)

 

Beten befreit!

Gebet ist die Tür aus dem Gefängnis unserer Sorge. Helmut Gollwitzer

Helmut Gollwitzer  (1908-1993)  war evangelischer Theologe und Schriftsteller, ein Schüler  des Theologen Karl Barth.

Beten ist die Kraftquelle eines Christen. Auch wenn er allein ist, ist er nicht einsam, denn er spürt die Gegenwart dessen, der gesagt hat: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage“. (E. G. White, „Das Gebet“, Advent-Verlag Lüneburg, 2010, S. 17)

English:
Prayer is the door out of the prison of our anxiety. Helmut Gollwitzer (Foto)

Español:
La oración es la puerta de salida de la prisión de nuestra inquietud. Helmut Gollwitzer (Foto)

Schleifstein Gemeinde

Ich habe sie als Kind noch gesehen: die ambulanten Messer- und Scherenschleifer. In gewisser Hinsicht ist jeder Christ ein “Schleifer” in seiner Kirchengemeinde. (Foto: Lito Encinas, wikipedia.es, CCA 3.0)

In dieser Woche findet weltweit die jährliche Allianzgebetswoche statt: Christen verschiedener evangelischer Konfessionen beten miteinander, auch hier in Lüneburg. Gestern, Dienstag, war ich mit meiner Frau zum ersten Mal in der Matthäus-Gemeinde. Heute, Mittwoch, ist meine Adventgemeinde Gastgeber. Es war eine herzliche Gemeinschaft in der Matthäus-Gemeinde.

Der Schwerpunkt lag – nach einer kurzen Ansprache von Pastor Timo Grebe – auf dem Gebet in kleinen Gruppen. Beim heutigen (vorgegebenen) Thema ging es um die Gemeinde als „Schleifstein“. Hier ein Satz von Pastor Grebe, der mir sehr gut gefiel: „Schärfen will gelernt sein, Kritik üben auch – denn der Ton macht die Musik.“

Im Begleitmagazin zu dieser Gebetswoche war zum Thema zu lesen: „Ein Schwert taugt nichts für den Kampf und ein ungeschliffenes Messer ist eine Plage in jeder Küche … So unerlässlich wie das Schleifen einer Klinge ist, so soll auch das gegenseitige Schleifen des Charakters in der Gemeinschaft unter Christen sein … Nur in der Gemeinschaft mit anderen kann ich mich in Geduld, Liebe, Vergebung, Annahme und vielen anderen Lebensbereichen üben und so geformt werden, wie es Jesus gefällt.“

Und als persönliches Gebet war im Heft abgedruckt:

„Ich bitte um Vergebung, wo ich ein hartes Herz für Korrektur hatte. Ich bitte um Vergebung, wo ich andere verletzt und hartherzig korrigiert habe.
Himmlischer Vater, schenke mir die Bereitschaft, mich von anderen Menschen schleifen zu lassen. Herr Jesus, forme du meinen Charakter durch andere, damit ich dir besser dienen kann. Heiliger Geist, hilf mir, Kritik zu prüfen und anzunehmen.“

Diesem Gebet will ich nichts hinzufügen.

Wie Gott Gebete (nicht) erhört

Gebetszettel an der Klage- (bzw. West-)Mauer in Jerusalem.


Deutsch
:
Wir erbitten von Gott, was uns gefällt. Und wir bekommen von ihm, was uns nottut. Léon Marie Bloy (1846-1917)

English:
We ask God what we like. And we get from him what we really need. Léon Marie Bloy (1846-1917) [picture]

Español:
Le pedimos a Dios lo que nos gusta. Y obtenemos de él lo que realmente necesitamos. Léon Marie Bloy (1846-1917) [Foto]