Tag 9: Faszinierende Unterwasserwelt!

Freitag, 7. Juni 2019. Der praktisch vorletzte Tag unserer Reise war als Bade- und Erholungstag am Roten Meer mit einem „Abschiedsabend“ geplant. So haben wir ihn auch erlebt und genossen.

Die Unterwasserwelt des Roten Meeres und die ganzjährige Badesaison haben Eilat zu Israels internationalem Ferien- und Wassersportzentrum gemacht. Daher war es nicht verwunderlich, dass die Stadt voll war, da die Israelis Feiertage hatten und mit ihren Familien unterwegs waren. (Eilat hat 49.000 Einwohner ca. 12.000 Hotelbetten in etwa 200 Hotels.)

In Sichtweite von Eilat liegt gegenüber Aqaba (Jordanien), nach ca. 11 km beginnt im Süden bereits Ägypten. Wenige Kilometer von hier entfernt dürften die Israeliten nach ihrer Wanderung durch den Sinai marschiert sein. Und in diesem Hafen ist wohl die Königin von Saba ans Land gegangen, um Salomo in Jerusalem zu besuchen.

Zuerst sind wir mit dem Bus zum Unterwasser-Observatorium Marine Park gefahren. Dort kann man sechs Meter unter der Wasseroberfläche durch große Fenster die filigranen Korallenbänke und die bunt schillernden Fische beobachten. In den Außenbecken konnten wir große Schildkröten sehen, die hier in einer kleinen Sandinsel die Eier legen können. Die Babyschildkröten kommen später in das größere Becken und etwa zwei Jahre später werden sie in die Freiheit ins Rote Meer entlassen. In der Haifisch-Welt (mit 3 Mio. Liter Wasser) schwimmen etwa 20 Arten von Haien zusammen mit vielen anderen Fischen (bspw. Riesenmantas). Insgesamt gibt es im Marine Park 800 Tierarten. Elís Fazit: „Wir haben einen großartigen, fantasievollen Schöpfer. Und wenn man manches Fischgesicht betrachet, muss man ergänzen: mit einem großen Sinn für Humor!“

An einem gebührenpflichtigen Strand zwischen dem Marine Park und der Stadt hatten wir die Gelegenheit zu baden und zu schnorcheln. (Die Ausrüstung konnte man dort ausleihen.) Es gab dort Duschen, Umkleidekabinen und sanitäre Anlagen. Nach ca. zwei Stunden hatten wir um die Mittagszeit die Wahl: Dort länger bleiben (was ein paar taten), mit dem Bus zurück zum Zentrum oder mit dem Bus zurück ins Hotel zu fahren. (Ein paar kehrten nach ein paar Stunden mit einem Sammeltaxi zurück ins Hotel, ein sportliches Ehepaar legte sogar den kilometerlangen Weg zu Fuß zurück!)

Einige, die sich für die Rückkehr zum Hotel entschieden hatten, konnten nach dem Umziehen und/oder Ausruhen das nur ein paar Meter entfernte Ice Park & Mall besuchen, um dort zu shoppen, zu essen oder einfach dem bunten Treiben zuzuschauen. Es handelt sich um einen Gebäudekomplex aus Eissporthalle und Einkaufszentrum. Er hat mit 105 Meter im Durchmesser die im Nahen Osten größte Kuppel mit einem hölzernen Tragsystem. Auf der 1800 qm großen Eislauffläche finden auch sportliche Events statt. Und das Beste bei den in Eilat herrschenden Temperaturen: Es ist herrlich gekühlt! Das Einkaufszentrum verläuft über zehn Ebenen, es gibt Schnell- und richtige Restaurants für alle Geldbörsen und Geschmäcker. Und es ist mit den vielen Unterhaltungsmöglichkeiten ein Paradies für israelische Familien, mit dem Zusatzvorteil, dass man hier duty free einkaufen kann.

Da es davon auszugehen war, dass wir beim Abschiedsessen am Sabbatabend im Restaurant in Jaffa nicht unter uns sein würden, zogen wir die (offizielle) Verabschiedung von Silke vor und hatten im Synagogenraum des Hotels einen schönen, besinnlichen Abend. Zum Abschluss erzählte uns Elí die Geschichte des blinden Kranken, der seinem Zimmerkollegen die wunderbare Welt draußen in den schönsten Farben malte: Durch den Glauben dürfen wir als Kinder Gottes einen Blick in Gottes neue Welt werfen, die er vorbereitet. Es wäre unfair, anderen nichts davon zu erzählen!


Aus der Morgenandacht vom 7.6.2019 im Bus:
(Die „hässliche“ Frau des Arbeitskollegen)

Wir sehen Menschen, die wir lieben, nicht mit den natürlichen Augen, sondern mit der Brille des Herzens. Und genauso sieht uns Gott auch – weil er uns liebt!

Aus der Abendandacht vom 7.6.2019 im Hotel:
(Der blinde Bettnachbar im Krankenzimmer)

Menschen, die aus der Hoffnung leben, sehen weiter. Menschen, die aus der Liebe leben, sehen tiefer. Menschen, die aus dem Glauben leben, sehen alles in einem anderen Licht.


Weitere Informationen:

edp – Eine Denk-Pause