Kategoriearchiv: Nachdenkliches

Weit weg kann plötzlich ganz nah werden!

HINGESCHAUT. (5)

Kleine Beobachtungen. Große Gedanken.

Ist das wahr oder fake? Kaum zu fassen, was zu sehen ist! (Foto: Wolfgang Staehle, publ. domain; American Airlines Flight 11 Anflug in den Nordturm des WTC, von automatischer Kamera in Brooklyn aufgenommen)
Plötzlich ist man kein kühler Beobachter mehr! (Kurzfassung auf Instagram: #edp51)

11. September 2001.
Meine Frau und ich bekommen noch heute Gänsehaut, wenn wir an diesen Abend vor 25 Jahren zurückdenken.

Schon am Nachmittag hatten wir eine Sitzung des Aufsichtsrats im Verlag in Lüneburg vorzeitig beendet. Einer der Teilnehmer hatte uns die Bilder gezeigt: Passagierflugzeuge, die in die Türme des World Trade Centers flogen. Am Abend saßen meine Frau und ich vor dem Fernseher und konnten noch immer nicht fassen, was wir sahen.

New York ist rund 6.000 Kilometer Luftlinie von Lüneburg entfernt. Ziemlich weit weg, oder?

Plötzlich klingelte das Telefon. Unser jüngerer Sohn rief vom Flughafen Frankfurt an – völlig aufgeregt. Da waren wir irritiert: Er ist doch auf dem Weg nach Mexiko! Oder besser gesagt: Er war auf dem Weg nach Mexiko. Seine Maschine musste vor dem sogenannten „Point of no Return“ kehrtmachen und nach Frankfurt zurückfliegen. Unser Sohn wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, was eigentlich geschehen war.

Seine Aufregung hatte allerdings einen anderen Grund: Seine junge Ehefrau war ebenfalls unterwegs nach Mexiko, denn beide wollten dort ihre Familie besuchen. Nur saß sie aus buchungstechnischen Gründen in einer anderen Maschine. Und von ihr wussten wir nichts.

Wir baten unseren Sohn, nach Hamburg weiterzufliegen und zu uns zu kommen. Und dann begann die verzweifelte Suche nach unserer Schwiegertochter.

Halifax ist die Hauptstadt der Provinz Nova Scotia in Kanada. Sie liegt an der Ostküste der Nova-Scotia-Halbinsel am Nordatlantik.

Wegen der unterschiedlichen Flugnummern ließ sich stundenlang nicht herausfinden, was mit ihrer Maschine geschehen war. Erst am folgenden Abend kam der erlösende Anruf: Das Flugzeug hatte den „Point of no Return“ bereits überschritten, war weiter nach Westen geflogen und schließlich mit 46 weiteren Maschinen im kanadischen Halifax gelandet.

Die Passagiere waren dort praktisch abgeschnitten. Sie hatten keine Informationen darüber, was geschehen war – geschweige denn, wann und wie es weitergehen würde. Schließlich war der Kapitän des Wartens müde. Er beschloss, einen großen Bogen um den amerikanischen Luftraum zu fliegen und direkt nach Mexiko-Stadt weiterzufliegen.

Wir ermutigten unseren Sohn, nach einer beruhigenden Zwischenphase ebenfalls nach Mexiko zu fliegen. Dort konnte er seine Frau und ihre Familie endlich wiedersehen – und hoffentlich nach all der Aufregung eine schöne gemeinsame Zeit verbringen.

Dieses traumatische Erlebnis hat mir etwas sehr deutlich gemacht: Was sehr weit entfernt geschieht, kann plötzlich ganz nah sein, wenn Menschen, die wir lieben, mittendrin sind und unmittelbar davon betroffen werden.

Zu viel Leid und Gewalt. Frei Haus. Abschalten? (Foto: Tumisu, pixabay.com)
Wenn die Welt ins Wohnzimmer kommt

Heute bekommen wir praktisch alles, was irgendwo auf der Welt geschieht, frei Haus geliefert – oft sogar während wir am Esstisch sitzen. Kriege, Naturkatastrophen, Terroranschläge, Hungersnöte und persönliche Schicksale. Ein Klick genügt, und wir sind dabei.
Die Entfernung kann dabei täuschen. Kiew liegt beispielsweise nur rund 1.500 Kilometer von Hamburg entfernt. Aber selbst wenn ein Ereignis 10.000 Kilometer entfernt stattfindet: Für die Menschen, die es erleben, gibt es kein „weit weg“.

Zugleich kann die ständige Flut schlechter Nachrichten überfordern. Wer jeden Tag mit neuen Bildern von Leid und Gewalt konfrontiert wird, stumpft leicht ab. Manchmal ist die Versuchung groß, einfach abzuschalten: Nachrichten aus, Handy weg – und weiterleben. Das kann durchaus sinnvoll sein. Niemand muss sich permanent mit allem beschäftigen, was in der Welt geschieht.

Aber es gibt noch eine andere Möglichkeit: nicht wegzusehen, ohne sich vom Leid überwältigen zu lassen.

Ich versuche deshalb, Nachrichten, die mich beschäftigen, in meine Gebete aufzunehmen.

  • Die Menschen, die leiden.
  • Die Angehörigen, die um jemanden bangen oder trauern.
  • Die Rettungskräfte, die helfen.
  • Und auch die Politiker und andere Entscheidungsträger, die Einfluss darauf haben, ob Konflikte eskalieren oder beendet werden.

Dabei geht es nicht darum, Gott über die neuesten Ereignisse zu informieren. Er weiß längst, was geschehen ist – und kennt auch die Dinge, die wir nicht sehen: die Hintergründe, die Motive, die Ängste und die persönlichen Schicksale hinter einer Nachricht.

Das Leid an einen Größeren abgeben. Wohl die bessere Alternative.
Ein noch Größerer hat das letzte Wort

Für mich verändert das Gebet dennoch etwas. Es hilft mir, das Leid nicht einfach nur zu konsumieren. Ich kann es abgeben – und zugleich daran festhalten, dass diese Welt nicht das letzte Wort hat.

Ich glaube daran, dass Gott für Gerechtigkeit sorgen wird und dass er einen dauerhaften Frieden schaffen möchte, der diesen Namen wirklich verdient. Zugegeben: Es dauert lange. Sehr lange. Für uns jedenfalls. Und für Menschen, die unmittelbar von Krieg, Gewalt oder Verlust betroffen sind, muss die Zeit bis dahin oft unendlich lang erscheinen.

Warum greift Gott nicht früher ein? Warum lässt er manches zu? Auf viele dieser Fragen habe ich keine befriedigende Antwort. Vielleicht hilft mir gerade deshalb ein Satz aus dem Buch Jesaja. Gott erinnert uns daran, dass unsere Perspektive begrenzt ist:

„Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken“, sagt der HERR, „und meine Wege sind nicht eure Wege. Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so viel höher stehen meine Wege über euren Wegen und meine Gedanken über euren Gedanken.“ (Jesaja 55,8.9 NLB)

Das bedeutet für mich nicht, dass ich alles verstehen muss. Aber ich darf darauf vertrauen, dass Gott mehr sieht als ich.

Und dann ist da noch diese Zusage, die Jeremia übermittelt bekam – Worte, die auch heute Hoffnung geben können:

„Ich allein weiß, was ich mit euch vorhabe: Ich, der HERR, habe Frieden für euch im Sinn und will euch aus dem Leid befreien. Ich gebe euch wieder Zukunft und Hoffnung. Mein Wort gilt!“ (Jeremia 29,11 Hfa)

Vielleicht ist das eine gute Antwort auf die vielen Nachrichten, die täglich auf uns einstürzen: nicht gleichgültig werden, nicht verzweifeln – sondern hinschauen, mitfühlen, beten und darauf vertrauen, dass Gott das letzte Wort haben wird.

 

Abstract:
How we, as a family, experienced 11 September 25 years ago, when our son and his young wife were on their way to Mexico – on separate flights. His flight had to turn back to Frankfurt, whilst hers continued on …
What happens far away can suddenly feel very close when people we love are right in the thick of it and are directly affected.
What is the best way to deal with the flood of negative news that the media delivers to our doorsteps?

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Resumen
Cómo vivimos como familia el 11 de septiembre de hace 25 años, cuando nuestro hijo y su joven esposa iban de camino a México, cada uno en un avión diferente. Su avión tuvo que dar media vuelta hacia Fráncfort, el de ella siguió su ruta…
Lo que ocurre muy lejos puede estar de repente muy cerca cuando las personas a las que queremos se ven envueltas en ello y se ven directamente afectadas.
¿Cuál es la mejor manera de hacer frente a la avalancha de noticias negativas que nos traen los medios de comunicación directamente a casa?

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Worüber wir uns alles aufregen

HINGESCHAUT. (4)

Kleine Beobachtungen. Große Gedanken.

Heute schon gemeckert?
Meiner Frau gefiel mein Bart gut. (Foto: Standesamtliche Trauung 1976 in Darmstadt)

Als junger Pastor trug ich schon einen Bart. Das gefiel einem älteren Gemeindeglied überhaupt nicht. Für ihn gehörten Bärte einfach nicht auf eine Kanzel. Auch meine Mutter war kein großer Fan meines Bartes. Deshalb rasierte ich ihn zu Beginn eines längeren Urlaubs ab. Doch das Ergebnis überzeugte mich nicht. Meine Frau fand den „neuen“ Mann an ihrer Seite ebenfalls nicht besonders attraktiv. Also ließ ich den Bart wieder wachsen — trotz der Meinung des Gemeindegliedes. Und trotz der Kommentare meiner Mutter.

Heute muss ich darüber schmunzeln. Aber die Geschichte hat mich etwas gelehrt: Wie viel Energie verschwenden wir eigentlich damit, uns über Dinge aufzuregen, die bei genauer Betrachtung gar nicht wichtig sind?

Ein Bart ist nur ein Bart. Doch oft geht es um viel mehr: Kleidung, Frisur, Gewohnheiten, Lebensstil oder andere Kleinigkeiten. Dinge, die uns an anderen stören, obwohl sie uns eigentlich nichts angehen. Wenn wir uns daran festbeißen, kann etwas entstehen, das viel größer ist als der ursprüngliche Anlass: Distanz. Vorurteile. Barrieren. Manchmal sogar regelrechte Mauern zwischen Menschen.

Der Apostel Paulus gab den Christen in Philippi einen bemerkenswerten Rat: „Denkt über das nach, was rein und liebenswert und bewunderungswürdig ist, über Dinge, die Auszeichnung und Lob verdienen.“ (Philipper 4,8) Das ist ein hilfreicher Perspektivenwechsel: Nicht ständig danach suchen, was uns stört. Sondern bewusst wahrnehmen, was gut ist. Was liebenswert ist. Was wir am anderen schätzen können.

Jesus war darin ein Meister. Er konnte das Gute in Menschen entdecken – manchmal sogar dort, wo andere längst aufgegeben hatten. Er sah Möglichkeiten, wo andere nur Schwächen sahen.

  • Hätte Jesus seine Mitarbeiter mit meinem kritischen Blick ausgesucht, wäre seine Gruppe vermutlich deutlich kleiner ausgefallen. Zwölf Männer hätte er kaum zusammenbekommen. Vielleicht nicht einmal drei.
  • Und mich hätte er zweitausend Jahre später wahrscheinlich ebenfalls aussortiert.

Wir Menschen sind erstaunlich schnell darin, die Macken anderer zu entdecken. Ein falsches Wort, eine seltsame Angewohnheit, ein Kleidungsstück, das uns nicht gefällt – schon haben wir etwas gefunden, worüber wir uns ärgern können. Beim Guten sind wir oft viel langsamer. Vielleicht sollten wir das einmal umdrehen:

Nicht zuerst fragen: Was stört mich an diesem Menschen?
Sondern: Was kann ich an ihm entdecken, das liebenswert und bewundernswürdig ist?

Das würde manche Begegnung verändern. Vielleicht sogar manche Beziehung. Und vielleicht würde uns dann auch der eine oder andere Bart etwas weniger stören.

 

Abstract:
Your beard’s getting on my nerves! All the things we get worked up about.
We humans are astonishingly quick to spot other people’s quirks. When it comes to their good qualities, we’re often much slower. Perhaps we should turn this around: instead of asking first, ‘What bothers me about this person?’, we should ask, ‘What can I find in them that is endearing and admirable?’.

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Resumen
¡Tu barba me molesta! De todo lo que nos enfadamos
Los humanos somos increíblemente rápidos a la hora de descubrir los defectos de los demás. Sin embargo, cuando se trata de encontrar lo bueno, solemos tardar mucho más. Quizás deberíamos darle la vuelta a esto: no preguntarnos primero «¿qué me molesta de esta persona?», sino «¿qué puedo descubrir en ella que sea digno de cariño y admiración?».

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Sorglos über den Wolken?

HINGESCHAUT. (3)

Kleine Beobachtungen. Große Gedanken.

Mehr Freiheit ist kaum möglich, aber grenzenlose? (Foto:Leszek Stepien, pixabay.com)

Während unserer jährlichen Urlaube am Bodensee beobachte ich gerne die Flugzeuge, die über uns hinwegziehen. Wegen der Nähe zum Flughafen Zürich sind es mehr als genug. Besonders spannend wird es, wenn ich auf Flightradar nachsehe, woher sie kommen und wohin sie fliegen. Dabei bekomme ich jedes Mal Lust, selbst wieder einmal über den Wolken zu schweben.
Obwohl ich schon unzählige Male geflogen bin, fasziniert mich der Blick aus dem Flugzeugfenster immer wieder: Die Landschaft wird kleiner, Straßen und Häuser verschwimmen zu Linien und Punkten. Was mir am Boden groß und wichtig erscheint, wirkt plötzlich erstaunlich klein.

Fast jedes Mal muss ich dabei an Reinhard Meys berühmtes Lied denken. Er beschreibt darin den Wunsch eines Menschen, der am Flugplatz einem startenden Flugzeug hinterherschaut und selbst gerne mitgeflogen wäre:
„Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.“
„Alle Ängste, alle Sorgen, sagt man, blieben darunter verborgen …“
Und schließlich:
„… und dann würde, was uns groß und wichtig erscheint, plötzlich nichtig und klein.“ (Lied live beim ZDF)

Kurzfassung auf Instagram abrufbar: @edp51
Die „Zerrissene Perlenkette“ bei Überlingen ist eine Gedenkstätte für die 71 Opfer des schweren Flugzeugabsturzes im Jahr 2002. Die Künstlerin Andrea Zaumseil schuf eine neunteilige Plastik aus großen Edelstahl-Kugeln und einem gerissenen Stahlseil im Wald bei Brachenreuthe. Die Kugeln liegen an den Stellen, an denen Trümmer auf den Boden trafen. Sie symbolisieren den abrupt abgebrochenen Lebensfaden der Opfer. (Foto: Thomas Berendes, pd)

Aber wie grenzenlos ist die Freiheit über den Wolken wirklich?
Selbst wer im Cockpit sitzt und ein Flugzeug steuert, ist keineswegs grenzenlos frei. Er muss sich an Navigationsregeln halten, Naturgesetze beachten, den Treibstoff im Blick behalten und auf die Anweisungen der Flugkontrolle reagieren.

Mit Entsetzen denke ich dabei an die Flugzeugkollision von Überlingen im Juli 2002 – nur etwa 20 Kilometer Luftlinie von unserem gewohnten Urlaubsort entfernt. In rund 10.600 Metern Höhe kollidierten kurz vor Mitternacht zwei Flugzeuge. 71 Menschen kamen ums Leben, darunter 49 Kinder. Ausgerechnet dort oben, in dem scheinbar grenzenlosen Himmel, wurde auf erschütternde Weise deutlich: Auch über den Wolken gibt es Grenzen. Und es gibt Gefahren.

Auch Ängste und Sorgen verschwinden natürlich nicht einfach, nur weil wir höher fliegen. Wir nehmen sie mit. Manchmal sitzen sie neben uns im Flugzeug – unsichtbar, aber sehr real. Was allerdings stimmt, ist Reinhard Meys anderer Gedanke: Mit zunehmender Höhe verändert sich unser Blick auf die Dinge. Was uns unten riesig und unüberwindbar erscheint, wird plötzlich klein.

Vielleicht kennen wir das auch aus unserem Alltag. Ein Streit, der uns tagelang beschäftigt, wirkt nach ein paar Wochen schon ganz anders. Eine berufliche Niederlage, die sich zunächst wie eine Katastrophe anfühlt, verliert mit der Zeit an Gewicht. Und manchmal braucht es nur ein wenig Abstand, um zu erkennen: Ich habe gerade etwas viel größer gemacht, als es wirklich war.

Genau hier wird für mich der Gedanke an Gott wichtig. Gott steht nicht nur über den Wolken. Er hat den Überblick, den wir selbst niemals haben können. Er sieht mein ganzes Leben – auch dort, wo ich selbst nur den nächsten Schritt erkennen kann. Das verändert nicht automatisch die schwierigen Situationen. Aber es kann meinen Blick auf sie verändern.

Vielleicht ist das eine der großen Fragen unseres Lebens: Was erscheint mir gerade riesig – und was ist es tatsächlich wert, so viel Raum in meinem Leben einzunehmen?
Die Bibel lädt uns immer wieder dazu ein, das Leben aus einer größeren Perspektive zu betrachten. Nicht, um unsere Sorgen kleinzureden. Sondern um sie in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Denn wir können Ängste und Sorgen manchmal verdrängen, überspielen oder für eine Weile unter den Teppich kehren. Aber wirklich frei werden wir dadurch nicht. Die Freiheit, von der Reinhard Mey singt, ist deshalb für mich mehr als ein schönes Bild vom Fliegen.

Ich glaube: Wirklich frei werden wir dort, wo wir nicht mehr alles selbst kontrollieren müssen. Wo wir unsere Grenzen akzeptieren – und darauf vertrauen, dass einer den Überblick behält, wenn wir ihn verlieren.

Vielleicht beginnt genau dort eine Freiheit, die tatsächlich grenzenlos ist: eine Freiheit, die nicht darin besteht, keine Grenzen zu haben, sondern darin, innerhalb unserer Grenzen nicht von Angst beherrscht zu werden. Eine Freiheit, die nur eine Grenze kennt: die Liebe. (edp)

 

Abstract:
Limitless freedom above the Clouds?
Whenever I watch planes flying overhead, I am fascinated by the thought of travelling above the clouds. From that height, everything that seems so large and important on the ground suddenly looks tiny and insignificant.
Reinhard Mey’s famous song captures this longing: “Above the clouds, freedom must surely be limitless.” But is it really? Even pilots are bound by rules, nature, fuel and air traffic control. And the tragedy of the 2002 Überlingen mid-air collision, in which 71 people died, reminds us painfully that there are dangers and boundaries even in the seemingly limitless sky.
Our worries do not simply disappear when we rise above them. But distance can change our perspective: problems that seem overwhelming today may look much smaller with time.
For me, this is where faith in God becomes important. God sees the bigger picture when we cannot. True freedom, I believe, does not mean having no boundaries or worries. It means accepting our limits and trusting that we do not have to control everything ourselves. Perhaps that is where a truly limitless freedom begins: not in being free from all boundaries, but in no longer being ruled by fear.

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Resumen
¿Libertad sin límites por encima de las nubes?
Cada vez que veo aviones volando sobre mi cabeza, me fascina la idea de viajar por encima de las nubes. Desde esa altura, todo lo que en tierra parece tan grande e importante de repente se vuelve pequeño e insignificante.
La famosa canción de Reinhard Mey expresa precisamente ese anhelo: «Sobre las nubes, la libertad debe de ser ilimitada». Pero ¿lo es realmente? Incluso los pilotos están sujetos a reglas, a las leyes de la naturaleza, al combustible y a las instrucciones del control aéreo. Y la tragedia de la colisión aérea de Überlingen, en 2002, en la que murieron 71 personas, nos recuerda dolorosamente que incluso en un cielo aparentemente infinito existen límites y peligros.

Nuestras preocupaciones tampoco desaparecen simplemente cuando nos elevamos por encima de ellas. Pero la distancia puede cambiar nuestra perspectiva: los problemas que hoy parecen insuperables pueden adquirir otra dimensión con el tiempo.
Para mí, aquí es donde cobra importancia la fe en Dios. Dios ve el panorama completo cuando nosotros no podemos hacerlo. Creo que la verdadera libertad no consiste en vivir sin límites ni preocupaciones, sino en aceptar nuestras propias limitaciones y confiar en que no tenemos que controlarlo todo. Quizá ahí comienza una libertad realmente ilimitada: no en vivir sin fronteras, sino en no dejar que el miedo gobierne nuestra vida.

 

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Wie viel Furie steckt in uns?

HINGESCHAUT. (2)

Kleine Beobachtungen. Große Gedanken.

Selva entgeht aber auch nichts. Wie gut sich beide verstehen! (Foto: Daniel Diez)

Sie ist ganz lieb und friedlich. Meistens jedenfalls. Unser älterer Sohn hat Selva vor acht Jahren aus dem Tierheim geholt. Sie kommt aus Spanien und ist ein Herdenschutzhund. Eigentlich könnte man sagen: Sie ist die Ruhe in Person … bis sie einen Hasen, eine Maus oder einen anderen Hund hört, sieht oder riecht! Dann wird aus der friedlichen Selva häufig plötzlich eine Furie. An der Leine ist sie kaum zu halten.

Wenn unser Sohn mit ihr spazieren geht, hält er deshalb Ausschau nach entgegenkommenden Hunden. Er versucht, Selva abzulenken oder sie ein Stück vom Weg wegzuführen. Meistens gelingt das. Als ich kürzlich im Wald einen solchen Selva-Ausbruch miterlebte, kamen mir zwei Fragen:

Kurzfassung auf Instagram abrufbar: @edp51
  • Kann Selva eigentlich etwas dafür, dass sie plötzlich so ausrastet? Wahrscheinlich nicht. Es gehört zu ihrem Instinkt, zu ihrer Natur. (Wir wissen auch nicht, welche Früherfahrungen sie gemacht hat, bevor sie ins Tierheim kam.)
  • Kann man ihr dieses Verhalten vollständig abtrainieren? Vermutlich auch nicht. Ein Herdenschutzhund bleibt schließlich ein Herdenschutzhund.

Aber wie ist das bei uns Menschen?

Sind wir von Natur aus friedlich, vernünftig und beherrscht? Sicher nicht immer. Jeder kennt Menschen, die plötzlich aus der Haut fahren. Und manchmal erleben wir es sogar bei uns selbst: Wir sagen oder tun etwas, von dem wir kurz danach denken: Das war eigentlich gar nicht ich!

Oder vielleicht doch? Sind wir von Natur aus friedlich, vernünftig und beherrscht? Sicher nicht immer. Jeder kennt Menschen, die plötzlich aus der Haut fahren. Und manchmal erleben wir es sogar bei uns selbst: Wir sagen oder tun etwas, von dem wir kurz danach denken: Das war eigentlich gar nicht ich!

Oder vielleicht doch?

Steckt in jedem von uns eine Art „Furie“, die unter bestimmten Umständen zum Vorschein kommen kann? Eine Seite, die wir normalerweise im Griff haben, die aber in einer schwierigen Situation plötzlich die Kontrolle übernimmt?

Die Bibel beschreibt genau dieses Phänomen. Sie spricht davon, dass der Mensch durch die Trennung von seinem Schöpfer – die sie „Sünde“ nennt – etwas in sich trägt, das ihn immer wieder von dem Guten wegzieht, das er eigentlich tun möchte.

Es ist wie ein innerer Widerstreit: Auf der einen Seite der Wunsch, gut zu handeln, liebevoll zu sein, gerecht und friedlich zu leben. Auf der anderen Seite Kräfte und Gewohnheiten, die uns immer wieder genau daran hindern.

Der Apostel Paulus beschreibt diesen Kampf sehr ehrlich. Er kennt den Widerspruch zwischen dem, was er eigentlich will, und dem, was er manchmal tatsächlich tut (Römer 7). Und der Prophet Jeremia stellt eine ernüchternde Frage: Kann ein Leopard seine Flecken verändern? (Jeremia 13,23)

Die Botschaft dahinter ist unbequem: Wir können uns nicht einfach selbst neu erfinden. Natürlich können wir uns zusammenreißen. Wir können an uns arbeiten, schlechte Gewohnheiten verändern und lernen, unsere Reaktionen besser zu kontrollieren. Das alles ist wichtig. Aber wer schon einmal erlebt hat, wie tief bestimmte Verhaltensmuster sitzen, weiß: Es gibt Grenzen unserer Selbstoptimierung.

Die Bibel setzt deshalb nicht nur auf mehr Disziplin, sondern auf Veränderung von innen. Sie beschreibt Gott als denjenigen, der einen Menschen tatsächlich neu anfangen lassen kann. Nicht so, dass plötzlich alles perfekt ist. Nicht so, dass die „Furie“ nie wieder auftaucht. Aber da ist eine stärkere Kraft, die uns unterstützt: Gottes Liebe.

Wer sich ihm anvertraut, muss nicht mehr allein gegen sich selbst kämpfen. Schritt für Schritt kann sich etwas verändern – unsere Gedanken, unsere Reaktionen, unser Umgang mit anderen und schließlich unser ganzes Wesen. Die Furie in uns verschwindet nicht auf Knopfdruck. Aber sie muss auch nicht mehr das letzte Wort haben.

 

Abstract:
In each of us, there seems to be more going on beneath the surface than we show to others. Our son´s dog Selva is a good example: usually peaceful and calm, she can suddenly turn into a fury when she sees a rabbit or another dog.

We humans know such moments too—times when we hardly recognize ourselves. Why do we sometimes do things we never intended to do? The Bible describes this inner conflict as a consequence of humanity’s separation from its Creator—what it calls “sin.”

Within us, good intentions and deeply rooted patterns of behavior struggle with each other.  Self-discipline and self-improvement can help, but they have their limits. That is why the Bible points not to change through our own efforts, but to transformation from within. God’s love can help us change, step by step, and become different people.

The “fury” inside us does not disappear at the push of a button—but it does not have to have the final word.

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Resumen
En cada uno de nosotros parece haber mucho más de lo que mostramos a los demás. Selva, la perra de nuestro hijo, es un buen ejemplo: normalmente tranquila y pacífica, puede convertirse de repente en una verdadera furia cuando ve un conejo u otro perro.

Los seres humanos también conocemos esos momentos en los que apenas nos reconocemos a nosotros mismos. ¿Por qué hacemos a veces cosas que en realidad no queremos hacer? La Biblia describe este conflicto interior como consecuencia de la separación del ser humano de su Creador, algo que llama «pecado».

En nuestro interior luchan las buenas intenciones y los patrones de comportamiento profundamente arraigados. La autodisciplina y el esfuerzo por mejorar pueden ayudar, pero tienen sus límites. Por eso, la Biblia no habla tanto de un cambio logrado con nuestras propias fuerzas, sino de una transformación desde dentro. El amor de Dios puede ayudarnos a cambiar paso a paso y a convertirnos en personas diferentes.

La «furia» que llevamos dentro no desaparece de un día para otro, pero tampoco tiene por qué tener la última palabra.

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Meine Hecke überlebte

HINGESCHAUT. (1)

Kleine Beobachtungen. Große Gedanken.

Man muss Hecken schneiden, damit sie dicht und gesund wachsen. Ein regelmäßiger Schnitt regt die Verzweigung der Triebe an und hält die Pflanze in Form. (Foto: Ray Shrewsberry, pixabay.com)

Immer, wenn ich mich der Gartenhecke widme, muss ich mich an meine „heroische“ Leistung an einem Herbsttag vor fast drei Jahrzehnten erinnern. Am freien Tag war ich stundenlang mit der Hecke beschäftigt und wartete gespannt aufs Urteil meiner Frau. Als sie abends nach Hause kam, war sie entsetzt: Die teilweise meterhohen Sträucher waren zu zentimeterhohen Stümpfen geschrumpft, von den zwei Obstbäumchen war fast nichts mehr zu sehen.

Kurzfassung auf Instagram abrufbar: @edp51

Manchmal muss etwas radikal geschnitten werden
Verständlich, dass ich die Hecke und die beiden Bäumchen im darauffolgenden Frühjahr fast täglich nach Lebenszeichen absuchte. Es dauerte lange, aber am Ende wurde mein Übereifer doch belohnt. Nicht nur, dass an den Sträuchern und Bäumen reichlich frische Triebe nachwuchsen, die sie später noch buschiger machten; ich hatte auch in Sachen Naturgesetze eine äußerst einprägsame Lektion gelernt.

Ob es bei uns Menschen auch so etwas wie einen „radikalen Schnitt“ geben kann, der zu einem heilsamen Anfang führt? Manchmal offenbar schon. Wir kennen solche Schnitte aus dem eigenen Leben.

  • Eine Beziehung zerbricht. Ein Arbeitsplatz geht verloren.
  • Eine Freundschaft endet.
  • Eine Krankheit zwingt uns, bisherige Pläne aufzugeben.
  • Oder wir erkennen irgendwann, dass eine Gewohnheit, eine Einstellung oder ein Lebensstil uns mehr schadet als guttut.

Was wir bisher für selbstverständlich gehalten haben, ist plötzlich nicht mehr möglich.

Solche Einschnitte tun weh. Und während wir mitten darinstecken, können wir uns kaum vorstellen, dass daraus jemals wieder etwas Gutes entstehen könnte. Doch vielleicht ist genau das der Moment, in dem wir nicht nur auf das schauen sollten, was verschwunden ist, sondern auch auf das, was neu wachsen kann.

Ein radikaler Schnitt bedeutet schließlich nicht automatisch das Ende. Beim Beschneiden eines Baumes wird zwar sichtbar etwas weggenommen. Aber gerade dadurch bekommt die Pflanze neue Kraft. Verzweigte, alte oder kranke Äste werden entfernt, damit neue Triebe entstehen können. Was zunächst nach Zerstörung aussieht, kann sich später als Voraussetzung für neues Leben erweisen.

Natürlich lässt sich diese Erfahrung nicht einfach auf jedes menschliche Schicksal übertragen. Nicht jeder Verlust hat einen verborgenen Sinn, und nicht jede schmerzhafte Erfahrung wird sich irgendwann als „gut“ herausstellen. Manche Wunden bleiben lange bestehen. Manche Fragen bekommen wir in diesem Leben nicht beantwortet. Aber eines dürfen wir hoffen: Ein schwieriger Schnitt muss nicht das letzte Kapitel unseres Lebens sein.

Die Bibel findet dafür ein bemerkenswertes Bild. Im Buch Hiob heißt es sinngemäß: „Für einen Baum gibt es immer noch Hoffnung, selbst wenn man ihn gefällt hat; aus seinem Stumpf wachsen wieder frische Triebe.“ (Hiob 14,7) Ich mag dieses Bild. Denn es spricht von Hoffnung, ohne die Realität des Verlustes schönzureden. Der Baum ist gefällt. Es bleibt nur ein Stumpf. Und trotzdem ist noch nicht alles vorbei.

Vielleicht ist das auch eine Botschaft für Menschen, die gerade selbst das Gefühl haben, nur noch aus einem „Stumpf“ zu bestehen: Nach einer Trennung. Nach einem Verlust. Nach einem Scheitern. Nach einer Entscheidung, die alles verändert hat. Oder einfach nach Jahren, in denen vieles anders gekommen ist, als man es sich vorgestellt hatte.

Der christliche Glaube geht noch einen Schritt weiter: Für Gott gibt es keinen hoffnungslosen Fall! Wo wir nur noch einen abgesägten Stamm sehen, sieht Gott möglicherweise schon den ersten neuen Trieb. Das bedeutet nicht, dass morgen plötzlich alles wieder gut ist. Aber es bedeutet, dass wir unsere Geschichte nicht vorschnell für beendet erklären sollten.

  • Vielleicht braucht es manchmal Geduld.
  • Vielleicht einen Menschen, der uns begleitet.
  • Vielleicht den Mut, etwas Altes loszulassen.
  • Vielleicht einen neuen Anfang, den wir uns heute noch gar nicht vorstellen können.
  • Und vielleicht braucht es einfach die Hoffnung, dass aus einem scheinbaren Ende tatsächlich wieder etwas wachsen kann.

Ich denke dabei manchmal an meine völlig verstümmelte Gartenhecke von damals. Meine Frau hatte allen Grund, über meinen „Radikalschnitt“ entsetzt zu sein. Aber die Natur war geduldiger als wir. Unter der Erde war das Leben längst weitergegangen. Und irgendwann zeigte es sich wieder – zuerst ganz unscheinbar, dann immer kräftiger.

Vielleicht ist das eine der schönsten Lektionen, die uns ein Garten geben kann: Nicht alles, was abgeschnitten aussieht, ist tot. Ob das auch für unser Leben gilt?

 

Abstract:

Sometimes something needs to be cut back radically — I learned that decades ago from my garden hedge. What looked like destruction at the time produced new, vigorous shoots the following spring.

Our lives also experience such radical cuts: breakups, losses, illness, failure, or necessary changes. Such setbacks hurt, and at first we often cannot see any meaning in them. But an ending does not necessarily mean the end of our story. Just as with a tree, removing what is old can create room for something new.
The Bible says: “There is still hope for a tree” (Job 14:7).

Not every loss has a hidden meaning, and some wounds remain for a long time. But the Christian faith says that no one is beyond hope in God’s eyes. Not everything that looks cut off is dead — perhaps new life is already growing underneath.

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Resumen
A veces es necesario hacer una poda radical; eso lo aprendí hace décadas con el seto de mi jardín. Lo que entonces parecía una destrucción hizo que, en primavera, brotaran nuevos y vigorosos tallos.

También en nuestra vida hay «podas radicales»: separaciones, pérdidas, enfermedades, fracasos o cambios necesarios. Estos golpes duelen y, al principio, muchas veces no logramos encontrarles ningún sentido. Pero un final no tiene por qué significar automáticamente el final de nuestra historia.

Como ocurre con un árbol, eliminar lo viejo puede crear espacio para algo nuevo. La Biblia dice: «Siempre hay esperanza para un árbol» (Job 14:7). No toda pérdida tiene un sentido oculto, y algunas heridas permanecen durante mucho tiempo. Pero la fe cristiana afirma que, para Dios, no existe ningún caso sin esperanza. No todo lo que parece cortado está muerto; quizá debajo ya está creciendo una nueva vida.

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Wenn selbst Messi das Ziel verfehlt

11-Meter-Schießen ist immer aufregend!

Neunte Minute im WM-Spiel Argentinien gegen Österreich. Elfmeter für Argentinien. Im Stadion herrscht gespannte Stille. Einer der größten Fußballer aller Zeiten läuft an: Lionel Messi. Millionen Augenpaare verfolgen den Schuss. Doch dann geht ein hörbares Raunen durch das Stadion: Messi schießt vorbei. Das Tor um wenige Zentimeter verfehlt.

Ein Fehlschuss. Mehr nicht. Und doch erinnert mich diese Szene an ein interessantes Wort aus dem Neuen Testament. Das griechische Wort „hamartía“, das meist mit „Sünde“ übersetzt wird, bedeutet ursprünglich: ein Ziel verfehlen. Viele Menschen verbinden mit dem Begriff „Sünde“ vor allem Verbote, Regeln oder moralische Fehler. Das griechische Grundwort beschreibt jedoch zunächst etwas anderes: Da ist ein Ziel vorgegeben, aber es wird nicht getroffen.

Das kennen wir alle. Nicht nur auf dem Fußballplatz:

  • Wir nehmen uns vor, geduldiger zu sein – und werden doch laut.
  • Wir möchten ehrlich sein – und verschweigen die Wahrheit.
  • Wir wollen Zeit für Menschen haben, die uns wichtig sind – und vertrödeln Stunden mit Dingen, die am Ende keine Bedeutung haben.
  • Wir möchten lieben, helfen, vergeben, verstehen – und schaffen es oft nicht.

Wir verfehlen Ziele. Nicht immer absichtlich. Manchmal aus Schwäche, manchmal aus Bequemlichkeit, manchmal aus Angst oder Gedankenlosigkeit.

Auch die Bibel beschreibt die Beziehung zwischen Mensch und Gott in dieser Weise. Gott hat sich das Leben des Menschen als etwas Gutes, Vertrauensvolles und Liebendes gedacht. Doch wir bleiben hinter diesem Ziel zurück. Wir leben oft so, als kämen wir auch ohne ihn aus. Wir drehen uns um unsere eigenen Interessen und verlieren dabei den Blick für das, was wirklich wichtig ist. Die Folgen spüren nicht nur wir selbst.

  • Wer das Ziel der Liebe verfehlt, verletzt andere Menschen.
  • Wer das Ziel der Ehrlichkeit verfehlt, zerstört Vertrauen.
  • Wer das Ziel der Barmherzigkeit verfehlt, hinterlässt Wunden.

Viele Konflikte in Familien, Freundschaften oder sogar zwischen ganzen Völkern entstehen letztlich dadurch, dass Menschen an den eigentlichen Zielen des Lebens vorbeileben.

Der Fehlschuss eines Fußballstars ist nach wenigen Minuten vergessen (bei Messi zum Beispiel, als er 30 Minuten später das erste Tor für Argentinien schoss und in der 90. Minute auch noch das zweite). Das Spiel geht weiter. Im Leben tragen verfehlte Ziele manchmal längere Folgen nach sich. Aber gerade deshalb ist es wichtig, sie ehrlich wahrzunehmen.

Die gute Nachricht des christlichen Glaubens beginnt nicht damit, dass Menschen perfekt sein müssten. Sie beginnt mit der ehrlichen Einsicht: Ja, wir verfehlen immer wieder das Ziel. Doch Gott schreibt uns deshalb nicht ab. Er lädt uns ein, neu anzufangen, Kurskorrekturen vorzunehmen und uns wieder an dem auszurichten, was wirklich zählt. Vielleicht ist das eine der wichtigsten Fragen überhaupt: Auf welches Ziel richte ich mein Leben eigentlich aus? Und treffe ich es noch? Denn selbst die Größten können daneben schießen. Messi ebenso wie wir. (KI-unterstützt verfasst)

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