Willkommen auf meiner Wochenseite mit folgenden Themen: Nachdenkliches zum Sabbatgruß „Shabbat Shalom“ und zum Gedicht von Shalom Ben-Chorin über den blühenden Mandelzweig als Zeichen dafür, dass das Leben siegt – wie passt beides zur aktuellen kriegerischen Weltlage? / Erstaunlich, welche Heilkraft die Zwiebel besitzt! / ARTE-TV-Doku „Das vergessene Erbe der arabischen Heilkunst“ / Glaube im Untergrund: Christen im Iran.
Viel Zuversicht für die neue Woche!
Welcome to my weekly web page with the following topics: Reflections on the Sabbath greeting ‘Shabbat Shalom’ and on Shalom Ben-Chorin’s poem about the blossoming almond branch as a sign that life prevails – how do both fit in with the current war-torn world situation? / It’s amazing what healing powers onions have! / ARTE TV documentary ‘The forgotten heritage of Arab medicine’ / Faith on the underground: Christians in Iran.
Best wishes for the new week!
To translate the current homepage to English, you can use the translation function in your web browser.
Bienvenidos a mi espacio web semanal con los siguientes temas: Reflexiones sobre el saludo sabático «Shabbat Shalom» y el poema de Shalom Ben-Chorin sobre la rama de almendro en flor como símbolo de que la vida vence: ¿cómo encajan ambos en la actual situación bélica mundial? / ¡Es sorprendente el poder curativo que tiene la cebolla! / Documental de ARTE-TV «El legado olvidado de la medicina árabe» / Fe clandestina: cristianos en Irán.
¡Mucha energía para la nueva semana!
Para traducir esta página web al español, puedes utilizar el traductor integrado en tu navegador.
NACHDENKLICHES
„Shabbat Shalom“ mitten im Krieg?
Schon acht Tage Krieg im Nahen Osten: Wie passt der Gruß „Shabbat Shalom“ dazu? Und wie das Gedicht von Shalom Ben-Chorin vom Mandelzweig, der wieder blüht und treibt als Fingerzeig, dass die Liebe bleibt und das Leben siegt?
Kann man angesichts von Terror, Bombardierungen, Flüchtlingen, Leid auf allen Seiten – wirklich noch vom „Sabbatfrieden“ sprechen? Ist das nicht fromme Verdrängung? Dieser Gruß ist kein Smalltalk. Er ist tatsächlich ein Zeichen der Hoffnung. Der Sabbat erinnert uns jede Woche daran: Die Welt gehört nicht der Gewalt, sondern Gott. Weder die Raketen noch die Machtpolitik haben das letzte Wort, sondern der Schöpfer, der die Welt auf Frieden hin geschaffen hat. Shalom ist mehr als Waffenstillstand. Das hebräische Wort meint nicht nur die Abwesenheit von Krieg. Es meint Ganzheit, Heil, Versöhnung – das Geborgensein des Menschen in Gott und das Versöhntsein mit ihm und mit den Mitmenschen.
Der jüdische Religionsphilosoph Shalom Ben-Chorin schrieb sein Gedicht als einer, der Exil, Verfolgung und den Abgrund des 20. Jahrhunderts kannte. Er wusste, was geschieht, wenn Hass sich politisch organisiert. Und doch spricht er vom Mandelzweig – als Zeichen der Liebe und der Treue Gottes; denn der Mandelbaum ist in der biblischen Tradition ein Hoffnungszeichen. Er blüht früh – manchmal noch im Winter. Sein hebräischer Name (schaked) ist verwandt mit dem Wort für „wachen“. In der prophetischen Tradition wird er zum Symbol dafür, dass Gott über seinem Wort wacht. Der Mandelzweig sagt nicht: Alles ist gut. Er sagt: Gott hat die Welt nicht aufgegeben. Ein „Fingerzeit“: Inmitten der Geschichte gibt es Zeichen, die auf Gottes Treue verweisen. Sie heben das Leid nicht auf. Aber sie widersprechen seiner Endgültigkeit.
Der Sabbat ist nicht nur Erinnerung an den Anfang der Schöpfung, sondern Vorschau auf deren Ziel. Wenn wir „Shabbat Shalom“ sagen, bekennen wir unseren Glauben an die Zukunft Gottes: Die Welt, wie sie ist, ist nicht die Welt, wie sie bleibt. Der Krieg ist real – aber nicht ewig. Der Hass ist groß und weit verbreitet, aber die Liebe ist stärker. Gottes Wort verstummt nicht im Donner der Waffen. So wie der Mandelzweig im kalten Licht des Spätwinters blüht, so bekennt der Sabbat: Gottes Friede ist tiefer als unsere Geschichte.
Eine der vielen Versionen des Liedes „Freunde, dass der Mandelzweig …“ (1:47 Min.):
GESUNDHEIT
Heilende Lebensmittel (3/5) – Die heilende Kraft der Zwiebel (Teil 1)

Die Küchenzwiebel gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Schon im alten Ägypten, in der griechischen Medizin und in der europäischen Volksheilkunde wurde sie nicht nur als Nahrungsmittel, sondern auch als Heilmittel eingesetzt. Moderne Forschung bestätigt inzwischen mehrere therapeutisch relevante Eigenschaften der Zwiebel – vor allem aufgrund ihrer schwefelhaltigen Verbindungen und antioxidativen Pflanzenstoffe.
Wissenschaftlich untersuchte und medizinisch genutzte Wirkungen der Zwiebel:
1. Antibakterielle und antimikrobielle Wirkung: Zwiebeln enthalten ätherisches Öl, das aus einer Mischung von mehr als einhundert verschiedenen Substanzen besteht – besonders aus Schwefelverbindungen (Thiosulfinate, Cepaene, Sulfide und Allicin-ähnliche Substanzen). Diese Stoffe entstehen beim Zerschneiden der Zwiebel.
Laborstudien zeigen, dass Zwiebelextrakte das Wachstum zahlreicher Mikroorganismen hemmen können, darunter Staphylococcus aureus, Escherichia coli, Salmonellen und verschiedene Pilze. Die Wirkung beruht hauptsächlich darauf, dass Schwefelverbindungen bakterielle Enzyme blockieren und Zellmembranen von Mikroben schädigen.
Traditionelle Anwendungen sind: Zwiebelsaft bei Erkältung und Husten, Zwiebelsirup als mildes natürliches Antiseptikum; äußerlich bei kleinen Hautinfektionen oder Insektenstichen.
Die Evidenz stammt überwiegend aus Labor- und Tierstudien, während klinische Studien am Menschen begrenzt sind.
2. Schleimlösende Wirkung bei Husten: Eine der bekanntesten Anwendungen ist der Zwiebelsirup gegen Husten. Die Kombination aus ätherischen Schwefelverbindungen, Flavonoiden und mild reizenden Inhaltsstoffen führt zu gesteigerter Schleimsekretion, Verflüssigung von Bronchialsekret und leichter Reizung der Schleimhäute (der Hustenreiz wird produktiver). Zwiebelpräparate werden meist als Hausmittel mit plausibler pharmakologischer Grundlage eingestuft werden.
Zur Herstellung des Zwiebelsirups werden in Scheiben geschnittene Zwiebeln gekocht, zu einem Brei zerrieben und um ein paar Esslöffeln Honig angereichert.
3. Entzündungshemmende Effekte: Zwiebeln enthalten hohe Mengen des Flavonoids Quercetin. Dieses besitzt nachweislich antioxidative Eigenschaften, entzündungshemmende Effekte und Hemmung entzündungsfördernder Enzyme.
Studien zeigen Hinweise auf Nutzen bei chronischen Entzündungen, allergischen Reaktionen und entzündlichen Hautprozessen. Diese Effekte sind biochemisch gut belegt, aber klinisch noch nicht umfassend untersucht.
Regelmäßiger Zwiebelkonsum kann einen wertvollen Beitrag zur Gesundheitsprävention leisten!
Teil 2 (Herz-Kreislauf, Blutzucker und Darm) am kommenden Sonntag.
- Siehe auch: „Saatkorn Gesundheitsbibliothek – Heilkräfte der Nahrung“, Bd. 2, Kap. 24, „Nahrungsmittel für die Atmungsorgane“
- Jorge D. Pamplona-Roger, „Heilkräfte der Nahrung. Ein Praxishandbuch“
Alle Folgen:
Teil 1: Gut gegen das Husten
Teil 2: Empfehlenswerte Lebensmittel bei Bronchitis
Teil 3: Die heilende Kraft der Zwiebel (2-teilig)
Teil 4: Wofür sind Feigen gut?
Teil 5: Gesundheitliche Vorteile von Datteln
TV-DOKUMENTATION
Das vergessene Erbe der arabischen Heilkunst – Eine Reise zu den Wurzeln moderner Medizin
Die ARTE-Dokumentation „Das vergessene Erbe der arabischen Heilkunst“ nimmt die Zuschauer mit auf eine faszinierende Spurensuche in die Geschichte der Medizin. Im Mittelpunkt steht das wissenschaftliche Erbe der arabischen Welt zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert – einer Zeit, in der Gelehrte wie Al-Kindi, Al-Razi oder Avicenna grundlegende Erkenntnisse über Krankheiten, Heilpflanzen und Arzneimittel entwickelten. Viele ihrer Schriften zeigen bereits erstaunlich moderne wissenschaftliche Methoden: systematische Beobachtung, Experimente und präzise Dokumentation.
Die Dokumentation begleitet ein internationales Forschungsteam, das in historischen Bibliotheken und Archiven – etwa in Fès, Rabat und Istanbul – nach jahrhundertealten medizinischen Manuskripten sucht. Parallel dazu untersuchen Wissenschaftler in modernen Laboren, ob die in den Texten beschriebenen Heilmittel tatsächlich wirksam sind. So entsteht eine spannende Verbindung zwischen mittelalterlicher Gelehrsamkeit und aktueller medizinischer Forschung.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf einem von Avicenna beschriebenen Mittel gegen Hautinfektionen, das beispielhaft zeigt, wie altes Wissen heute neu bewertet werden kann. Die Dokumentation stellt dabei auch eine grundlegende Frage: Warum geriet das Wissen dieser Epoche im Westen lange in Vergessenheit, obwohl es einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der modernen Pharmakologie geleistet hat?
Mit eindrucksvollen Bildern, historischen Einblicken und wissenschaftlichen Experimenten zeichnet der Film ein differenziertes Bild der arabischen Medizintradition – und zeigt, dass die Grundlagen moderner Wissenschaft oft viel älter sind, als wir denken.
- Link zum Video in der ARTE-Mediathek (88 Min.; ausgestrahlt am 28.2.2026, in der Mediathek bis zum 27.10.2026 verfügbar)

IRAN-KRIEG
Glaube im Untergrund: Christen im Iran
Für Christen im Iran hat der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran dramatische Folgen. Das christliche Hilfswerk Open Doors warnt, dass sie vom Regime zunehmend als Bedrohung der nationalen Sicherheit betrachtet und leicht zu Sündenböcken gemacht werden könnten. Die Lage wird zusätzlich erschwert, weil das Internet abgeschaltet wurde. Viele christliche Gemeinden existieren im Untergrund und können sich ohne digitale Kommunikation kaum noch absprechen oder treffen.
Gleichzeitig stehen Christen im Iran vor einer besonderen Herausforderung: Inmitten von Angst und Unsicherheit sollen sie Hoffnung weitergeben. Ein iranischer Christ und Experte für Open Doors betont nach dem Tod des langjährigen geistlichen Führers Ayatollah Ali Khamenei, dass es jetzt nicht um Rache gehe, sondern um die Hoffnung auf eine Zukunft mit Gewissensfreiheit, Würde und Gerechtigkeit für alle Iraner.
Viele iranische Christen leben inzwischen im Exil, nachdem sie wegen ihres Glaubens fliehen mussten. Sie verfolgen die Ereignisse mit großer Hoffnung und wünschen sich, eines Tages in eine freie Heimat zurückkehren zu können.
Trotz harter Verfolgung wächst die Untergrundkirche im Iran weiter. Schätzungen zufolge leben dort mehrere Hunderttausend christliche Konvertiten. Ihr mutiger Glaube führt dazu, dass immer mehr Iraner sich für das Evangelium interessieren – auch wenn der Krieg neue Gefahren mit sich bringt.
Diese Seite wird in der Regel sonntags im Laufe des Tages aktualisiert. / This page is usually updated on Sundays afternoon. / Esta página suele actualizarse los domingos por la tarde.






