edp aktuell (2026-10-04)

Willkommen zur aktualisierten Wochenseite, heute mit diesen Beiträgen:

  • Erntedank – ist dieses Fest noch zeitgemäß?
  • Wiedervereinigung: Wann verschwinden die „Mauerreste“?
  • PISA: Wie lernen Kinder eigentlich?
  • Organspende: Bringt die Widerspruchslösung die Wende?
  • Gleicht unser Leben nicht auch einem riesigen Puzzle?

Danke fürs Weiterempfehlen!

 

Welcome to the updated weekly page, featuring the following articles today:

  • Harvest Festival (Thanks Giving)– is this celebration still relevant today?
  • Reunification: When will the ‘remnants of the Wall’ disappear?
  • PISA: How do children actually learn?
  • Organ donation: Will the ‘opt-out’ system bring about a turning point?
  • Isn’t our life just like a giant jigsaw puzzle?

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Bienvenidos a la página semanal actualizada, hoy con estas contribuciones:

  • La fiesta de la cosecha: ¿sigue siendo actual esta celebración?
  • La reunificación alemana: ¿cuándo desaparecerán los «restos del Muro»?
  • PISA: ¿cómo aprenden realmente los niños?
  • Donación de órganos: ¿supondrá un punto de inflexión el sistema de consentimiento implícito?
  • ¿No se parece nuestra vida a un puzle gigante?

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JAHRESFESTE

Wir leben von der Ernte anderer – und merken es kaum noch. (Foto: analogicus, pixabay.com)
Erntedank – noch zeitgemäß?

Erntedank. Für viele gehört das Wort irgendwie zum Herbst: geschmückte Kirchen, Körbe mit Äpfeln, Kartoffeln und Kürbissen, vielleicht ein Gottesdienst am Sonntag. Schön – aber auch ein bisschen aus der Zeit gefallen?

Schließlich leben die meisten von uns nicht mehr davon, was auf dem eigenen Feld wächst. Wir gehen in den Supermarkt und finden dort fast alles, was wir brauchen. Erdbeeren im Winter, Bananen aus Südamerika, Tomaten aus Spanien. Die Regale sind voll. Und wenn einmal etwas fehlt, ist das meistens nur eine kurze Irritation.

Unsere Groß- und Urgroßeltern erlebten das anders. Eine schlechte Ernte konnte über Wohlstand oder Not entscheiden. Frost zur falschen Zeit, zu viel Regen oder eine lange Trockenheit waren keine Nachrichten aus der Wetter-App, sondern konnten existenzielle Folgen haben. Man wusste noch sehr unmittelbar: Von der Ernte hängt vieles ab.

Erntedank war deshalb mehr als ein hübscher Brauch. Es war ein Ausdruck der Erleichterung und der Dankbarkeit: Die Ernte ist eingebracht. Wir haben genug zu essen. Wir können dem Winter entgegengehen. Weiterlesen

DEUTSCHLAND

2026 ist das 36 Jahre her. 36 Jahre – eine ganze Generation. Wer jünger als 36 ist, kennt die deutsche Teilung nur aus Geschichtsbüchern. (Foto: Sarah_loetscher, pixabay.com)
„Mauerspecht“ (Foto: Thiémard horlogerie, CC BY-SA 2.0)
Und die Mauerreste?

Am 3. Oktober haben wir wieder den Tag der Deutschen Einheit gefeiert. Die Grenze ist verschwunden. Und trotzdem ist „Einheit“ noch immer ein Thema. Denn ein Land wird nicht allein dadurch eins, dass eine Grenze verschwindet. Es geht auch darum, miteinander zu leben, unterschiedliche Erfahrungen auszuhalten und dem anderen nicht ständig abzusprechen, dass er dazugehört.

Die Betonmauer ist gefallen. Richtig. Sogar friedlich, was überhaupt nicht selbstverständlich ist. (Bundespräsident Steinmeier gestern in Bremen: „Die erste friedliche Revolution in Deutschland.“) Da hat Gott sehr viele Gebete erhört (z.B. die Montagsgebete in Leipzig). Ja, die Betonmauer ist gefallen, aber – so mein Empfinden – Mauerreste sind in vielen Köpfen und Herzen geblieben. Und werden leider immer weiter „gepflegt“.

Steinmeier gestern: „Wir sind gegen neue Mauern in unseren Köpfen. Wir sind einander nicht fremd. Wir gehören zusammen und bleiben zusammen!“ Restlos können diese „Mauerreste“ nur von dem selben Gott beseitigt werden, der die Mauer niedergerissen hat, die unsere Erde nach dem Sündenfall vom Himmel trennte.

Das diesjährige Motto in Bremen lautete: „Viele Stärken – Ein Land.“ Wir müssen nicht alle gleich sein, um zusammenzugehören. Vielleicht ist das die eigentliche Aufgabe 36 Jahre nach der Wiedervereinigung: Nicht aus vielen Menschen einen machen , sondern aus vielen unterschiedlichen Menschen ein gemeinsames Land.

ARD-Video vom Festakt in Bremen (2:32:50 St.):

BILDUNG

Finnland holt Schulbücher und stärker strukturierte Lernformen zurück.
PISA: Wie lernen Kinder eigentlich?
  • „Desaströs“: Deutschland bei Pisa-Studie so schwach wie nie, schreibt die Wirtschaftswoche.
  • Deutsche Schüler schneiden so schlecht ab wie nie, das Handelsblatt.
  • Der Lernverlust ist dramatisch, DIE ZEIT.
  • PISA-Abstieg gefährdet unseren Wohlstand, das ifo Institut.

Die PISA-Ergebnisse zeichnen ein beunruhigendes Bild: Die Leistungen deutscher Schülerinnen und Schüler in Mathematik, Naturwissenschaften und Lesen sind stark zurückgegangen. Besonders auffällig ist die schwache Lesekompetenz. Diesem Thema widmet sich der neueste Newsletter des Teams von Verantwortung für die Familie e.V. (TVfM)

Eine mögliche Ursache liegt lt. dem TfVM in unserem veränderten Medienverhalten. Kinder und Jugendliche verbringen viel Zeit an Smartphone und Bildschirm. Gleichzeitig wird immer weniger gelesen. Dabei trainiert Lesen Konzentration, Gedächtnis und logisches Denken.

Bildung beginnt zudem lange vor dem ersten Schultag. Familie und Elternhaus haben dabei eine wichtige Verantwortung. Lernen braucht Anleitung, Übung und vor allem eigene Anstrengung. Wer ständig scrollt oder sich geistige Arbeit von digitalen Medien abnehmen lässt, trainiert seine eigenen Fähigkeiten weniger.

Das gilt auch für künstliche Intelligenz. Sie kann beim Lernen helfen – sollte aber nicht das eigene Denken ersetzen. Der PISA-Bericht weist darauf hin, dass Schüler, die Chatbots zum Zusammenfassen von Texten nutzten, schlechtere Leistungen zeigten.

Interessant ist schließlich der Blick des TfVM nach Finnland und Singapur: Finnland holt Schulbücher und stärker strukturierte Lernformen zurück, während Singapur großen Wert auf Disziplin, Eigenleistung und gut ausgebildete Lehrkräfte legt.

Vielleicht ist die entscheidende Frage deshalb nicht nur: Was müssen Kinder lernen? Sondern auch: Was brauchen sie, damit sie wieder gerne und aus eigener Kraft lernen?

ORGANSPENDE

„Organspendeausweis“ bedeutet nicht, dass man Organspender ist. Es bedeutet nur: Ich habe rechtzeitig eine Entscheidung getroffen ...
Bringt die Widerspruchslösung die Wende?

Beim Thema Organspende richten sich viele Blicke nach Spanien: Mit einer Quote von regelmäßig über 50 Spendern pro Million Einwohner verzeichnet Spanien die höchste Spenderzahl weltweit und übertrifft den Durchschnitt der Europäischen Union um mehr als das Doppelte.

Greift die verbreitete Formel „Spanien hat die Widerspruchslösung, deshalb gibt es dort so viele Organspenden“ zu kurz? So ist es: Die Widerspruchslösung ist ein Baustein des spanischen Erfolgs, aber nicht der entscheidende alleinige Grund. Spanien hat seit 1989 ein umfassendes „Spanisches Modell“ aufgebaut, in dem Organisation, Krankenhausstrukturen, Transplantationskoordinatoren, Ausbildung, Qualitätskontrolle und Öffentlichkeitsarbeit zusammenspielen. Weiterlesen

NACHDENKLICHES

Je näher am Ziel, desto größer die Aufregung: Wird ein Teil fehlen? (Kurzfassung auf Instagram: #edp51)
Das Puzzle meines Lebens

Ob alle Puzzleteile da sind? Oder hat der Staubsauger welche geschluckt? Unsere Kinder haben begeistert gepuzzelt. Bei 3.000er- und 5.000er-Puzzles konnte das schon einmal wochenlang dauern. Je näher sie sich dem Abschluss näherten, desto aufregender wurde es: Ob auch das letzte Stück vorhanden sein wird?

Am Schluss war die Schachtel manchmal sogar die letzte Rettung, wenn tatsächlich ein Teil fehlte: Die ungefähre Stelle wurde ausgeschnitten und so passend wie möglich in die Lücke geklebt. Aus der Entfernung fiel die kleine Kaschierung kaum auf.

Gleicht unser Leben nicht auch einem riesigen Puzzle? Weiterlesen

Einige bisherige Serien:

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Elí Diez-Prida online

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