edp aktuell (2026-03-29)

Die Beiträge dieser Woche: Nachdenkliches am Palmsonntag: Der Wechsel zwischen Psalmsonntag und Karfreitag ist ein Spiegel menschlichen Verhaltens. / Woran mich der Frühling erinnert / Wofür sind Datteln (gesichert) gut? / Wie kommt es, dass sich junge Menschen für die Bibel interessieren? / Zeitumstellung: wie lange noch?
Viel Spaß beim Lesen!

 

This week’s new posts: Reflections on Palm Sunday: The transition from Palm Sunday to Good Friday mirrors human behaviour. / What spring reminds me of / What are dates (surely) good for? / Why are young people interested in the Bible? / Daylight saving time: how much longer?
Enjoy reading!

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Las novedades de esta semana: Reflexiones del Domingo de Ramos: el paso del Domingo de Ramos al Viernes Santo es un reflejo del comportamiento humano. / ¿Qué me recuerda la primavera / ¿Para qué sirven (seguramente) los dátiles? / ¿Cómo es que los jóvenes se interesan por la Biblia? / Cambio de hora: ¿hasta cuándo?
¡Que disfrutes de la lectura!

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NACHDENKLICHES

Those who don't follow the crowd sometimes find themselves standing alone. But conviction isn't born of loudness, but of conviction. / Quien no sigue a la mayoría, a veces se queda solo. Pero la firmeza no se demuestra a gritos, sino con convicción.
„Gelobt, der da kommt!“ – so klingt es am Psalmsonntag. Nur wenige Tage später ist von dieser Begeisterung nichts mehr übrig. (Foto: Miguel Ángel Villar, pixabay.com, bearb.)
Heute gefeiert, morgen fallen gelassen

Der Jubel ist groß. Menschen stehen am Straßenrand, winken, rufen, feiern. Hoffnung liegt in der Luft. Endlich kommt einer, der Veränderung verspricht, der Erwartungen erfüllt, der begeistert. „Gelobt, der da kommt!“ (Matthäus 21,9) – so klingt es am Psalmsonntag. Nur wenige Tage später ist von dieser Begeisterung nichts mehr übrig. Die Stimmung kippt. Aus Zustimmung wird Ablehnung, aus Hoffnung wird Wut. „Kreuzige ihn!“ (Matthäus 27,22) – dieselbe Menge, ein völlig anderer Ton.

Dieser drastische Stimmungswechsel wirkt zunächst fremd. Und doch ist er uns erstaunlich vertraut. Auch in unserer modernen Gesellschaft erleben wir immer wieder, wie schnell sich kollektive Meinungen verändern können.

• Man denke an die sogenannte Willkommenskultur der Jahre 2015/16. Viele Menschen engagierten sich, halfen, spendeten, begrüßten Geflüchtete mit offenen Armen. Es herrschte eine Atmosphäre der Solidarität und des Aufbruchs. Heute, nur wenige Jahre später, begegnet man deutlich mehr Skepsis, Sorgen und teils offener Ablehnung. Die Diskussion hat sich verschoben, die Stimmung ist eine andere.

• Oder betrachten wir den Umgang mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Eine Person wird gefeiert, erhält Preise, steht im Rampenlicht. Wenige Monate später genügt ein Fehltritt, ein missverständlicher Satz oder ein Skandal – und derselbe Mensch wird öffentlich kritisiert oder „abgesagt“. Social Media verstärkt diese Dynamik: Erst der Hype, dann der Shitstorm.

• Auch in der Wirtschaft lässt sich dieses Muster beobachten. Ein Unternehmen wird für Innovation und Visionen gelobt, Investoren sind begeistert, Medien berichten positiv. Kommt es zu Problemen, kippt die Stimmung schnell. Aus Vertrauen wird Misstrauen, aus Bewunderung Kritik. Was gestern noch als Erfolgsgeschichte galt, wird heute als warnendes Beispiel beschrieben.

Diese Beispiele zeigen: Stimmungen sind flüchtig. Die Masse ist beeinflussbar. Emotionen, Schlagzeilen, soziale Dynamik – all das kann Meinungen in kurzer Zeit drehen. Was heute selbstverständlich scheint, kann morgen infrage gestellt werden. Der Wechsel zwischen Psalmsonntag und Karfreitag ist deshalb nicht nur eine historische oder religiöse Beobachtung. Er ist ein Spiegel menschlichen Verhaltens. Menschen lassen sich mitreißen – vom Jubel ebenso wie von der Empörung. Man schließt sich an, ohne immer genau zu prüfen, warum. Man folgt der Mehrheit, weil es einfacher ist, als selbst Position zu beziehen.

Doch genau hier liegt die Herausforderung. Nicht jede laute Stimme hat recht. Nicht jede Mehrheit trifft die bessere Entscheidung. Und nicht jede Stimmung spiegelt Wahrheit wider.

Der Weg zwischen „Hosianna“ und „Kreuzige ihn“ erinnert uns daran, innezuhalten. Fragen zu stellen. Informationen zu prüfen. Unterschiedliche Perspektiven zu hören. Und dann – vielleicht gegen den Trend – eine eigene, fundierte Meinung zu entwickeln. Das betrifft alltägliche Situationen genauso wie politische Entscheidungen. Den zwischenmenschlichen Umgang genauso wie religiöse Überzeugungen.

Das erfordert Mut. Denn wer nicht mit der Masse geht, steht manchmal allein. Aber Haltung entsteht nicht durch Lautstärke, sondern durch Überzeugung. Vielleicht ist das eine der wichtigsten Lektionen dieser Tage: sich nicht treiben zu lassen, sondern bewusst zu entscheiden. Nicht vorschnell zu jubeln – und nicht vorschnell zu verurteilen. Sondern hinzusehen, nachzudenken und Verantwortung für die eigene Meinung zu übernehmen.

Zwischen Psalmsonntag und Karfreitag liegen nur wenige Tage. Zwischen Begeisterung und Ablehnung manchmal nur ein Moment. Umso wichtiger ist es, sich nicht von der Stimmung der Masse bestimmen zu lassen – sondern standhaft zu bleiben, wenn man überzeugt ist, dass es richtig ist. Erst recht dann, wenn diese Überzeugung aus der Beziehung zu Gott und der Beschäftigung mit Gottes Wort gewachsen ist!

FRÜHLING

Der Frühling erinnert daran, dass wir geliebt, versorgt und gehalten werden – vom großen Gärtner selbst: Gott!

GESUNDHEIT

Datteln enthalten nennenswerte Mengen an B-Vitaminen und einigen Mineralstoffen. Aufgrund der hohen Nährstoffdichte werden sie oft als „Brot der Wüste“ bezeichnet. Wegen des hohen Zuckergehalts sollten Diabetiker und Übergewichtige Datteln nur in geringen Mengen genießen oder sie ganz meiden. (Foto: Yael Y, CC BY-SA 3.0)
Die Dattelpalme kann mehr als 200 Jahre alt werden, wenn sie einen feuchten Boden und viel Wärme hat („die Füßen im Wasser und den Kopf im Feuer“). Es gibt männliche und weibliche Dattelpalmen. Die Datteln wachsen auf den weiblichen, die männlichen Palmen bilden den Pollen zum Befruchten. Tipp: Dattelpalmen im herkömmlichen Anbau sind oft stark mit Pestiziden behandelt, deshalb unbedingt Datteln in zertifizierter Bio-Qualität kaufen.
Heilende Lebensmittel (5/5) – Gesundheitliche Vorteile von Datteln

Datteln (Früchte der Dattelpalme) gelten in vielen Kulturen als „Heilnahrung“. Tatsächlich enthalten sie Ballaststoffe, Mineralstoffe und antioxidative Pflanzenstoffe. Doch welche Wirkungen sind wissenschaftlich abgesichert – und welche eher traditionell?

1. Wissenschaftlich gut belegte Effekte
• Verdauungsförderung und Obstipation: Der am besten belegte Effekt betrifft die Verdauung. Datteln enthalten viel Ballaststoffe, die die Darmtätigkeit anregen und Stuhlvolumen erhöhen. In einer 3-wöchigen Humanstudie verbesserte der tägliche Verzehr von sieben Datteln signifikant die Stuhlfrequenz gegenüber der Kontrollphase.
• Antioxidative und entzündungshemmende Effekte: Datteln enthalten hohe Mengen an Polyphenolen, Flavonoiden und Carotinoiden. Diese wirken antioxidativ und können Zellschäden durch freie Radikale reduzieren. Therapeutisch ist das zur Unterstützung bei chronischen Entzündungen und zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen bedeutend. Die entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften können Halsschmerzen und trockenen Husten lindern. Sie wirken beruhigend auf die Bronchien.
• Herz-Kreislauf-Gesundheit (moderate Evidenz): Ballaststoffe und Antioxidantien können LDL-Cholesterin senken, oxidativen Stress reduzieren und Gefäßablagerungen vorbeugen.

2. Teilweise wissenschaftlich gestützte Anwendungen
• Unterstützung der natürlichen Geburt: Mehrere Studien untersuchten den Verzehr von Datteln in den letzten Schwangerschaftswochen zur möglichen Förderung der Zervixreifung, einer kürzeren Geburtsdauer und einem geringeren Bedarf an Einleitung. Die traditionelle Anwendung besteht aus 4–6 Datteln täglich in den letzten Schwangerschaftswochen.
• Blutzucker und Diabetes: Datteln sind für Diabetiker in moderaten Mengen meist sicher, bewirken jedoch keine therapeutische Blutzucker-Senkung.
• Neuroprotektive Effekte (präklinisch): Antioxidantien in Datteln können entzündliche Prozesse im Gehirn reduzieren und möglicherweise neurodegenerativen Erkrankungen entgegenwirken..

3. Weitere physiologische Wirkungen (plausibel, aber begrenzte Evidenz)
Diese Effekte sind ernährungsphysiologisch nachvollziehbar, aber nicht als Therapie gesichert: Energiequelle bei Erschöpfung (hoher natürlicher Zucker), Unterstützung der Muskelfunktion (Kaliumgehalt), leichte entzündungshemmende Wirkung, Unterstützung des Eisenhaushalts (geringe Mengen Eisen). Diese beruhen vor allem auf Nährstoffprofilen, nicht auf klinischen Studien.

4. Nicht belegte oder übertriebene „Heilversprechen“
Nicht wissenschaftlich gesichert sind: Krebsheilung, hormonelle Regulation, signifikante Gewichtsabnahme und direkte Blutzucker-Senkung. Viele dieser Aussagen stammen aus populären Gesundheitsblogs ohne klinische Evidenz.

Fazit
Datteln sind kein Medikament, aber ein funktionelles Lebensmittel mit moderaten therapeutischen Eigenschaften. Die stärkste Evidenz liegt in der Verdauungsförderung und antioxidativen Wirkung. Andere Anwendungen – etwa bei Schwangerschaft oder Herzgesundheit – sind vielversprechend, benötigen jedoch weitere klinische Studien.

Alle Folgen:
Teil 1: Gut gegen das Husten
Teil 2: Empfehlenswerte Lebensmittel bei Bronchitis
Teil 3: Die heilende Kraft der Zwiebel (Teil 1, Teil 2)
Teil 4: Wofür sind Feigen gut?
Teil 5: Gesundheitliche Vorteile von Datteln

JUGEND

Vorübergehender Trend oder langfristige Rückkehr zum Glauben? (Foto KI-gen.)
Junge Menschen interessieren sich für die Bibel

Die Rückbesinnung auf christliche Werte und eine wachsende Neugier auf die Bibel sind bei jungen Menschen (Gen Z und Millennials) ein beobachtbarer Trend, besonders im Westen. Studien deuten darauf hin, dass die wöchentliche Bibellektüre unter jungen Erwachsenen zunimmt, wobei fast die Hälfte der Befragten angibt, regelmäßig in der Bibel zu lesen.

Gründe für das Interesse an der Bibel
• Suche nach Halt und Wahrheit: In einer unsicheren Welt suchen junge Menschen nach Orientierung, festen Werten und Wahrheit, was sie zur Bibel als Quelle führt.
• Sehnsucht nach Authentizität: Es besteht der Wunsch nach einem echten, unverfälschten Glauben (authentisches Christentum).
• Persönliche Begegnung: Viele junge Menschen wollen Jesus und die Bibel „mit eigenen Augen“ kennenlernen, unabhängig von der Vermittlung durch Eltern oder Institutionen.
• Spirituelle Neugier: Trotz einer allgemeinen Säkularisierung zeigt sich eine Offenheit für spirituelle Themen und eine „stille Erweckung“, die von jungen Menschen angeführt wird.
• Soziale Medien: Über Plattformen wie TikTok wird der Glaube als „cool“ wahrgenommen, was den Zugang erleichtert.

Merkmale des Trends
• Aufschwung durch junge Männer: Besonders bei jungen Männern (Gen Z) ist ein sprunghafter Anstieg des Interesses an der Bibel und am Glauben zu beobachten.
• Neuer Zugang zur Kirche: Studien zeigen, dass junge Menschen in den USA und Europa wieder vermehrt in Kirchen und Freikirchen zu finden sind.
• Mediale Begleitung: Nutzung von Gebets-Apps und digitalen Bibeln zur täglichen Lektüre.
• Kritische Auseinandersetzung: Trotz des Interesses gibt es auch eine kritische Haltung gegenüber „problematischen“ Texten oder der Autorität der Bibel.

Junge Menschen suchen in der Bibel nach Antworten auf Fragen zu Liebe, Gerechtigkeit, mentaler Gesundheit und Gemeinschaft. Die Vorstellung, dass jeder Mensch unendlich wertvoll ist, spielt dabei eine zentrale Rolle. Es wird diskutiert, ob es sich um einen vorübergehenden Trend oder eine langfristige Rückkehr zum Glauben handelt. Dennoch zeigen aktuelle Daten (Stand 2025/2026), dass die „stille Erweckung“ im vollen Gange ist.

Siehe auch:

Schön, wenn die Jugend stärker an der Gottesdienstgestaltung beteiligt wird, wie hier beim Abendmahlgottesdienst am 28.3.2026 in der Adventgemeinde Lüneburg. (Foto: edp, 2026)

GESELLSCHAFT

Die Zeit läuft Europa einfach davon: immer noch keine Einigung über die Abschaffung der Zeitumstellung in Sicht! (Foto: Gabe Raggio, pixabay.com, bearb.)
Zeitumstellung: wie lange noch?

Die Zeitumstellung wurde ursprünglich aus wirtschaftlichen und organisatorischen Gründen europaweit vereinheitlicht. Während Befürworter längere Sommerabende und mögliche Vorteile für Freizeit und Wirtschaft hervorheben, sprechen Gegner vor allem gesundheitliche Belastungen und den geringen praktischen Nutzen an.

Gesundheitliche Auswirkungen der Zeitumstellung
Medizinische Studien zeigen, dass die Zeitumstellung tatsächlich messbare Auswirkungen auf den menschlichen Körper hat. Besonders die Umstellung im Frühjahr gilt als problematisch.
Kurzfristige Folgen können sein:
• Schlafmangel in den ersten Tagen
• Konzentrationsprobleme und Müdigkeit
• erhöhte Unfallzahlen im Straßenverkehr
• leicht erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse

Mittelfristig berichten Forschende über:
• Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus
• schlechtere Schlafqualität
• verstärkte depressive Symptome bei empfindlichen Personen

Besonders betroffen sind Kinder, ältere Menschen, Schichtarbeiter sowie sogenannte „Abendtypen“, deren natürlicher Rhythmus ohnehin später liegt.

Warum die Zeitumstellung noch nicht abgeschafft wurde
Obwohl viele Bürgerinnen und Bürger eine Abschaffung befürworten und es politische Initiativen gab, ist eine europaweite Lösung bislang nicht zustande gekommen. Dafür gibt es mehrere Gründe:

• Erstens müssten sich alle Mitgliedstaaten auf eine dauerhafte Zeit einigen. Dabei stehen zwei Optionen zur Wahl: dauerhafte Sommerzeit oder dauerhafte Winterzeit. Beide Varianten haben unterschiedliche Vor- und Nachteile, je nach geografischer Lage.
• Zweitens würden sich bei dauerhafter Sommerzeit in nördlichen und westlichen Regionen die Sonnenaufgänge im Winter stark nach hinten verschieben. In einigen Gebieten würde es erst gegen 9 oder sogar 10 Uhr hell werden. Das wird besonders im Schul- und Berufsverkehr kritisch gesehen.
• Drittens bevorzugen manche Länder eher die Sommerzeit, andere die Winterzeit. Ohne Einigung droht ein Flickenteppich verschiedener Zeitzonen innerhalb Europas, was genau die Probleme zurückbringen würde, die man ursprünglich vermeiden wollte.
• Viertens wurde das Thema durch politische Prioritäten wie Pandemie, Energiekrise und andere europäische Herausforderungen in den Hintergrund gedrängt.

Obwohl eine Abschaffung politisch diskutiert wurde, scheitert sie bislang an der fehlenden Einigung über eine dauerhafte Zeitlösung. Damit bleibt die Zeitumstellung vorerst ein fester Bestandteil des europäischen Alltags – und ein Thema, das wahrscheinlich auch in Zukunft immer wieder diskutiert werden wird.

Siehe auch DLF-Beitrag „Dauerthema Zeitumstellung: Wo steht die EU?“ vom 28.3.2026 (02:45 Min.)

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Elí Diez-Prida online
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