SO SCHÖN IST LÜNEBURG – Teil 18
You don’t have to go far to come across history in Lüneburg. Sometimes a stroll along the Ilmenau river is enough. In the shadow of Lüneburg’s water tower stands the Ratsmühle – a building that today has an almost tranquil air about it. It is the first mill along the course of the River Ilmenau within the city limits and was first mentioned in a document as early as 1319. Then, as in later times, the power of the Ilmenau was used to drive machinery. Around 1660, eleven water wheels were turning here!
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En Lüneburg no hace falta ir muy lejos para encontrarte con la historia. A veces basta con dar un paseo por las orillas del río Ilmenau. A la sombra de la torre de agua de Lüneburg se encuentra el molino Ratsmühle, un edificio que hoy en día tiene un aire casi tranquilo. Es el molino más cercano al curso del río Ilmenau dentro del término municipal y ya se menciona por primera vez en un documento de 1319. Tanto entonces como más tarde, se aprovechaba la fuerza del Ilmenau para propulsar máquinas. ¡Alrededor de 1660 giraban aquí once ruedas hidráulicas!
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Man muss nicht weit gehen, um in Lüneburg auf Geschichte zu stoßen. Manchmal reicht ein Spaziergang an der Ilmenau (Nebenfluss der Elbe). Zwischen Wasser, Fachwerk und alten Backsteinmauern steht im Schatten des Lüneburger Wasserturms die Ratsmühle – ein Gebäude, das heute beinahe beschaulich wirkt. Doch dieser Eindruck täuscht. Über Jahrhunderte war hier einiges in Bewegung.

Das Wasser war die Kraftquelle
Bereits 1319 wird die Mühle erstmals urkundlich erwähnt. Damals wie später nutzte man die Kraft der Ilmenau, um Maschinen anzutreiben. Zunächst denkt man bei einer Mühle natürlich ans Mahlen von Getreide. Doch die Ratsmühle konnte sehr viel mehr.
Im Laufe der Jahrhunderte entstanden hier unter anderem eine Walkmühle, Lohmühle, Papiermühle, Ölmühle und Schleifmühle. Wolle wurde bearbeitet, Gerbstoffe gewonnen, Papier hergestellt, Öl gepresst und Metall geschliffen. Um 1660 drehten sich hier elf Wasserräder! Was heute wie ein idyllischer Platz am Wasser aussieht, war einst ein Ort geschäftiger Arbeit.

Doch die Geschichte der Ratsmühle führt noch zu einem anderen großen Thema der Stadt: dem Salz. Denn die Wasserkraft wurde später sogar dazu genutzt, Sole aus den Tiefen Lüneburgs zu fördern. Die Kraft der Ilmenau half damit indirekt bei der Produktion jenes Salzes, das Lüneburg über Jahrhunderte zu einer wohlhabenden und bedeutenden Stadt machte.
Wasser und Salz – zwei Kräfte, die Lüneburg geprägt haben.
Dabei hat die Ratsmühle selbst eine erstaunliche Wandlung erlebt. Als der traditionelle Mühlenbetrieb im 20. Jahrhundert zu Ende ging, war die Geschichte der Wasserkraft hier noch lange nicht vorbei. Turbinen übernahmen die Arbeit der alten Mühlräder und erzeugten Strom. Aus der mittelalterlichen Mühle wurde also gewissermaßen ein kleines Kraftwerk.

Heute fließt die Ilmenau wieder ganz ruhig an der Ratsmühle vorbei. Spaziergänger gehen entlang des Ufers, Fahrräder rollen über die Brücke, Touristen fotografieren das Fachwerk. Von der einstigen Betriebsamkeit ist wenig geblieben. Und vielleicht macht genau das diesen Ort so schön. Denn die Ratsmühle ist nicht nur ein hübsches Stück Lüneburg. Sie ist ein Ort, an dem sich vieles miteinander verbindet: Fluss und Stadt, Handwerk und Technik, Wasser und Salz, Vergangenheit und Gegenwart.
Die Ilmenau fließt heute ruhig – aber ihre Geschichte ist alles andere als still. So schön ist Lüneburg.
Übersicht der bisherigen Beiträge der Reihe „So schön ist Lüneburg“
Weitere Folgen in Vorbereitung:
– Jüdisches Leben in Lüneburg
– Deutsches Salzmuseum
– Bardowik (Dom)
– Kirchen in Lüneburg
– Museum Lüneburg
– Rote Schleuse – Ilmenau
– Gesundheitswesen
– Städtepartnerschaften
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