Wo die Schiffer zu Hause waren: St Nicolai

SO SCHÖN IST LÜNEBURG – Teil 20
 

Anyone strolling through Lüneburg’s waterfront district can hardly fail to notice it: St Nicolai’s Church. Situated between the river Ilmenau, Stintmarkt and the old houses, it stands somewhat apart from the main tourist throng – and yet it is one of the city’s most impressive buildings.
It is the youngest and smallest of the three main churches in Lüneburg (St Johannis, St Michaelis, St Nicolai). Around 110,000 visitors come to see this church, which is normally open every day of the week.

To translate the current homepage to English, you can use the translation function in your web browser.

Cualquiera que dé un paseo por el barrio del agua de Lüneburg difícilmente puede pasar de largo sin verla: la iglesia de San Nicolás. Entre el río Ilmenau, Stintmarkt y las casas antiguas, se encuentra un poco apartada de la gran afluencia de turistas, y sin embargo es uno de los edificios más impresionantes de la ciudad.
Es la más nueva y la más pequeña de las tres iglesias principales de Lüneburg (San Juan, San Miguel y San Nicolás). Unos 110 000 visitantes pasan por esta iglesia, que suele estar abierta todos los días de la semana.

Para traducir esta página web al español, puedes utilizar el traductor integrado en tu navegador.

Wer durch Lüneburgs Wasserviertel spaziert, kommt an ihr kaum vorbei: der St. Nicolai-Kirche. Zwischen Ilmenau, Stintmarkt und den alten Häusern steht sie etwas abseits des großen Touristenstroms – und doch gehört sie zu den eindrucksvollsten Bauwerken der Stadt.

St. Nicolai ist die jüngste und kleinste der drei Hauptkirchen der Hansestadt Lüneburg (St. Johannis, St. Michaelis, St. Nicolai). Ca. 110.000 Besucher besichtigen diese Kirche, die normalerweise jeden Tag der Woche geöffnet ist. (Fotos: edp, 2025, 2026-09)

Das war kein Zufall. Im Wasserviertel lebten vor allem Schiffer, Händler und Handwerker, deren Leben eng mit der Ilmenau und dem Handel verbunden war. St. Nicolai war gewissermaßen ihre Kirche. Ihr Namenspatron, der heilige Nikolaus, passt dazu: Er gilt unter anderem als Schutzpatron der Seeleute und Schiffer.

Schon von außen fällt die für Norddeutschland typische Backsteingotik auf. Wer aber durch das Portal ins Innere tritt, erlebt eine Überraschung: Das Mittelschiff steigt ungewöhnlich steil in die Höhe. Fast 29 Meter sind es bis zum Gewölbe. Und dort oben befindet sich eine Besonderheit: ein achtzackiges Sternengewölbe, das in dieser Form in Norddeutschland einzigartig ist.

Risse im Sternengewölbe führten dazu, dass im Juli 2025 ein Netz im Turmbereich und im Februar/März 2026 weitere Netze im Bereich von Mittel- und Seitenschiffen sowie auf der Orgelempore gespannt werden mussten, um die Besucher vor herabfallenden Putzteilen zu schützen. Eine umfassende Sanierung der ganzen Kirche steht für 2027 an.

Auch der Blick auf den Altar lohnt sich. Der prächtige Wandelaltar stammt aus dem 15. Jahrhundert und kam 1861 aus der inzwischen abgebrochenen St. Lamberti-Kirche nach St. Nicolai. In den geschnitzten Szenen wird die Geschichte Jesu erzählt – von der Verkündigung bis Pfingsten. Die Flügelbilder zeigen unter anderem mittelalterliche Ansichten Lüneburgs.

Der Wandelaltar aus dem 15. Jhdt.
(Foto: Ralf Roletschek, Wikimedia, pd)

Und dann ist da noch der Turm. Der heutige, weithin sichtbare neugotische Turm wurde erst 1895 fertiggestellt. Sein Vorgänger war im Laufe der Jahrhunderte immer wieder zum Problem geworden und musste schließlich wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Er ist 92,7 m hoch und gehört zu den höchsten Kirchtürmen Niedersachsens.

Die Kreuzigung. Aus dem oberen, mittleren Teil des Altars.

Vielleicht ist gerade das typisch für Lüneburg: Man sieht ein altes Gebäude – und entdeckt dahinter viele Geschichten. Von Handel und Schifffahrt, von Wohlstand und Geldmangel, von mittelalterlicher Frömmigkeit und reformatorischen Veränderungen, aber auch von der Mühe, ein solches Bauwerk über Jahrhunderte zu erhalten.

Das Wunder des Fischfangs. "Auf dein Wort hin, werde ich die Netze auswerfen", sagte Petrus.

St. Nicolai ist deshalb weit mehr als eine schöne alte Kirche. Sie erzählt ein Stück Lüneburger Stadtgeschichte – und erinnert daran, dass das heutige Wasserviertel einmal ein wichtiger Lebens- und Arbeitsort der Stadt war. Wer an St. Nicolai vorbeigeht, sollte also ruhig einmal hineinschauen. Der Blick nach oben lohnt sich.

Die modernen Fenster von Johannes Schreiter laden zur Meditation ein.

Übersicht der bisherigen Beiträge der Reihe „So schön ist Lüneburg“

Weitere Folgen in Vorbereitung:
– Kirchen (auch Freikirchen) in Lüneburg
– Deutsches Salzmuseum
– Bardowik (Dom)
– Museum Lüneburg
– Rote Schleuse – Ilmenau
– Gesundheitswesen
– Städtepartnerschaften

Zur aktuellen Wochenseite (wird i. d. Regel am Sonntagabend aktualisiert)

Elí Diez-Prida online
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.