Eine Oase der Ruhe hinter alten Mauern (1)

SO SCHÖN IST LÜNEBURG – Teil 10
 

Lüne Convent is a former Benedictine convent and is now a Protestant convent for women in the town of Lüneburg in Lower Saxony. The convent was founded in 1172 and is one of the oldest surviving convents for women in northern Germany. Following a devastating fire in 1372, the present-day impressive brick complex was built; its medieval character has been almost entirely preserved to this day.

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El convento de Lüne es un antiguo convento benedictino y, hoy en día, un convento evangélico para mujeres en Lüneburg. El convento se fundó en 1172 y es uno de los conventos femeninos más antiguos que aún se conservan en el norte de Alemania. Tras un devastador incendio en 1372, se construyó el impresionante complejo de ladrillo que vemos hoy, cuyo carácter medieval se ha conservado casi por completo hasta nuestros días.

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Wer glaubt, Lüneburg bestehe nur aus der historischen Altstadt und den hübschen Gassen rund um den Stint, sollte unbedingt einen Abstecher zum Kloster Lüne machen. Nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt öffnet sich eine völlig andere Welt: ruhig, grün und voller Geschichte.

Schon beim Betreten des Klosterhofes stellt sich ein besonderes Gefühl ein. Bunte Blumen, Fachwerk, rote Backsteine und alte Bäume schaffen eine Atmosphäre, in der die Hektik des Alltags schnell in den Hintergrund tritt. (Alle Fotos edp 2016. Zum Vergrößern anklicken.)
Das Kloster steht in sehr diskreter Lage am nordöstlichen Stadtrand. Am Kirchturm kann man sich orientieren. Der Eingang sieht schon vielversprechend aus.
Den Kräutergarten kann man leicht übersehen, ist aber mit dem kleinen Wasserlauf und den vielen (74?) duftenden Heil- und Gewürzkräutern einen Besuch wert. Die Inschrift am Torbogen im Innenhof erinnert an den 18. April 1945, als britische Truppen Lüneburg und die Umgebung besetzten.

Aus dem bronzenen Brunnen in der Eingangshalle strömt das klare Wasser aus einem kleinen benachbarten See seit mehr als sechs Jahrhunderten.

Der Kreuzgang mit seinen kunstvollen Gewölben und restaurierten Farbverglasungen des 15. und 16. Jahrhunderts umrahmt den kleinen Friedhof, in dem sich Klosterfrauen auf Wunsch beerdigen lassen können.
Vom Kreuzgang aus erreicht man den Kapitelsaal, der im 18. Jhdt. neu gestaltet wurde. An den Wänden hängt ein Teil der Portraits der Äbtissinnen seit der Einführung der lutherischen Lehre. Der Äbtissinnenthron stammt aus dem Jahr 1708. (Ein Kapitelsaal ist der zentrale Versammlungsraum einer klösterlichen Gemeinschaft. Seinen Namen hat er, weil dort täglich ein Kapitel aus der Ordensregel verlesen wurde. Neben der täglichen Andacht wurden hier Aufgaben verteilt, Ämter vergeben und wichtige Entscheidungen des Konvents getroffen.)

Das Kloster wurde 1172 gegründet und gehört zu den ältesten noch erhaltenen Frauenklöstern Norddeutschlands. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1372 entstand die heutige eindrucksvolle Backsteinanlage, deren mittelalterlicher Charakter bis heute nahezu vollständig erhalten geblieben ist. Seit der Reformation wird das Kloster als evangelischer Konvent geführt – und noch immer leben hier Konventualinnen, die diese jahrhundertealte Tradition fortführen.

Das Sommer-Refektorium (oben; Refektorium = Speisesaal eines Klosters) wurde 1493 neu gestaltet. Die gemeinsamen Mahlzeiten wurden 1721 abgeschafft. Hier können auch standesamtliche Trauungen stattfinden. Das dunklere Winter-Refektorium ist der einzige beheizbare Speisesaal des Klosters (Fußbodenheizung in einem Teil des Raumes). An der Seite befinden sich die kunstvoll bemalten Kabinette (Kämmerchen) der einstigen Klosterdamen, die zur Aufbewahrung der Lebensmittel (hinter Schloss und Riegel) dienten.
In den Obergeschossen lagen die Zellen der Nonnen. An einigen kann man auf Leinen gemalte landschaftliche, biblische oder allegorische Darstellungen bewundern. Die Ausstattung war (wie bei Klosterzellen üblich) sehr spartanisch.

Übersicht aller Beiträge der Reihe „So schön ist Lüneburg“

Weitere Folgen in Vorbereitung (u.a.):
– Kloster Lüne Teil 2 (die Klosterkirche, das Museum für sakrale Textilkunst)
– Die Universität (Leuphana)
– Das Schiffshebewerk
– Die drei großen Kirchen
– Die Lüneburger Heide

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