Im 2. Beitrag der Reihe DIE ZUVERLÄSSIGKEIT DER BIBEL geht es um die Ruinenstadt Petra in der südwestlichen jordanischen Wüste. Sie ist eines der sieben modernen Weltwunder und gehört seit 1985 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Was aber viele nicht wissen (auch Touristen nicht): In dieser Ruinenstadt hat sich eine biblische Vorhersage (Prophezeiung) auf erstaunlicher Weise erfüllt. (Fotos anklicken zum Vergrößern.)
The second part of the series THE RELIABILITY OF THE BIBLE focuses on the ruined city of Petra in the south-western Jordanian desert. It is one of the seven modern wonders of the world and has been a UNESCO World Heritage Site since 1985. But what many people do not know (including tourists) is that a biblical prediction (prophecy) has been fulfilled in an astonishing way in this ruined city.
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El segundo artículo de la serie «LA FIABILIDAD DE LA BIBLIA» trata sobre la ciudad en ruinas de Petra, situada en el desierto del suroeste de Jordania. Es una de las siete maravillas del mundo moderno y forma parte del Patrimonio Cultural de la Humanidad de la UNESCO desde 1985. Pero lo que muchos no saben (incluidos los turistas) es que en esta ciudad en ruinas se ha cumplido de manera asombrosa una predicción bíblica (profecía).
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Vom Zeltlager zur reichen Stadt
Petra, im Alten Testament „Sela“ (Felsenstadt) genannt, wurde zur Hauptstadt des Reiches der Nabatäer (so um 300 v. Chr.). Anfänglich lebten die Nabatäer in einem Zeltlager inmitten der Felswände, dann begannen sie ihre Umgebung zu gestalten. Sie gruben Gänge und Höhlen in den Sandstein und meißelten kunstvolle Fassaden aus den fast senkrechten Wänden des Kessels heraus. Fast 40 Meter hoch ragen die aus dem massiven Sandstein geschlagenen Gebäudefronten hin die Höhe. Sie meißelten Grabtempel für ihre Könige aus den Felswänden heraus.
Mithilfe eines ausgeklügelten Bewässerungssystems leiteten die Nabatäer das Wasser eines Gebirgsbachs über Tonröhren in die Stadt und schufen so eine künstliche Oase. So konnten sie, verborgen inmitten der Wüste, Obst, Gemüse und Getreide anpflanzen.
Alle Kamelkarawanen machten in der schattigen Stadt Station, sie bekamen hier frisches Wasser und Nahrung, konnten Handel treiben, mussten aber auch Zoll zahlen. Anschließend zogen sie nach Afrika, Asien oder nach Süd-Europa weiter. Durch die Zoll-Einnahmen gelangten die Einwohner Petras zu großem Reichtum und die Nabatäer-Könige wurden sehr mächtig.
Von der reichen zur stolzen Stadt
Mit dem Anwachsen von Reichtum und Kultur wuchs in Petra auch die Grausamkeit und der Stolz. Der Prophet Jeremia sagte ca. 600 Jahre v.Chr. das Ergebnis voraus:
Zu Edom aber sagt der Herr: »Du wohnst in Felsklüften und auf hohen Bergen; aller Welt jagst du Angst und Schrecken ein und hältst dich für den Größten. Dafür mache ich dich jetzt zum kleinsten der Völker; alle Welt wird dich verachten! Du kannst dein Nest so hoch bauen wie ein Adler, ich hole dich von dort herunter!« Wie Sodom und Gomorra mit ihren Nachbarstädten wird es Edom ergehen: Es wird so völlig zerstört, dass niemand dort wohnen bleibt und kein Mensch sich dort aufhalten mag. Jeremia 49,16-18 (Gute Nachricht Bibel)
Wie töricht musste eine solche Prophezeiung auf die selbstgefälligen Einwohner der reichen und uneinnehmbaren Stadt wirken. Wer heute hineingelangen will, muss zu Fuß oder auf dem Pferderücken über einen schmalen Gebirgspfad balancieren oder aber eine bis zu 200 Meter tiefe und an einigen Stellen gerade einmal zwei Meter breite Felsenschlucht durchqueren.
Der vorhergesagte Niedergang erfüllt sich
Und wie bzw. wodurch erfüllte sich die Vorhersage des Propheten Jeremia? Einfach dadurch, dass Petra ihre strategische Bedeutung verlor: Die Römer förderten den Schiffsverkehr auf dem Roten Meer und legten Karawanenwege an, die Petra im Norden umgingen. Dann machte Gerasa im Norden des heutigen Jordanien Petra Konkurrenz als Handelsstadt. Nach mehreren schweren Erdbeben in den Jahren 363, 419, 551 und 747 n.Chr. sowie nach der Eroberung der Region durch die Muslime 636 n.Chr. verließen die letzten Einwohner im Mittelalter die Stadt.
Die Wiederentdeckung der Ruinenstadt
Etwa 1.200 Jahre galt Petra in der westlichen Welt als verschollen. Erst im Jahr 1812 wurde es von den Archäologen wiederentdeckt. In der Prophezeiung heißt es: Es wird so völlig zerstört, dass niemand dort wohnen bleibt und kein Mensch sich dort aufhalten mag. Heute ist Petra verlassen, eine unbewohnte Ruinenstadt. Bis vor einigen Jahren wohnten dort die Beduinen in den Felshöhlen. Sie hatten zwar keinen Strom, aber Schulen in den Höhlen, wo sie ihre Kinder bis zur 6. Klasse unterrichteten. 1985 wurden sie von der jordanischen Regierung umgesiedelt, nur ein paar km entfernt, gegenüber von Petra. Viele von ihnen, auch Kinder, gehen morgens rüber in die Ruinenstadt, um Wandertouren anzubieten, Souvenirs zu verkaufen oder als Kamel- bzw. Eseltreiber zu arbeiten. Abends gehen sie zurück in ihre Siedlung, in der sie sich aber nicht zu Hause fühlen.
In der Ruinenstadt wohnt niemand, darf niemand mehr wohnen. Die Prophetie hat sich erfüllt. DIE ARCHÄOLOGIE BESTÄTIGT DIE BIBEL!
- Mehr über Petra auf jordanien.de
- Fotos aus meiner Reise 2015 (einschl. Petra by night)
- Video Unfassbar: Die goldene Stadt in der Wüste in der Reihe „Wunderwerke der Weltgeschichte“ von Timeline Deutschland (44 Min., besonders bautechnisch)
Beiträge der Reihe DIE ZUVERLÄSSIGKEIT DER BIBEL:
- 01 Belsazar – eine Märchenfigur? i.V.
Lange Zeit wurde der babylonische König Belsazar von Bibelkritikern als literarische Figur betrachtet … bis zur Entdeckung des sogenannten Nabonid-Zylinders. - 02 Petra: Die legendäre Wüstenstadt
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