Beiträge diese Woche: Wie viele Sorgen dürfen/sollen sich Menschen machen, die Gott vertrauen? / Im 8. Beitrag über Erstaunliches aus der Natur geht es diesmal um die so genannte „ewige Qualle“, die in der Lage ist, sich stetig selbst zu verjüngen. / Zitat der Woche darüber, wo Liebe wächst.
This week here: How much should people who trust in God worry? / The eighth post about amazing things in nature is about the so-called ‘eternal jellyfish’, which is able to constantly rejuvenate itself. / Quote of the week about where love grows.
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Esta semana aquí: ¿Cuántas preocupaciones pueden/deben tener las personas que confían en Dios? / En el octavo artículo sobre las maravillas de la naturaleza, esta vez se trata de la llamada «medusa eterna», que es capaz de rejuvenecerse constantemente. / Cita de la semana sobre dónde crece el amor.
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NACHDENKLICHES
Sorgenkarussell adieu!
Vor 2000 Jahren schrieb der Apostel Paulus an die Christen in Philippi (heute Griechenland) einen Rat, der leicht missverstanden werden kann: „Macht euch keine Sorgen! Ihr dürft in jeder Lage zu Gott beten. Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm!“ (Philipper 4,6 nach der Übersetzung Hoffnung für alle)
Wie ist denn das gemeint? Einfach sorglos in den Tag hineinleben und alles andere Gott überlassen? Mir hat die sprachliche Formulierung im griechischen Grundtext geholfen, diesen Satz besser zu verstehen: Paulus benutzt eine Verbform (Präsens), die einen andauernden Zustand meint. Wollte man sie wörtlich übersetzen, müsste man umschreibend formulieren: „Macht euch nicht dauernd Sorgen! Lebt nicht im Gefängnis der ständigen Sorgen!“
Sich mal Sorgen zu machen, gehört unvermeidlich zum Leben, auch als Christ. Aber sich um alles und andauernd Sorgen zu machen, das zeugt nicht vom Vertrauen, das ein Gotteskind zu seinem himmlischen Vater haben darf (vgl. Matthäus 6,26).
Paulus lädt uns ein, Gott die Sorgen im Gebet anzuvertrauen. Das meint, dass wir Gott unsere Sorgen vorlegen, abgeben und sie nicht danach wieder mitnehmen, um weiter zu grübeln. Die vielen Bitten sind ein Zeichen unserer Bedürftigkeit, die Sorgen bei Gott loszulassen, ist ein Beweis unseres Vertrauens.
Ein modernes Gleichnis half mir beim Nachdenken darüber und auch über das Verhältnis zwischen Beten und Handeln (ora et labora): Im fernen Süden hatten zwei Mönche je einen Ölbaum gepflanzt. „Herr“, bat der eine, „sende einen erquickenden Regen, damit mein Bäumchen Wurzel fassen kann!“ Der Herr erhörte diese Bitte. „Nun bedarf es der Sonne“, sagte der Mönch. „O Herr, lass den Himmel sich klären!“ Die Sonne kam und erwärmte die feuchte Erde. „Wenn jetzt der Frost kommen möchte“, dachte der Mönch eines Tages, „damit die Rinde erstarke!“ Der Frost kam und legte einen silbernen Reif auf das Bäumchen. Da ging es ein.
Traurig klagte der Klosterbruder seine Sorgen dem anderen Mönch: „Dein Baum steht frisch und blühend, aber meiner ist eingegangen, trotz meiner vielen Gebete!“ Dieser erwiderte: „Ich habe mein Bäumchen ganz in Gottes Hand gestellt, denn ich dachte mir: Der die Bäume erschaffen hat, weiß am besten, was sie bedürfen. So habe ich Gott keinen Rat erteilt und keine Bedingungen gestellt, sondern habe den Baum gepflegt und gebetet: Vater, nimm dich seiner an!“

Dieses kindliche Vertrauen wünsche ich mir und jedem Besucher meiner Website!
(Erschienen im Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg am 14.1.2026.)
ERSTAUNLICHES AUS DER NATUR (8/10)
Die Qualle, die nie stirbt
Bei der Turritopsis dohrnii geschieht, wovon Menschen träumen: Sie kann ihren Alterungsprozess umkehren. Nach Verletzung oder Stress kehrt sie in ihr Jugendstadium zurück – ein Zyklus ohne Ende.

Diese rosafarbene Qualle, auch als „unsterbliche Qualle“ bekannt, kommt in gemäßigten und tropischen Gewässern weltweit vor – auch um Mallorca und Italien. Sie besitzt laut einer Studie von Forschern der spanischen Universität Oviedo [dort habe ich übrigens studiert, bevor ich nach Deutschland kam] überdurchschnittlich viele Gene, die für die DNA-Reparatur zuständig sind. Darüber hinaus ist die Qualle dazu in der Lage, sich stetig selbst zu verjüngen: Sie beginnt ihr Leben quasi immer wieder von vorne.
Wissenschaftler glauben, dass sie durch die gezielte Umprogrammierung ihrer Zellen praktisch ewig leben könnte – sofern sie nicht gefressen wird. Das wäre biologisches Recycling auf höchstem Niveau.
Ich frage mich, ob das ein verdeckter Hinweis darauf sein könnte, dass wir – Mensch und Natur – ursprünglich tatsächlich ewig erneuert werden sollten. Ewig leben also – zumindest der Mensch.
Nach meinem Kenntnisstand aufgrund biblischer Aussagen gehörte das Sterben nicht zum Schöpfungsplan Gottes. Der Tod kam erst in die Welt – die Menschen und die Natur betreffend – erst dann, als sich das erste Menschenpaar von seinem Schöpfer lossagte (der „Sündenfall“). Der Tod ist also ein Fremdkörper, Feind und nicht Freund. Der Wiederherstellungsplan Gottes wird dann abgeschlossen sein, wenn der Tod, seinen Urheber und die Folgen für immer beseitigt sein werden. Das wird geschehen, wenn Jesus Christus wiederkommt und sein Reich aufrichtet.
ZITAT DER WOCHE
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