Alle Beiträge von Elí Diez-Prida

Ein unruhiger Ruhetag: Karsamstag

Der Betrieb im Tempel lief weiter, als wäre nichts geschehen! (Bild AI-generated)

So einen Sabbat hatten die Feinde und die Freunde Jesu noch nie zuvor erlebt! Für die Priester und Obersten war das ein Sabbat voller Hektik, kein „Sabbat“, d. h. kein Ruhetag. Wie sollten sie auch zur Ruhe finden? Sie dachten sicher über alle möglichen Pläne nach, Schlimmeres (eine Auferstehung!) zu verhindern. Sie feierten den Sabbat nach dem Gesetz, es war aber ein leerer Sabbat, weil sie den Herrn des Sabbats umgebracht hatten!

Die Freunde Jesu versanken in tiefe Trauer, denn sie konnten es nicht fassen, dass ihr Meister (der Messias!), wirklich gestorben war. Über die Frauen, die Jesus begleiteten, schreibt der Evangelist und Arzt Lukas: „Sie [die Frauen] kehrten aber um und bereiteten wohlriechende Öle und Salben. Und den Sabbat über ruhten sie nach dem Gesetz.“ (Lukas 23,56) Die Frauen hatten alles vorbereitet, jetzt gab es für sie nichts mehr zu tun. Außer darüber nachzudenken, ob sie etwas missverstanden hatten.

Und Jesus selbst? Er ruhte am Sabbat im Grab, nach getaner Arbeit. Wie am Ende der Schöpfungswoche. Zeitvergeudung? Keinesfalls: Während Jesus im Grab ruhte, arbeitete der Heilige Geist in den Herzen vieler Menschen weiter (Simon von Kyrene, der Hauptmann, viele Beobachter der Kreuzigung …).

Indem Jesus sich wie ein Weizenkorn in die Erde senken und begraben ließ (vgl. Johannes 12,23f.), nahm er freiwillig die letzte Ohnmacht an, die jedem Menschen eines Tages bereitet ist. Nun konnte er nichts mehr tun, nichts mehr sagen – es war alles in seines Vaters Hand gelegt.

Das trifft nicht allein auf den wöchentlichen Sabbat zu. (Foto: ZPhotoo, pixabay.com)

Von Gott verordnete Ruhe ist immer eine heilsame Ruhe, die etwas bewirkt. Das dürfen bzw. müssen wir auch manchmal erleben: Übergangsphasen, in denen wir nicht die Macher sind, sondern die Ruhenden, die Vertrauenden, die Beter. Weil uns die Kräfte einfach verlassen (z. B. als Rentner). Oder weil unsere Einflussmöglichkeiten (z. B. auf unsere erwachsenen Kinder) sehr begrenzt sind. Oder weil uns Gott in der einen oder anderen Form „aus dem Verkehr zieht“ und wir nur zu ihm beten können: „In deine Hände lege ich mein Lebenswerk, meine Träume, meine Ziele, meine Mühe, meine Erfolge, mein Versagen, meine unerledigten To-Do-Listen. Mach du was Richtiges daraus!“

Der Karsamstag lädt uns ein, uns Gott ganz zu überlassen, die Vergangenheit hinter uns zu lassen, die Zukunft dem Ewigen anzuvertrauen und ihm die Gegenwart zu übergeben. Gott lädt uns ein, bei ihm auszuruhen von all unserer Unruhe. Jeden Sabbat.


 
A restless day of rest: Holy Saturday

Neither the enemies nor the friends of Jesus had ever experienced a Sabbath like this one before! For the priests and leaders, it was a Sabbath full of frenzy—not a “Sabbath” in the true sense of the word, not a day of rest. How could they possibly find rest? They were likely scheming about how to prevent something even worse (a resurrection!) from happening. They observed the Sabbath according to the law, but it was an empty Sabbath—because they had killed the Lord of the Sabbath!

Jesus’ friends sank into deep grief, unable to comprehend that their Master (the Messiah!) had truly died. About the women who followed Jesus, the evangelist and physician Luke writes: “Then they went home and prepared spices and perfumes. But they rested on the Sabbath in obedience to the commandment.” (Luke 23:56) The women had prepared everything—there was nothing more to be done. Except perhaps to wonder whether they had misunderstood something.

And Jesus himself? He rested in the tomb on the Sabbath, after his work was finished—just like at the end of the creation week. A waste of time? By no means: while Jesus rested in the grave, the Holy Spirit continued to work in many hearts—Simon of Cyrene, the centurion, many who had witnessed the crucifixion…

By allowing himself to be buried like a grain of wheat falling into the earth (cf. John 12:23-24), Jesus willingly embraced the ultimate powerlessness that every human being must one day face. He could no longer act or speak—everything was placed in his Father’s hands.

Rest ordained by God is always a healing rest that brings about something good. We, too, may (or must) experience such phases: times of transition when we are no longer the doers, but the ones who rest, who trust, who pray. Because our strength has simply run out (for example, in retirement). Or because our ability to influence (such as over our adult children) is very limited. Or because God, in one way or another, “takes us out of action,” and we can do nothing but pray: “Into your hands I place my life’s work, my dreams, my goals, my efforts, my successes, my failures, my unfinished to-do lists. You make something good out of it!”

Holy Saturday invites us to completely surrender ourselves to God, to leave the past behind, to entrust the future to the Eternal One, and to hand over the present to Him. God invites us to rest in Him from all our restlessness. Every Sabbath.


Un inquieto día de descanso: Sábado Santo

¡Nunca antes los enemigos ni los amigos de Jesús habían vivido un sábado como ese! Para los sacerdotes y los jefes, fue un sábado lleno de agitación, no un “sábado” en el verdadero sentido de la palabra, es decir, no un día de descanso. ¿Cómo iban a encontrar descanso? Seguramente estaban ideando todo tipo de planes para evitar algo aún peor (¡una resurrección!). Celebraron el sábado conforme a la ley, pero fue un sábado vacío, porque habían matado al Señor del sábado.

Los amigos de Jesús se sumieron en una profunda tristeza, porque no podían creer que su Maestro (¡el Mesías!) hubiera muerto de verdad. Sobre las mujeres que acompañaban a Jesús, el evangelista y médico Lucas escribe: “Entonces regresaron y prepararon especias aromáticas y perfumes. Y descansaron el sábado, conforme al mandamiento.” (Lucas 23:56) Las mujeres ya lo habían preparado todo, y ahora no les quedaba nada por hacer. Salvo reflexionar si tal vez habían entendido algo mal.

¿Y Jesús mismo? Descansó en la tumba durante el sábado, tras haber terminado su obra. Como al final de la semana de la creación. ¿Pérdida de tiempo? En absoluto: mientras Jesús descansaba en el sepulcro, el Espíritu Santo seguía obrando en los corazones de muchas personas (Simón de Cirene, el centurión, muchos testigos de la crucifixión…).

Al dejarse enterrar como un grano de trigo que cae en la tierra (cf. Johannes 12:23-24), Jesús aceptó voluntariamente la última impotencia que todo ser humano experimentará algún día. Ya no podía hacer nada, ya no podía decir nada —todo había sido puesto en las manos de su Padre.

El descanso ordenado por Dios es siempre un descanso sanador, que produce fruto. Y nosotros también podemos —o debemos— experimentarlo a veces: fases de transición en las que no somos los que hacen, sino los que descansan, los que confían, los que oran. Porque nuestras fuerzas nos han abandonado (por ejemplo, en la jubilación). O porque nuestras posibilidades de influencia (por ejemplo, sobre nuestros hijos adultos) son muy limitadas. O porque Dios, de una u otra forma, “nos saca de circulación” y solo podemos orar: “En tus manos pongo la obra de mi vida, mis sueños, mis metas, mis esfuerzos, mis logros, mis fracasos, mis listas de tareas inconclusas. ¡Haz tú algo bueno con todo eso!”

El Sábado Santo nos invita a entregarnos completamente a Dios, a dejar atrás el pasado, a confiarle el futuro al Eterno, y a poner en sus manos el presente. Dios nos invita a descansar en Él de toda nuestra inquietud. Cada sábado.

Wo ist denn der Ausgang?

Gibt es einen Ausgang aus dem Käfig von Schuld und Versagen? (Foto: KI-gen.)

Bei meinem morgendlichen Nordic Walking lief ich an einem weitläufig-eingezäunten Gelände mit mehreren Fußballfeldern entlang. Plötzlich sah ich zwei Rehe, die davonliefen, als sie mich kommen sahen. Sie waren auf der anderen Seite des Drahtzaunes, also auf dem Sportplatz, und suchten unruhig nach einem Ausgang. Sie hatten anscheinend vergessen, wo bzw. wie sie in das Gelände gekommen waren.

Die zwei Rehe haben vergessen, wie sie in den eingezäunten Platz geraten sind.

Diese Beobachtung beschäftigte mich eine Weile. Gleichen nicht viele Menschen den zwei Rehen? Sie leben nicht in einem Gefängnis, nein: Ihr Lebensraum ist groß genug. Manchen reicht er allerdings nicht, daher versuchen sie, ihn außerhalb unseres Planeten zu erweitern. Der Lebensraum ist groß genug, die Bewegungsfreiheit ist kaum zu steigern, dennoch geht es ihnen wie den zwei Rehen: Sie fühlen sich nicht wirklich frei, suchen verzweifelt nach … Ja, wonach suchen sie denn?

Es ist so, als fühlten sie sich wie gebunden, eingesperrt durch Sorgen und Ängste, durch Belastungen aus der Vergangenheit, durch Fremderwartungen, die sie nicht erfüllen können, durch Versagen, durch die Unsicherheit darüber, was die Zukunft bringen mag. Wie die zwei Rehe rennen sie von einem Angebot zum anderen und finden den Ausgang aus ihrem großen, unsichtbaren Käfig nicht. Sie finden ihn nicht, weil sie noch nicht erkannt haben, wie sie in den Käfig geraten sind.

Die Bibel beschreibt auf den ersten Seiten, wie der Mensch willentlich und trotz Vorwarnung diesen großen Käfig betrat: Durch die Trennung von seinem Schöpfer (in der Bibel „Sünde“ genannt) gerieten die ersten Menschen (und danach alle ihre Nachkommen bis zu uns heute) in den Machtbereich des Feindes Gottes.

Wo der Eingang ist, ist auch der Ausgang: Zurück in die Gemeinschaft mit dem Schöpfer durch die Tür, die Jesus uns geöffnet hat. Er selbst ist diese Tür zurück in ein befreites, erfülltes Leben in Harmonie mit Gott. Woanders wird man den Ausgang nie finden. Der Evangelist Johannes formulierte es so (Johannes 8,36 Gute Nachricht Bibel):

Wenn der Sohn [Jesus Christus] euch frei macht, dann seid ihr wirklich frei. 

Der Kirchenvater Augustinus hat es in seinen Bekenntnissen so formuliert: „Geschaffen hast du uns auf dich hin, o Herr, und unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir.“

Den Rehen kann man schwer helfen, den Ausgang zu finden. Aber viele Suchende warten darauf, von Christen zu erfahren, wie sie Befreiung und Frieden gefunden haben.

Dieser Text ist im Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg am 6. April 2025 erschienen.


 

 

Where Is the Way Out?

[Shortened] During my morning Nordic walking, I saw two deer inside a fenced sports field. They were restlessly searching for a way out, apparently unaware of how they had gotten in.

The scene reminded me of many people. They don’t live in a prison—their living space is vast—yet they feel trapped. Worries, fears, expectations, failures, and anxiety about the future create an invisible cage. Like the deer, they rush from one opportunity to another in search of freedom, without realizing how they ended up in this state.

The Bible explains that humanity entered this condition through separation from God. But there is a way out: a return to fellowship with the Creator—through Jesus, who is Himself the door. “So if the Son sets you free, you will be free indeed” (John 8:36).

It’s not easy to help the deer find the exit—but we can help people. Christians are called to share the path that truly leads out.


 

¿Dónde está la salida?

[Abreviado] Durante mi matutino nordic walking pasé junto a un campo deportivo cercado. Vi a dos ciervos dentro, buscando inquietos una salida, aparentemente sin saber cómo habían entrado.

Esta escena me hizo pensar en muchas personas. No viven en una prisión; su espacio vital es amplio, y sin embargo, se sienten atrapadas. Preocupaciones, miedos, expectativas, fracasos y la incertidumbre del futuro forman una jaula invisible. Como los ciervos, corren de una oportunidad a otra, buscando libertad, sin comprender cómo llegaron a esa situación.

La Biblia dice que el ser humano cayó en este estado por separarse de Dios. Pero hay una salida: volver a la comunión con el Creador, a través de Jesús, quien es la puerta: “Así que, si el Hijo os hace libres, seréis verdaderamente libres” (Juan 8:36).

A los ciervos difícilmente se les puede ayudar a encontrar la salida —pero a las personas sí. Los cristianos pueden explicar por experiencia propia cual es el camino que realmente conduce a la libertad.

Haar-in-der-Suppe-Dauersucher

Als junger Pastor habe ich bereits einen Bart getragen – zum Leidwesen eines älteren männlichen Gemeindegliedes, das strikt gegen Bärtige auf der Kanzel war. Weil meine Mutter damals meinen Bart nicht so toll fand, habe ich ihn zu Beginn eines längeren Urlaubs abrasiert. Das neue Aussehen gefiel weder mir noch meiner Frau, daher habe ich ihn wieder wachsen lassen – trotz der Ansichten des Gemeindegliedes und der Bemerkungen meiner Mutter.

Ist es nicht bedauerlich, dass wir häufig so viel Energie dafür ausgeben (und sei es nur gedanklich), uns über Dinge aufzuregen, die bei genauer Betrachtung irrelevant sind? Ich denke an Äußerlichkeiten oder Lebensstilfragen, die uns über andere Menschen die Stirn runzeln lassen. Und die, bewusst oder unbewusst, Barrieren oder gar Mauern entstehen lassen. Wäre es nicht viel effektiver und schöner, das Augenmerk auf die positiven Eigenschaften des Gegenübers zu richten? Auf das, was „liebenswert und bewunderungswürdig“ ist? Auf das, was eine „Auszeichnung und Lob“ verdient?

Jesus war ein Spezialist darin, das Positive in Menschen zu erkennen, sogar im bescheidenen Ansatz, um das zu fördern und diejenigen zu motivieren. Hätte er sich mit meinem kritischen Blick auf die Suche nach Mitarbeitern für sein Team begeben, hätte er keine zwölf Männer rekrutieren können – vermutlich nicht einmal drei! Mich hätte er zweitausend Jahre später auch aussortiert.

Es ist bitter, dass wir die Macken an unseren Mitmenschen sofort erkennen und uns darüber ärgern, äußerst träge aber darin sind, das zu erkennen, was liebenswert und bewunderungswürdig ist. Da können wir noch viel von Jesus lernen.

Zu achten ist diesbezüglich darauf, welchen Einflüssen wir uns aussetzen: Lassen wir uns nicht von denen anstecken, die vehement die Suche nach dem Haar in der Suppe betreiben! Zum Thema Macken schreibt Max Lukado in einer Andacht: „Wenn wir nachsichtig miteinander umgehen, bewahren wir uns unsere Freude … Das ist doch leicht, oder? Nein, ist es nicht. Aber es ist wichtig. Das Leben ist zu kostbar und zu kurz, um sich die ganze Zeit aufzuregen.“

Dieser Text ist im Andachtsbuch 2025 des Advent-Verlags Lüneburg für den 4. März erschienen.

 
Perpetual Hair-in-the-Soup Seekers

As a young pastor, I already had a beard—much to the dismay of an older male church member who was strictly against bearded men preaching from the pulpit. Since my mother wasn’t particularly fond of my beard either at the time, I shaved it off at the beginning of a longer vacation. Neither my wife nor I liked my new look, so I let it grow back—despite the church member’s opinions and my mother’s remarks.

Isn’t it unfortunate how often we invest so much energy (even if only mentally) in getting upset over things that, upon closer examination, are entirely irrelevant? I’m thinking of outward appearances or lifestyle choices that make us frown upon others. These things—whether consciously or unconsciously—create barriers or even walls between people. Wouldn’t it be far more effective and beautiful to focus on the positive qualities in others? On what is “lovely and admirable”? On what deserves “commendation and praise”?

Jesus was a specialist in recognizing the good in people—even the smallest spark of potential—and nurturing it to encourage and motivate them. Had he approached recruiting his disciples with the same critical eye many of us use, he probably wouldn’t have found twelve men—perhaps not even three! And two thousand years later, I surely wouldn’t have made the cut either.

It’s a bitter reality that we are quick to notice the flaws in those around us and let them bother us, yet we are far slower to recognize what is lovable and praiseworthy in others. In this, we still have much to learn from Jesus.

We should also be mindful of the influences we expose ourselves to: Let’s not allow ourselves to be infected by those who are constantly searching for the proverbial hair in the soup! Regarding human flaws, Max Lucado writes in a devotional: “When we treat each other with grace, we preserve our joy… That’s easy, right? No, it’s not. But it’s important. Life is too precious and too short to spend all our time being upset.”

Buscadores de los pelos en la sopa

Cuando era un joven pastor, ya llevaba barba, para disgusto de un anciano miembro de la iglesia que estaba estrictamente en contra de los predicadores barbudos en el púlpitо. Como a mi madre tampoco le gustaba mucho mi barba en aquel entonces, me la afeité al comienzo de unas vacaciones largas. Sin embargo, ni a mi esposa ni a mí nos gustó mi nueva apariencia, así que dejé que volviera a crecer, a pesar de las opiniones del miembro de la iglesia y los comentarios de mi madre.

¿No es lamentable que a menudo gastemos tanta energía (aunque solo sea en pensamientos) en enojarnos por cosas que, si las analizamos bien, son completamente irrelevantes? Pienso en la apariencia externa o en cuestiones de estilo de vida que nos hacen fruncir el ceño ante otras personas. Cosas que, consciente o inconscientemente, crean barreras o incluso muros entre nosotros. ¿No sería mucho más efectivo y hermoso enfocarnos en las cualidades positivas del otro? En lo que es „adorable y digno de admiración“. En lo que merece „elogio y reconocimiento“.

Jesús era un especialista en reconocer lo bueno en las personas, incluso en su mínima expresión, para fortalecerlo y motivarlas. Si hubiera buscado discípulos con una mirada tan crítica como la nuestra, no habría encontrado doce hombres, quizás ni siquiera tres. Y dos mil años después, probablemente yo también habría sido descartado.

Es triste que detectemos inmediatamente los defectos de los demás y nos molestemos por ellos, pero que seamos muy lentos en reconocer lo que es digno de amor y admiración. En esto, todavía tenemos mucho que aprender de Jesús.

Debemos prestar atención a las influencias a las que nos exponemos: ¡No nos dejemos contagiar por aquellos que buscan el pelo en la sopa con tanta vehemencia! Sobre los defectos humanos, Max Lucado escribe en una devoción: “Cuando nos tratamos con indulgencia unos a otros, preservamos nuestra alegría… Parece fácil, ¿verdad? No, no lo es. Pero es importante. La vida es demasiado valiosa y demasiado corta para pasarla siempre enojados.”

Glaube und Wissenschaft: unvereinbar?

Es ist sehr schade, wenn Kindern bereits in der Schule nahegebracht wird, Glaube und Wissenschaft seien unvereinbar. (Foto: Victoria, pixabay.com)

Viele Menschen halten Glaube und Wissenschaft für völlig gegensätzlich und unvereinbar: Der Glaube sei etwas für schlichte Gemüter, für Menschen, die im Gestern, in der Tradition leben. Die Wissenschaft – so deren Meinung – sei dagegen etwas für aufgeklärte, moderne Menschen, die den Verstand nicht an der Kirchengarderobe abgegeben haben.

Tatsache ist, dass Glaube und Wissenschaft oft zwar unterschiedliche Ansätze zur Wahrheitssuche haben, sich aber in vielerlei Hinsicht ergänzen können. Hier sind einige Aspekte:

1. Wissenschaft basiert auf Hypothesen, Theorien und Beweisen, die (nicht immer!) durch Experimente überprüft werden können. Dem Glauben geht es nicht um Beweise, sondern um Sinnfragen, Moral, Ethik und das Transzendente. Das alles liegt außerhalb wissenschaftlicher Methoden, was aber nicht bedeutet, dass man blind glauben muss. Denn einem Vorschuss an Vertrauen folgt in der Regel eine persönliche, bestätigende Erfahrung. Es geht also bei Glaube und Wissenschaft um zwei kompatible, sich ergänzende Perspektiven: Die Wissenschaft versucht, das „Wie?“ zu klären, der Glaube das „Warum?“ und „Wozu?“.

2. Könnte die Wissenschaft zweifelsfrei erklären, wie das Leben auf dem Planeten Erde entstanden ist, so blieben wesentliche Fragen offen:

  • Warum existiert das Leben auf der Erde?
  • Warum gibt es uns Menschen?
  • Worauf ist zurückzuführen, dass Krieg, Krankheit und Leid in die Welt gekommen sind, um zu bleiben?
  • Gibt es einen höheren Sinn im Leben?

Auf diese Fragen gibt nur der Glaube – durch die Offenbarung Gottes in der Heiligen Schrift, der Bibel – nachvollziehbare Antworten.

3. Viele Wissenschaftler waren und sind gläubig. Hier eine Auswahl aus der Vergangenheit und aus der neueren Zeit:

  • Isaac Newton (1643–1727) – Einer der bedeutendsten Physiker und Mathematiker; gläubiger Christ und Verfasser theologischer Schriften.
  • Johannes Kepler (1571–1630) – Begründer der Keplerschen Gesetze der Planetenbewegung; sah seine Arbeit als Erforschung der göttlichen Ordnung des Universums.
  • Blaise Pascal (1623–1662) – Mathematiker, Physiker und Philosoph.
  • Gregor Mendel (1822–1884) – Begründer der Genetik und Augustinermönch.
  • James Clerk Maxwell (1831–1879) – Physiker, der für seinen christlichen Glauben bekannt war.
  • Louis Pasteur (1822–1895) – Mikrobiologe und Chemiker, der Gott als Schöpfer des Lebens betrachtete.
  • Michael Faraday (1791–1867) – Physiker und Chemiker, gläubiger Christ aus einer protestantischen Bewegung.
  • Max Planck (1858-1947) – deutscher Physiker und Begründer der Quantenphysik, glaubte an einen allmächtigen, allwissenden, gütigen (wenn auch nicht unbedingt an persönlichen) Gott.
  • Francis Collins (geb. 1950) – Genetiker und Leiter des Human-Genom-Projekts; bekennender Christ und Autor von „The Language of God“.
  • John Polkinghorne (1930–2021) – Physiker und Theologe, der sich mit der Vereinbarkeit von Wissenschaft und Glauben beschäftigte.
  • Werner Heisenberg (1901–1976) – Quantenphysiker, der sich philosophisch mit Religion auseinandersetzte.
  • Antony Hewish (1924–2021) – Nobelpreisträger in Physik, erklärte sich als Christ.
  • Owen Gingerich (geb. 1930) – Astronom und Wissenschaftshistoriker, der offen über seinen Glauben sprach.
  • Allan Sandage (1926–2010) – Astronom, der zu einem christlichen Glauben fand und ihn mit seiner Forschung in Einklang brachte.
  • Charles Duke (geb. 1935) – amerikanischer Astronaut, der als zehnter Mensch den Mond betrat, betrachtete nicht die Mondlandung als das größte Erlebnis seines Lebens, sondern sechs Jahre später Jesus Christus kennengelernt zu haben: «Auf dem Mond bin ich drei Tage lang gegangen – mit Jesus gehe ich für immer.»
  • Ard Louis (geb. 1970er Jahre) – Physiker und Theologe, bekannt für seine Arbeit über Wissenschaft und Glauben.

Diese lange Liste zeigt, dass man sehr wohl gläubig sein und zugleich wissenschaftlich arbeiten kann.

4. Die Wissenschaft hat methodische Grenzen: Sie kann metaphysische Fragen nicht beantworten. Der Glaube kann ethische Maßstäbe bieten, wo Wissenschaft keine moralischen Antworten geben kann (z. B. Bioethik, KI-Ethik).

5. Ja, es gab im Laufe der Geschichte Konflikte (z. B. das geozentrische Weltbild vs das heliozentrische Modell oder die kirchliche Lehre der unsterblichen Seele des Menschen), aber oft resultierten sie aus gesellschaftlichen, kirchlichen Traditionen, nicht aus inhärenten Widersprüchen zwischen biblisch fundiertem Glaube und Wissenschaft.

Glaube und Wissenschaft können sich gegenseitig inspirieren und ergänzen, wenn sie in ihren jeweiligen Bereichen respektvoll bleiben. Es bedarf beiderseits einer gewissen Größe, Grenzen anzuerkennen, Wissenslücken zuzugeben, Irrtümer zu korrigieren und offen zu sein für neue Erkenntnisse.

 
Faith and Science: Incompatible?

Many people consider faith and science to be completely opposite and irreconcilable. They believe that faith is for simple-minded individuals who live in the past and cling to tradition, whereas science, in their view, is for enlightened, modern people who have not left their reason at the church cloakroom.

The fact is that while faith and science often have different approaches to seeking truth, they can complement each other in many ways. Here are some key aspects:

1. Science is based on hypotheses, theories, and evidence that (though not always) can be tested through experiments. Faith, on the other hand, is not about proof but about questions of meaning, morality, ethics, and the transcendent. These areas lie beyond scientific methods, but that does not mean one must believe blindly. An initial trust is often followed by personal, confirming experiences. In this sense, faith and science represent two compatible, complementary perspectives: Science seeks to answer the „How?“ while faith addresses the „Why?“ and „For what purpose?“

2. Even if science could unequivocally explain how life originated on Earth, fundamental questions would remain unanswered:

– Why does life exist on Earth?
– Why do human beings exist?
– How did war, disease, and suffering come into the world and persist?
– Is there a higher purpose in life?

Only faith—through God’s revelation in the Holy Scripture, the Bible—offers comprehensible answers to these questions.

3. Many scientists have been and still are believers. Here are some examples from the past and present:

– **Isaac Newton (1643–1727)** – One of the most significant physicists and mathematicians; a devout Christian and author of theological writings.
– **Johannes Kepler (1571–1630)** – Founder of Kepler’s laws of planetary motion; saw his work as an exploration of the divine order of the universe.
– **Blaise Pascal (1623–1662)** – Mathematician, physicist, and philosopher.
– **Gregor Mendel (1822–1884)** – Founder of genetics and Augustinian monk.
– **James Clerk Maxwell (1831–1879)** – Physicist known for his Christian faith.
– **Louis Pasteur (1822–1895)** – Microbiologist and chemist who viewed God as the creator of life.
– **Michael Faraday (1791–1867)** – Physicist and chemist; devout Christian from a Protestant movement.
– **Max Planck (1858–1947)** – German physicist and founder of quantum mechanics, who believed in an almighty, all-knowing, benevolent (though not necessarily personal) God.
– **Francis Collins (b. 1950)** – Geneticist and head of the Human Genome Project; a committed Christian and author of *The Language of God*.
– **John Polkinghorne (1930–2021)** – Physicist and theologian who explored the compatibility of science and faith.
– **Werner Heisenberg (1901–1976)** – Quantum physicist who engaged in philosophical discussions on religion.
– **Antony Hewish (1924–2021)** – Nobel Prize-winning physicist who identified as a Christian.
– **Owen Gingerich (b. 1930)** – Astronomer and historian of science who openly spoke about his faith.
– **Allan Sandage (1926–2010)** – Astronomer who found Christian faith and reconciled it with his research.
– **Charles Duke (b. 1935)** – American astronaut and the tenth person to walk on the moon. However, he considered not the moon landing, but his encounter with Jesus Christ six years later to be the greatest experience of his life: „On the moon, I walked for three days—with Jesus, I walk forever.“
– **Ard Louis (b. 1970s)** – Physicist and theologian known for his work on science and faith.

This extensive list demonstrates that one can be both a believer and a scientist.

4. Science has methodological limits: It cannot answer metaphysical questions. Faith, in turn, can provide ethical standards where science offers no moral answers (e.g., in bioethics or AI ethics).

5. Yes, there have been conflicts throughout history (e.g., the geocentric vs. heliocentric model or the church’s doctrine of the immortal human soul). However, these conflicts often stemmed from social or ecclesiastical traditions rather than inherent contradictions between biblically founded faith and science.

Faith and science can inspire and complement each other if they respect their respective domains. Both require a certain humility—to acknowledge limits, admit gaps in knowledge, correct errors, and remain open to new insights.

¿Fe y ciencia: incompatibles?

Muchas personas consideran que la fe y la ciencia son completamente opuestas e irreconciliables. Creen que la fe es para mentes sencillas, para personas que viven en el pasado y en la tradición. La ciencia, en su opinión, es para personas modernas e ilustradas que no han dejado su razón en el guardarropa de la iglesia.

Lo cierto es que, aunque la fe y la ciencia tienen a menudo enfoques diferentes en la búsqueda de la verdad, pueden complementarse en muchos aspectos. Aquí algunos puntos clave:

1. La ciencia se basa en hipótesis, teorías y pruebas que (aunque no siempre) pueden ser verificadas mediante experimentos. La fe, en cambio, no se ocupa de pruebas, sino de cuestiones de significado, moral, ética y trascendencia. Todo esto está fuera del alcance de los métodos científicos, pero eso no significa que se deba creer ciegamente. Un acto inicial de confianza suele ir seguido de una experiencia personal que lo confirma. Así, la fe y la ciencia representan dos perspectivas compatibles y complementarias: la ciencia busca responder al „¿Cómo?“, mientras que la fe aborda el „¿Por qué?“ y el „¿Para qué?“.

2. Incluso si la ciencia pudiera explicar sin lugar a dudas cómo surgió la vida en la Tierra, quedarían abiertas preguntas fundamentales:

– ¿Por qué existe la vida en la Tierra?
– ¿Por qué existimos los seres humanos?
– ¿Cuál es la causa de la persistencia de la guerra, la enfermedad y el sufrimiento en el mundo?
– ¿Existe un propósito superior en la vida?

Solo la fe —a través de la revelación de Dios en las Sagradas Escrituras, la Biblia— ofrece respuestas comprensibles a estas preguntas.

3. Muchos científicos han sido y son creyentes. Aquí algunos ejemplos del pasado y del presente:

– **Isaac Newton (1643–1727)** – Uno de los físicos y matemáticos más importantes; cristiano devoto y autor de escritos teológicos.
– **Johannes Kepler (1571–1630)** – Fundador de las leyes del movimiento planetario de Kepler; veía su trabajo como una exploración del orden divino del universo.
– **Blaise Pascal (1623–1662)** – Matemático, físico y filósofo.
– **Gregor Mendel (1822–1884)** – Fundador de la genética y monje agustino.
– **James Clerk Maxwell (1831–1879)** – Físico conocido por su fe cristiana.
– **Louis Pasteur (1822–1895)** – Microbiólogo y químico que consideraba a Dios como el creador de la vida.
– **Michael Faraday (1791–1867)** – Físico y químico; cristiano devoto de un movimiento protestante.
– **Max Planck (1858–1947)** – Físico alemán y fundador de la mecánica cuántica; creía en un Dios todopoderoso, omnisciente y benévolo (aunque no necesariamente personal).
– **Francis Collins (n. 1950)** – Genetista y director del Proyecto Genoma Humano; cristiano confeso y autor de *The Language of God*.
– **John Polkinghorne (1930–2021)** – Físico y teólogo que exploró la compatibilidad entre la ciencia y la fe.
– **Werner Heisenberg (1901–1976)** – Físico cuántico que reflexionó filosóficamente sobre la religión.
– **Antony Hewish (1924–2021)** – Premio Nobel de Física, quien se identificaba como cristiano.
– **Owen Gingerich (n. 1930)** – Astrónomo e historiador de la ciencia que hablaba abiertamente sobre su fe.
– **Allan Sandage (1926–2010)** – Astrónomo que encontró la fe cristiana y la armonizó con su investigación.
– **Charles Duke (n. 1935)** – Astronauta estadounidense y la décima persona en caminar sobre la Luna. Sin embargo, no consideró el alunizaje como la mayor experiencia de su vida, sino su encuentro con Jesucristo seis años después: „En la Luna caminé durante tres días; con Jesús camino para siempre“.
– **Ard Louis (n. década de 1970)** – Físico y teólogo conocido por su trabajo sobre ciencia y fe.

Esta extensa lista demuestra que es completamente posible ser creyente y, al mismo tiempo, dedicarse a la ciencia.

4. La ciencia tiene límites metodológicos: no puede responder preguntas metafísicas. La fe, por su parte, puede proporcionar estándares éticos donde la ciencia no puede ofrecer respuestas morales (por ejemplo, en bioética o ética de la inteligencia artificial).

5. Es cierto que ha habido conflictos a lo largo de la historia (por ejemplo, el modelo geocéntrico versus el modelo heliocéntrico o la doctrina eclesiástica del alma inmortal del ser humano), pero a menudo surgieron de tradiciones sociales o eclesiásticas, más que de contradicciones inherentes entre la fe basada en la Biblia y la ciencia.

Fe y ciencia pueden inspirarse y complementarse mutuamente si respetan sus respectivos ámbitos. Se requiere humildad de ambas partes para reconocer límites, admitir lagunas de conocimiento, corregir errores y estar abiertos a nuevos descubrimientos.

Christen nicht verschont

Eine spontane, verständliche Frage, eine sehr mutige Gegenfrage!
Glaube ohne Käseglocke: Auch Christen sind nicht vor Leid gefeit

Christ zu sein bedeutet nicht, damit eine All-inklusiv-Lebensversicherung zu haben. Auch Christen erleben Krankheit, Leid und Tod. So sind zum Beispiel unter den Opfern der Mordserie an über 180 Menschen in Haiti Anfang Dezember 2024 auch zwei Adventisten getötet worden. Einer von ihnen wurde, während er sich auf den Gottesdienstbesuch vorbereitete, aus seinem Haus gewaltsam abgeführt, erstochen und verbrannt. Aufgrund von Hexereivorwürfen gab man ihm und einem zweiten Adventisten die Schuld am Tod des Kindes eines Bandenführers. (In Haiti gibt es eine halbe Million Adventisten in 679 Kirchengemeinden.)

Auch unter den Opfern des schlimmsten Flugzeugabsturzes in Südkorea seit Jahrzehnten, der Ende Dezember 2024 179 Todesopfer forderte, befanden sich mehrere Kirchenmitglieder und Schüler einer adventistischen Mittelschule. In einer Erklärung der koreanischen Kirchenleitung heißt es: „Wir beten, dass alle, die durch diesen Unfall tief betrübt sind, in Gottes Liebe getröstet werden und dass ihre Wunden durch die Hoffnung auf den Himmel geheilt werden.“

Ich las vor wenigen Wochen die Erfahrung von Linda McCabe, die im November 2024 ihren Mann verlor. Er war 41 Jahre alt und starb sechs Wochen nach der Diagnose Speiseröhrenkrebs im Endstadium. Sie empfand während des Trauerprozesses keine Wut auf Gott. Auch stellte sie nicht die „Warum ich?“-Frage. Jahrelang hatte sie geglaubt, Gott würde sie vor negativen Erfahrungen bewahren, wenn sie perfekt lebte. Daher empfand sie Gott als unfair, wenn er etwas Schlimmes zuließ, obwohl sie sich richtig ernährte, kleidete und verhielt. Sie schreibt: „Ich kenne Menschen, die glaubten, dass sie, weil sie ihr Leben lang vegetarisch gegessen haben, Schutz vor Krebs verdient hätten. Dass ein Schlaganfall oder eine notwendige Operation ein Zeichen spiritueller Schwäche oder Sünde sei. Dass das Schlechte nicht passiert wäre, wenn sie nur bei der Rohkost-Diät geblieben oder konsequenter Sport getrieben hätten.“

Im Laufe der Zeit lernte Linda, dass wir kein Spielball des Zufalls auch nicht ein Spielball Gottes sind. Manchmal sind Leidenserfahrungen das Ergebnis unserer eigenen unglücklichen Entscheidungen. Manchmal entstehen sie durch die Grausamkeit, Inkompetenz oder Gier anderer. Aber meistens passiert es einfach, weil wir in einer Welt leben, in der das Böse existiert.

Linda schreibt: „Wenn ich das große Ganze betrachte, sehe ich eine Welt, in der geschätzt wird, dass über 122 Millionen Menschen aufgrund von Katastrophen oder Kriegen ihre Heimat verlassen mussten, und in den Hotlines für häusliche Gewalt täglich mehr als 20.000 Anrufe eingehen. Deshalb kann ich nicht fragen: ,Warum ich?´, wenn mir etwas Schlechtes passiert. Das kann ich einfach nicht. Eher frage ich: ,Warum nicht ich?´“ Und in Bezug auf ein falsches, weitverbreitetes Gottesbild schließt sie ihr Zeugnis mit den Worten ab: „Wenn man nicht glaubt, dass Gott der Puppenspieler ist, der an allen Fäden zieht, dann gibt man ihm auch nicht die Schuld, wenn ein Faden reißt.“

 
Christians also experience suffering

Being a Christian is not life insurance against illness, suffering and death. Here are three examples from the last few weeks that I have learnt about in my church:

In early December 2024, two Adventists were among 180 murder victims killed in Haiti – one of them abducted as he left his home, stabbed and burned to death. They were accused of the death of a child due to witchcraft allegations.

Several Adventist church members were also affected by the plane crash in South Korea that killed 179 people. The church leadership prayed for comfort for the bereaved.

Linda McCabe lost her husband to oesophageal cancer in November 2024. She had long believed that God would protect her from suffering if she lived perfectly. However, she realised that illness or misfortune are not automatically the result of wrong behaviour, but often just happen.

With millions of refugees and victims of domestic violence in mind, she doesn’t ask ‘Why me?’, but ‘Why not me?’. Her conclusion: if you don’t see God as a puppeteer, you don’t blame him when a thread breaks.

Los cristianos también experimentan el sufrimiento

Ser cristiano no es tener un seguro de vida contra la enfermedad, el sufrimiento y la muerte. He aquí tres ejemplos de las últimas semanas de los que me he enterado en mi iglesia:

A principios de diciembre de 2024, dos adventistas figuraban entre las 180 víctimas de asesinato en Haití: uno de ellos fue secuestrado al salir de su casa, apuñalado y quemado hasta la muerte. Fueron acusados de la muerte de un niño por acusaciones de brujería.

Varios miembros de la Iglesia Adventista también se vieron afectados por el accidente aéreo ocurrido en Corea del Sur, en el que murieron 179 personas. Los dirigentes de la iglesia oraron para consolar a los afligidos.

Linda McCabe perdió a su marido a causa de un cáncer de esófago en noviembre de 2024. Durante mucho tiempo creyó que Dios la protegería del sufrimiento si vivía perfectamente. Sin embargo, se dio cuenta de que la enfermedad o la desgracia no son automáticamente el resultado de un mal comportamiento, sino que a menudo simplemente suceden.

Pensando en millones de refugiados y víctimas de la violencia doméstica, no se pregunta «¿Por qué yo?», sino «¿Por qué no yo?». Su conclusión: si no ves a Dios como un titiritero, no le culparás cuando se rompa un hilo.

28 Jahre vergeudet!

Nachbau der Höhle, in der sich Yokoi versteckte.

English / Español

Er vergeudete 28 Jahre seines Lebens, so lange verbrachte er im Dschungel versteckt: der japanische Unteroffizier Yokoi Shōichi. Mit anderen Soldaten seiner Einheit versteckte er sich auf der Insel Guam im Sommer 1944. Zuerst erfuhr er nicht von der Kapitulation Japans, acht Jahre später traute er der Information eines Flugblattes nicht bzw. hielt eine persönliche Kapitulation für unehrenhaft. Nach weiteren zwölf Jahren starben seine beiden letzten Gefährten und so harrte er allein weiter aus: Er lebte in einer kleinen, selbst gegrabenen Erdhöhle und ernährte sich unter anderem von Nüssen, Schnecken, Fröschen, Krebsen, Vögeln und Ratten.

Am 24. Januar 1972, also vergangene Woche vor 53 Jahren, wurde er schlussendlich von Fischern entdeckt. Das Medienaufsehen war riesengroß! Wie bitter, so viel Zeit in selbstgewählter Isolation und in einem unwürdigen Zustand zu verbringen, obwohl er ein Leben in Freiheit hätte genießen können!

Nicht weniger bitter ist die Tatsache, dass so viele Menschen heute eine Existenz zweiter oder dritter Klasse dahinfristen, weil sie nicht erfahren haben oder nicht glauben wollen: Gott hat Frieden mit den Menschen geschlossen! Jeder darf sein selbst-gewähltes Gefängnis der Angst, der Orientierungs- und Hoffnungslosigkeit verlassen, ein Leben in Freiheit und Würde führen und sich über die Aussicht freuen, die Ewigkeit im Reich Gottes zu verbringen. Dort, wo es keinen Krieg und keine Katastrophen, keine Krankheit und keinen Tod geben wird.

Diese gute Nachricht darf jeder als „Botschafter“ des Himmels weitergeben, der diese Befreiung erfahren hat. Daher schrieb der Apostel Paulus vor 2000 Jahren an die Christen in der griechischen Stadt Korinth (2. Korinther 5,20 Neues Leben Bibel):

So sind wir Botschafter Christi, und Gott gebraucht uns, um durch uns zu sprechen. Wir bitten inständig, so, als würde Christus es persönlich tun: „Lasst euch mit Gott versöhnen!“

Yokoi konnte sich bei seiner Befreiung nicht richtig freuen, weil er sich dafür schämte, nicht im Krieg gefallen zu sein, daher sagte er: „Es ist mir sehr peinlich, lebend zurückzukehren.“ Keiner von uns muss sich dafür schämen, die Freiheit unverdienterweise in Anspruch zu nehmen, die Gott uns anbietet.

Yokoi lebte noch 25 Jahre nach seiner Rückkehr in die Zivilisation: Er heiratete, arbeitete als Überlebenstrainer und schrieb Ratgeber über gesunde Ernährung. So hat seine Geschichte ein gewisses Happy End gehabt. Trotz allem.

[Dieser Text ist für den 24.1.2025 im Andachtsbuch 2025 des Advent-Verlags Lüneburg erschienen]

YouTube-Video 28 Years in Hiding: The Incredible Story of Shoichi Yokoi (englisch, 30 Min.)


 

28 wasted years!

He wasted 28 years of his life, spending that long hiding in the jungle: Japanese non-commissioned officer Yokoi Shōichi. Together with other soldiers from his unit, he went into hiding on the island of Guam in the summer of 1944. At first he did not learn of Japan’s surrender, but eight years later he did not trust the information in a leaflet and considered a personal capitulation dishonourable. After another twelve years, his last two companions died and so he endured alone: He lived in a small burrow he had dug himself and fed on nuts, snails, frogs, crabs, birds and rats, among other things.

On 24 January 1972, 53 years ago also, he was finally discovered by fishermen. The media attention was huge! How bitter to spend so much time in self-imposed isolation and in an inhumane conditions when he could have enjoyed a life in freedom!

No less bitter is the fact that so many people today live a second or third class existence because they have not heard or do not want to believe: God has made peace with mankind! Everyone can leave their self-imposed prison of fear, disorientation and hopelessness, lead a life of freedom and dignity and enjoy the perspective of spending eternity in the kingdom of God. Where there will be no war and no catastrophes, no illness and no death.

Anyone who has experienced this deliverance can pass on this good news as an „ambassador“ from heaven. This is why the apostle Paul wrote to the Christians in the Greek city of Corinth 2000 years ago (2 Corinthians 5:20):

So we are Christ’s ambassadors, and God uses us to speak through us. We ask fervently, as if Christ were doing it personally: “ Let yourselves be reconciled to God!“

Yokoi couldn’t really rejoice at his liberation because he was ashamed of not having fallen in the war, so he said, „I’m very embarrassed to come back alive.“ None of us need to be ashamed of undeservedly claiming the freedom that God offers us.

Yokoi lived for 25 years after his return to civilisation: he married, worked as a survival trainer and wrote guidebooks on healthy eating. So his story had something of a happy ending. Despite everything.


 

¡28 años desperdiciados!

Desperdició 28 años de su vida, pasando ese tiempo escondido en la selva: el suboficial japonés Yokoi Shōichi. Junto con otros soldados de su unidad, se escondió en la isla de Guam en el verano de 1944. Al principio no se enteró de la capitulación de Japón, ocho años después no se fiaba de la información de un panfleto y consideraba deshonrosa una rendición personal. Al cabo de otros doce años, murieron sus dos últimos compañeros, por lo que perseveró solo: Vivía en una pequeña madriguera que él mismo había cavado y se alimentaba, entre otras cosas, de nueces, caracoles, ranas, cangrejos, pájaros y ratas.

El 24 de enero de 1972, hace ahora 53 años, fue descubierto por unos pescadores. La atención mediática fue enorme. ¡Qué amargo pasar tanto tiempo en un aislamiento autoimpuesto y en una condición indigna cuando podría haber disfrutado de una vida en libertad!

No menos amargo es el hecho de que tantas personas vivan hoy una existencia de segunda o tercera clase porque no han sabido o no quieren creer: ¡Dios ha hecho las paces con la humanidad! Todos pueden salir de su prisión autoimpuesta de miedo, desorientación y desesperanza, llevar una vida de libertad y dignidad y disfrutar de la perspectiva de pasar la eternidad en el reino de Dios, donde no habrá guerras ni catástrofes, ni enfermedades ni muerte.

Cualquiera que haya experimentado esta liberación debe transmitir esta buena noticia como „embajador“ del cielo. Por eso el apóstol Pablo escribió a los cristianos de la ciudad griega de Corinto hace 2000 años (2 Corintios 5:20):

Así que somos embajadores de Cristo, y Dios se sirve de nosotros para hablar a través de nosotros. Pedimos con fervor, como si Cristo lo hiciera personalmente: „¡Reconciliaos con Dios!“.

Yokoi no conseguía alegrarse de su liberación porque se avergonzaba de no haber caído en la guerra, así que dijo: „Me da mucha vergüenza volver vivo“. Ninguno de nosotros tiene por qué avergonzarse de aceptar inmerecidamente la libertad que Dios nos ofrece.

Yokoi vivió 25 años tras su regreso a la civilización: se casó, trabajó como entrenador de supervivencia y escribió guías sobre alimentación sana. Así que su historia tuvo algo parecido a un final feliz. A pesar de todo.