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Vergleichen macht nicht glücklich

HINGESCHAUT. (7)

Kleine Beobachtungen. Große Gedanken.

Wir vergleichen dabei meistens Dinge, die sich gar nicht sinnvoll vergleichen lassen. Denn der äußere Schein kann täuschen. (Foto KI generiert)
Wer von beiden hat mehr? (Kurzfassung auf Instagram: #edp51)

Unser vierjähriger Enkel weint, obwohl er gerade 50 Euro für seine Sparbüchse bekommen hat. Wie ist das möglich? Ganz einfach: Seiner Schwester haben wir drei Geldscheine gegeben: 20+20+10 Euro. Er hat aber nur einen einzigen bekommen: einen 50-Euro-Schein!

Wir mussten lachen. Aber es war gar nicht so einfach, dem Vierjährigen zu erklären, dass sein einer Schein genauso viel wert ist wie die drei Scheine seiner Schwester.

Und plötzlich dachte ich: Machen wir Erwachsenen nicht manchmal genau denselben Fehler – nur auf einem etwas höheren Niveau?

Wir schauen auf andere und vergleichen:

  • Er hat das größere Haus.
  • Sie fährt das bessere Auto.
  • Er ist beruflich erfolgreicher.
  • Sie kann etwas, das mir nicht gelingt.
  • Andere reisen mehr, haben mehr Freunde, sehen jünger aus, sind sportlicher, kreativer, erfolgreicher …

Und schon beginnt unsere eigene Rechnung: Was habe ich – und was haben die anderen?

Das Problem: Wir vergleichen dabei meistens Dinge, die sich gar nicht sinnvoll vergleichen lassen. Denn der äußere Schein kann täuschen. Wir sehen bei anderen das, was nach außen sichtbar ist. Nicht aber ihre Sorgen, ihre Enttäuschungen, ihre schlaflosen Nächte oder den Preis, den sie für manches bezahlt haben. Wir vergleichen unser ganzes Leben mit dem Schaufenster eines anderen.

Und noch etwas: Wir sind nicht dafür gemacht, eine Kopie eines anderen zu sein. Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte mit, seine Erfahrungen, seine Möglichkeiten, seine Grenzen, seine Begabungen. Der eine hat vielleicht zehn Dinge gelernt, die der andere nicht kann. Dafür kann dieser etwas, das jenem völlig fehlt.

Ein 50-Euro-Schein wird nicht dadurch weniger wert, dass daneben drei Geldscheine (20+20+10) liegen.

Vielleicht gilt das auch für uns. Mein Wert hängt nicht davon ab, ob jemand anderes mehr kann, mehr besitzt oder mehr erreicht hat als ich. Ich bin einmalig. Wertvoll. Nicht erst dann, wenn ich mich im Vergleich mit anderen als „gut genug“ erweisen kann.

Vergleiche können uns in zwei ganz unterschiedliche Richtungen treiben: Sie können uns überheblich machen, wenn wir uns für besser halten. Oder sie können uns klein und unzufrieden machen, wenn wir uns für schlechter halten. Beides führt weg von dem, was wirklich zählt.

Vielleicht sollten wir deshalb gelegentlich aufhören, die Geldscheine neben uns zu zählen. Und genauer hinschauen:

  • Was habe ich eigentlich selbst in der Hand?
  • Was kann ich daraus machen?

Für mich gehört dazu auch der Gedanke: Gott hat mir Gaben und Fähigkeiten gegeben – nicht die eines anderen, sondern meine eigenen. Manche davon sind vielleicht noch verborgen. Andere kann ich weiterentwickeln und einsetzen.

Es geht nicht darum, möglichst viel von dem zu werden, was andere sind. Es geht darum, mit dem etwas zu machen, was mir anvertraut ist. Und es meinen Mitmenschen zur Verfügung zu stellen. Nicht ständig mehr erreichen und andere übertrumpfen, sondern zu dienen. So wie der Apostel Petrus in der Bibel schreibt: „Dient einander mit den Fähigkeiten, die Gott euch geschenkt hat.“ (1. Petrus 4,10)

Vielleicht ist mein „einer Schein“ viel wertvoller, als ich gerade denke!

 

Abstract:
We gave our four-year-old grandson 50 euros for his piggy bank – and he burst into tears! His sister, you see, had been given three notes: 20, 20 and 10 euros. He found it hard to understand that a 50-euro note is worth just as much as three smaller notes.
And what about us adults? We sometimes do the same. We compare what others have, can do or have achieved – with what we ourselves have. Yet we often only see the outward appearance. But appearances can be deceiving. We don’t see other people’s worries, their disappointments, their sleepless nights or the price they’ve paid for certain things. We compare our whole lives with someone else’s shop window. And we forget: every person is unique. Nobody needs to measure themselves against others to determine their worth.

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Resumen
A nuestro nieto de cuatro años le dimos 50 euros para su hucha… y se puso a llorar. Y es que su hermana había recibido tres billetes: 20 + 20 + 10 euros. No podía comprender que un billete de 50 euros valiera lo mismo que tres billetes más pequeños.
¿Y qué hay de nosotros, los adultos? A veces hacemos lo mismo. Comparamos lo que los demás tienen, pueden hacer o han conseguido con lo que tenemos nosotros. Pero a menudo solo vemos la imagen exterior. Y las apariencias pueden engañar. No vemos en los demás sus preocupaciones, sus decepciones, sus noches de insomnio ni el precio que han pagado por algunas cosas. Comparamos toda nuestra vida con el escaparate de otra persona. Y nos olvidamos de que cada persona es única. Nadie tiene que medirse con los demás para determinar su valor.

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Liebe vorgelebt

Donnerstagabend. Jesus ist sehr traurig. Und besorgt – vor allem um seine Schüler (Jünger). Um sie zu stärken, feiert er mit ihnen das Abendmahl. Vorher aber greift er zur Wasserschüssel und beginnt, ihnen die staubigen Füße zu waschen. Ein Sklave war nicht im Haus und von den Zwölf hatte keiner Anstalten gemacht, diesen niedrigen Dienst übernehmen zu wollen.

Markus Spieker schreibt: „Der Mann, der vier Tage zuvor noch als König in Jerusalem eingeritten ist, verrichtet den niedrigsten Dienst überhaupt. Ein modernes Äquivalent wäre ein Staatspräsident, der bei einem Staatsbankett den Toilettendienst übernimmt.“ (JESUS. Eine Weltgeschichte, S. 459)

Was für ein Vorbild! Jesus predigte nicht nur über die Liebe: Er lebte vor, was wahre Liebe ist!



Love exemplified
Thursday evening. Jesus is very sad. And worried – especially about his disciples. To strengthen them, he celebrates the Lord’s Supper with them. But before that, he reaches for the water bowl and begins to wash their dusty feet. A slave was not in the house and from the twelve none had signaled to want to take over this low service.

Markus Spieker writes: „The man, who four days before had ridden into Jerusalem as king, performs the lowest service of all. A modern equivalent would be a president taking over the toilet service at a state banquet.“ (JESUS. Eine Weltgeschichte, p. 459).

What a role model! Jesus not only preached about love: He exemplified what true love is!


Amor ejemplificado
Es jueves por la noche. Jesús está muy triste. Y preocupado – especialmente por sus discípulos. Para fortalecerlos, celebra la Santa Cena con ellos. Pero antes de eso, coge una palangana y empieza a lavarles los pies polvorientos. No había ningún esclavo presente y ninguno de los doce había mostrado querer asumir este humillante servicio.

Markus Spieker escribe: „El hombre que cuatro días antes había entrado en Jerusalén como rey está realizando el servicio más inferior de todos. Un equivalente moderno sería un presidente limpiando los baños durante un banquete de Estado“. (JESUS. Eine Weltgeschichte, p. 459)

¡Qué modelo tan asombrante! Jesús no se limitó a predicar sobre el amor: ¡Él ejemplificó lo que es amar de verdad!

Ein kleines großes Licht!

[nx_spacer size=“5″]Wenn durch einen Menschen ein wenig mehr Liebe und Güte, ein wenig mehr Licht und Wahrheit in der Welt war, hat sein Leben einen Sinn gehabt. Alfred Delp (1907-1945)

Herr, hilf mir, solch eine Person zu sein!


If there was a little more love and goodness, a little more light and truth in the world through a person, his life had meaning. Alfred Delp (1907-1945)  Foto

Lord, help me to be such a person!

 

Si una persona ha conseguido traer un poco más amor y bondad, luz y verdad a este mundo, entonces su vida no ha sido en vano. Alfred Delp (1907-1945)  Foto

¡Dios mío, ayúdame a ser una de esas personas!

Deine Hände, Gottes Hände

Foto: AndyLeung, pixabay


Deutsch
:
Christus hat niemanden auf Erden außer euch, keine Hände außer euren, keine Füße außer euren. Deine Augen sind es, durch die man auf Christi Erbarmen gegenüber dieser Welt blickt; Deine Füße sind es, mit denen Er herumgeht, um Gutes zu tun; Deine Hände sind es, mit denen er die Menschen jetzt segnet. Teresa von Avila

English:
Christ has no one on earth but you, no hands but yours, no feet but yours. it is your eyes through which one looks at Christ’s mercy towards this world; it is your feet with which He walks to do good; it is your hands with which He blesses people now. Teresa of Avila
(picture)

Español:
Cristo no tiene cuerpo, sino el tuyo, no tiene manos o pies en la tierra, sino los tuyos. Tuyos son los ojos con los que se ve la compasión que tiene por este mundo. Tuyos son los pies con los que camina para hacer el bien. Tuyas son las manos, con las que él bendice todo el mundo. Teresa de Ávila
(foto)

Teresa von Ávila (1515-1583) ist eine spanische Ordensgründerin, Mystikerin und Kirchenlehrerin. Ihre jüdische Familie trat zum Christentum über, als sie fünf Jahre alt war. Sie trat gegen den Willen ihres Vaters in ein Kloster ein. Die Gelehrte, Schriftstellerin und Mystikerin war die erste Frau, die zur Kirchenlehrerin erhoben wurde.

„Ich bestehe nur aus Egoismus“

Ihr erstes Fotoshooting: Was wird aus beiden, dem jungen Model und dem jungen Fotografen, werden? Wer und was wird sie prägen? Welche Vorbilder werden sie sich aussuchen? (Foto: Bess-Hamiti, pixabay)

„Ein Modezar verlässt die Welt“, so lautete eine der Schlagzeilen nach dem Tod des Modeschöpfers Karl Lagerfeld. Da ich mich auf diesem Gebiet nicht auskenne, wusste ich nicht viel über diesen talentierten und erfolgreichen Menschen, der darin groß war, sich selbst zu inszenieren und auch zu provozieren.

Beim Lesen einiger Spruchsammlungen, die es von ihm gibt, gefiel mir dieses Zitat gut: „Persönlichkeit fängt dort an, wo der Vergleich aufhört.“ Es gefällt mir deswegen gut, weil ich es für gefährlich halte, sich mit anderen zu vergleichen: Die Gefahr dabei ist groß, dass man überheblich oder depressiv wird, je nachdem, mit wem man sich vergleicht.

Andere Sprüche von ihm machten mich aber sehr nachdenklich: „Ich interessiere mich nur für mich selbst und mein Spiegelbild.“ „Ich bestehe nur aus Egoismus. Ich bin keine Opfernatur.“ „Ich leide an einer Überdosis meiner selbst.“

Welch ein Kontrast zur Person, die ich am meisten bewundere und mein lebenslanges Vorbild ist: Jesus Christus! Über ihn schrieb Paulus den Christen in Philippi:

Seid bescheiden und achtet den anderen mehr als euch selbst. Denkt nicht an euren eigenen Vorteil. Jeder von euch soll das Wohl des anderen im Auge haben. Nehmt euch Jesus Christus zum Vorbild: Obwohl er in jeder Hinsicht Gott gleich war, hielt er nicht selbstsüchtig daran fest, wie Gott zu sein. Nein, er verzichtete darauf und wurde einem Sklaven gleich … Er erniedrigte sich selbst noch tiefer und war Gott gehorsam bis zum Tod, ja, bis zum schändlichen Tod am Kreuz. Philipper 2,3–8 (Hoffnung für alle)

Jesus Christus „klebte“ nicht an seinem Thron im Himmel. Dienen war seine Lebensmaxime. Mit seinen Worten verletzte er nicht, sondern richtete auf. Für die Schwächsten in der Gesellschaft empfand er tiefstes Mitleid, ehrte sie und gab ihnen Lebensmut und Lebenssinn.

Jesus Christus ist der Einzige, auf den wir als Vorbild blicken können, ohne depressiv werden zu müssen. Denn wir brauchen ihn nicht zu kopieren – und könnten es gar nicht. Seine Erniedrigung erhöht uns Sünder zu wertvollen Kindern Gottes. Seine Vollkommenheit bedeckt unsere Schwäche. Seine Liebe verändert unser Wesen und motiviert uns, so zu leben und zu lieben wie er, weil er in uns leben und durch uns lieben kann und will.