So schön ist es am Bodensee! (3/4)

Besonders der Konstanzer Hafen mit der Imperia und dem Konzilgebäude ist ein Besuchermagnet. Meine Frau und ich mögen Konstanz sehr, am Hafen könnte ich stundenlang verweilen. (Alle Fotos edp-2026/05)
Zwischen See und Altstadt: Konstanz ist immer eine Reise wert

Konstanz ist mit knapp 87.000 Einwohnern die größte Stadt am Bodensee. Sie grenzt direkt an die Schweizer Stadt Kreuzlingen. Die lebendige Universitätsstadt vereint eine Jahrtausende alte Geschichte, eine exzellent erhaltene mittelalterliche Altstadt und eine einzigartige Lage direkt am Wasser. Persönlich-familiär haben wir einen besonderen Bezug zu Konstanz, weil unser jüngerer Sohn hier studiert hat und unsere zwei Enkelkinder hier geboren sind. Ein jährlicher Besuch ist seit mehr als 20 Jahren ein Muss. (So ist meine Bodensee-Fotosammlung enorm angewachsen. Auf dieser Seite poste ich aber nur eine Fotoauswahl von Mai 2026.)

Wahrzeichen von Konstanz ist die neun Meter hohe Imperia-Statue, die sich an der Hafeneinfahrt ständig dreht. Die Statue stellt eine schöne Kurtisane dar, die auf ihren Händen zwei nackte, kleine Männer hält: Papst Martin V. (mit der Tiara) und Kaiser Sigismund (mit der Krone und dem Reichsapfel). Die Skulptur kritisiert die Doppelmoral und die weltliche Verstrickung der Machthaber während des Konstanzer Konzils (1414-1418). Der Obelisk ist ein Denkmal für Graf Ferdinand von Zeppelin, den Erfinder des Zeppelin-Luftschiffes, der 1838 in Konstanz geboren wurde.
Im Hintergrund ist das Konstanzer Münster (röm.-kath., 1089 geweiht), das zzt. renoviert wird. Die Blumenkugel hängen überall in der Altstadt. Obwohl sie aus Plastik sind, finde ich sie sehr schön. Die goldene Löwenfigur (1433) befindet sich in einer Nische am Hotel Augustiner Tor am Obermarkt. Die Freskomalerei oben rechts (1835) dekoriert die Fassade des Hotels Graf Zeppelin. Die Skulptur des gekrönten „Mohren“ mit Speer und Schild ziert die Fassade der ehemaligen Mohren-Apotheke (heute St. Pelagius Apotheke). Die Fresken unten Mitte und rechts sind an der aufwendig bemalten Fassade des Patrizierhauses zum Hohen Hafen zu sehen. Constantia bedeutet Beständigkeit, der Anker ist ein Symbol der Standhaftigkeit.
In diesem Restaurant mit türkischen Spezialitäten werden die Gäste aus zahlreichen Ländern mehrsprachig willkommen geheißen. Der Uhrturm des historischen Hotels Barbarossa mit seiner grünen Kupferkuppel. Oben rechts und unten: Dies ist das historische Rathaus, bekannt für seine aufwendige Fassadengestaltung mit Fresken aus dem Jahr 1864, die Szenen aus der Stadtgeschichte darstellen. Das Wandfresko stellt den erbitterten Kamp an der Rheinbrücke am 6. August 1548 dar. Spanische Truppen des katholischen Kaisers Karl V. versuchten, die protestantische Stadt Konstanz im Zuge des Schmalkaldischen Krieges zu überrumpeln. Das Bürgerbataillon und die Konstanzer Miliz leisteten erbitterten Widerstand auf der Brücke und schlugen den Angriff der kaiserlichen Truppen erfolgreich zurück. Dennoch verlor Konstanz kurz darauf seine Reichsfreiheit und wurde an Österreich angegliedert.
Die Dreifaltigkeitskirche wurde im späten 13. Jahrhundert für das örtliche Kloster der Augustiner-Eremiten errichtet, daher wird sie auch Augustinerkirche genannt. Sie fungierte bis zur Auflösung des Klosters 1802 als Klosterkirche sowie ab dem 17. Jahrhundert zusätzlich als Garnisonkirche, danach als Spitalkirche, altkatholisches Gotteshaus (1873–1904), römisch-katholische Pfarrkirche und heute ökumenische „City-Kirche“. Die Orgel (1926 erbaut), ist seit 1999 stillgelegt, zur Begleitung wird eine Digitalorgel genutzt.

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