Eine belebte Einkaufsstraße

SO SCHÖN IST LÜNEBURG – Teil 7
 

The street Große Bäckerstraße, which links the Marktplatz with Platz Am Sande, is one of Lüneburg’s busiest shopping streets. This was once home to Lüneburg’s wealthy and distinguished residents, as can be seen from various houses along the street.

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La calle Große Bäckerstraße, que une la plaza del mercado con la plaza Am Sande, es una de las calles comerciales más animadas de Lüneburg. Aquí vivían antiguamente los habitantes más acomodados y distinguidos de la ciudad, como se puede apreciar en las fachadas de varias casas.

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Die Große Bäckerstraße am 1. Mai 2005. (Alle Fotos edp, zum Vergrößern anklicken.)

Die Große Bäckerstraße, die den Marktplatz mit dem Platz Am Sande verbindet, ist eine der am meisten belebten Einkaufsstraßen Lüneburgs. Hier wohnten einst der wohlhabenden und vornehmen Lüneburger, wie man an verschiedenen Häusern erkennen kann.

Ich konnte der Verlockung nicht widerstehen, mich auf die „Salzsau“ zu setzen!

Sie fällt sofort nach Betreten der Großen Bäckerstraße vom Rathausplatz kommend auf: die „Salzsau“! Vor mehr als tausend Jahren soll ein Wildschwein, von den Jägern verfolgt, erlegt und zerlegt, Salzspuren an Fell und Pfoten gezeigt haben. Die Spur führte zu einer salzigen Lake, aus der beim Graben eine Salzquelle hervortrat: Dort sprudelte bald der Reichtum Lüneburgs, denn dort entstand das erste Salzwerk der Stadt. Eine nette Sage!

Über die Entdeckung des 500 Jahre alten Meisterwerkes wurde in den Medien ausführlich berichtet. (Foto: Markus Tillwick 2025)

Nur ein paar Meter von der Salzsau entfernt, wo in der Nr. 27 früher ein Nebeneingang von Galeria Kaufhof war, konnte man eine sehr schöne Deckenmalerei in einer schweren Holzbalkendecke betrachten, umgeben von Parfüms und Kosmetika. Ich habe Fotos gemacht, kann sie aber in meinen vielen Bilder-Festplatten nicht finden. Wird also nachgeholt. Kürzlich hat dort ein dänischer Laden (Søstrene Grenes) eröffnet, den ich aber noch nicht besucht habe.

Eine weitere sehenswerte Holzdecke ist im der Nähe zu sehen, und zwar im Skala-Kino (siehe weiter unten). Und eine dritte um die Ecke können Besucher des Bäckerei-Cafés „Junge“ Am Sande (46) beobachten, und zwar exakt aus dem Jahr 1563.

Das 500 Jahre alte, durch eine abgehängte Decke versteckte Meisterwerk, zeigt kreisrunde Medaillons mit weiblichen Allegorien der Tugenden, darunter die drei christlichen Tugenden Glaube, Hoffnung, Liebe. Die Deckenmalerei ist nach der Restaurierung während der regulären Öffnungszeiten für jeden Besucher des Bäckerei-Cafés „Junge“ bei einer Tasse Kaffee/Tee im Sitzen frei zugänglich. (Fotos: Markus Tillwick 2025)
Stadtwappen, Engel- und Frauenfiguren, Tiere… Der Hund links und der Affe rechts verkörpern die für einen damaligen Apotheker wichtigsten Sinne: Geruch und Geschmack.

Im Haus Nr. 9 kann man die Alte Ratsapotheke von 1598 mit einer reich gestalteten, farbenfrohen Renaissance-Fassade und einem historischen Innenraum bewundern. In diesem, holzgetäfelt, werden die historischen Apotheken-Regale und Kommoden mit geschnitzten Vorderseiten und Metallbeschlägen noch genutzt. Alles erinnert an eine Zeit, in der Apotheker nicht nur Medikamente ausgaben, sondern diese häufig selbst herstellten.

Die lateinische Inschrift im Sandsteinfries (durch die Laterne zum Teil versteckt) ist ein Wort des weisen Salomon: „Es heilte sie weder Kraut noch Pflaster, sondern dein Wort, Herr, das alles heilt.“ (Weisheit 16,12) Die prächtige Fassade zeigt den Wohlstand, den Handel und Handwerk in der Hansestadt hervorbrachten.
Klein aber fein: das Programmkino Scala in einer Seitenstraße (Apothekenstraße 17) gibt es seit den 1950er Jahren, in der heutigen Form als Programmkino seit 2000. Es ist angenehm klimatisiert!

Nach oben gucken nicht vergessen! Das Scala, ein kleines Programmkino in einer Seitenstraße, ist ein Geheimtipp: nicht nur wegen der ausgewählten Filme abseits des Mainstreams und der Sondervorführungen (wie Dokumentationen mit Gespräch, Kinder- und Seniorenkino), sondern wegen der sehenswerten Holzdecke in Saal 4. In diesem Raum, der früher ein Café war, kann man kastenförmige Renaissance-Malereien an der Decke bewundern. Mehr: https://www.scala-kino.net/

Interessante Filme anschauen und davor/danach die Decke bewundern: Beides ist möglich (u.a.) im Saal 4 des Scala. Hier haben meine Frau und ich u.a. diese Filme gesehen, die wir weiterempfehlen können: „Der Lehrer, der uns das Meer versprach“ und „Der Pinguin meines Lebens“ (beide basieren auf wahren Geschichten) und „Der Buchspazierer“ (mit Christoph Maria Herbst).
Elí Diez-Prida online
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