SO SCHÖN IST LÜNEBURG – Teil 2
Right in the heart of Lüneburg’s historic waterfront district (Wasserviertel) lies one of the city’s most beautiful and lively spots: the Stintmarkt.
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En pleno barrio histórico del agua (Wasserviertel), en Lüneburg, se encuentra uno de los lugares más bonitos y animados de la ciudad: el Stintmarkt.
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Der Stintmarkt im Wasserviertel an der Ilmenau in Lüneburg.
Mitten im historischen Wasserviertel von Lüneburg liegt einer der schönsten und lebendigsten Orte der Stadt: der Stintmarkt. Direkt an der Ilmenau treffen hier mittelalterliche Architektur, maritime Geschichte und modernes Stadtleben aufeinander – eine Mischung, die den besonderen Reiz dieses Viertels ausmacht. (Fotos: edp; zum Vergrößern anklicken)
Schon beim ersten Spaziergang fällt die einzigartige Kulisse auf: dicht aneinandergereihte Giebelhäuser, Kopfsteinpflaster und der Blick aufs Wasser. Viele der Gebäude stammen noch aus dem Mittelalter und bilden heute eine der bekanntesten Fotokulissen der Stadt.
Das auffälligste Wahrzeichen am Stintmarkt ist der Alte Kran, eines der zwei Wahrzeichen der Stadt (zusammen mit dem Wasserturm). Er stammt ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert und wurde in seiner heutigen Form 1797 errichtet. Seine Funktion war zentral für den Reichtum Lüneburgs: Der Kran diente dazu, schwere Güter – vor allem Salz – auf Schiffe zu verladen oder zu entladen. Salz war im Mittelalter das „weiße Gold“ der Stadt und machte Lüneburg zu einer der wichtigsten Handelsmetropolen Norddeutschlands. Technisch war der Kran ein Meisterwerk seiner Zeit: Große Treträder, die von Menschen angetrieben wurden, setzten die Hebemechanik in Bewegung. Am 13. August 1840 hob der Kran seine schwerste Last an Land: eine 9,3 Tonnen schwere Dampflokomotive, die in England gebaut und auf dem Wasserweg nach Deutschland transportiert worden war. Heute ist der Kran eines der bekanntesten Fotomotive der Stadt.
Im Wasser vor dem Alten Kran liegen zwei historische Schiffstypen als Nachbauten: ein Salz-Ewer und ein Salz-Prahm. Diese Schiffe stehen symbolisch für den früheren Transportweg des Lüneburger Salzes. Die Lüneburger Flotte soll in ihrer Blütezeit rund 100 Schiffe gehabt haben. Über Flüsse und Kanäle wurde das Salz bis nach Lübeck und weiter in den Ostseeraum verschifft. Anfangs zogen kräftige Männer vom Ufer aus an langen Seilen die Boote durch die Ilmenau. Gegenüber vom Kran, wo heute das Hotel Altes Kaufhaus steht, stand das „Häringshaus“ (erstmals 1302 erwähnt). Bis in die 1960er-Jahre konnten die Lüneburger am Stintmarkt noch frische Fische kaufen. Übrigens vom Stint genannten Fisch (ein bis zu 30 Zentimeter langer Meeresfisch in den Küstengewässern Europas von der Ostsee bis zur Biskaya) leitet sich der Name Stintmarkt ab.
Was früher ein geschäftiger Hafen war, ist heute die wohl bekannteste Kneipen- und Restaurantmeile Lüneburgs: Die Lage am Wasser, die historischen Gebäuden und die offenen Terrassen sorgen für ein fast südländisches Flair. Ob Studierende, Einheimische oder Touristen: Der Stintmarkt ist ein sozialer Mittelpunkt der Stadt, besonders lebendig im Sommer. Dann sitzen viele Menschen draußen auf den Treppen oder an den Uferplätzen und genießen die Atmosphäre bis spät in die Nacht.
Auch im Winter bleibt der Stintmarkt ein beliebter Treffpunkt, wenn besonders während der Weihnachtszeit die Illumination für einen Hauch Romantik sorgt.


























