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Teures Parken

HINGESCHAUT. (9)

Kleine Beobachtungen. Große Gedanken.

Das hat man davon, wenn man nicht aufpasst! (Kurzfassung auf Instagram: #edp51)

Das hat man davon, wenn man nicht genau auf die Verkehrszeichen achtet! Als ich kürzlich den jüdischen Friedhof besuchte, parkte ich gegenüber und „entdeckte“, dass es bis zum Klinikum nur 100 Meter sind. „Super“, dachte ich mir, „wenn ich das nächste Mal hin muss, kann ich hier kostenlos parken und mir die Parkhausgebühren sparen!“

Das nächste Mal war jetzt am Montag. Ich blieb dort für eine Nacht, freute mich über den kurzen Weg zum Auto – und dann kam der Schock, als ich mir die zwei Verwarnungszettel unter dem Scheibenwischer ansah. Kleine Verwarnungen (z. B. über zehn Euro) habe ich manchmal gehabt. Aber was las ich da? Zweimal 55,00 Euro! Für den Montag 55,00 und für den Dienstag denselben Betrag!

Ich fiel aus allen Wolken, war mir keiner Schuld bewusst: Ich blockierte keine Einfahrt, daneben standen andere Autos, sogar ein Wohnmobil. Inzwischen weiß ich, was ich falsch gemacht habe: Ich bin nicht nur durch eine „Anlieger frei“-Straße gefahren, sondern habe auch dort fast zwei volle Tage geparkt. (Allerdings frage ich mich, wie Besucher des jüdischen Friedhofs dorthin fahren sollen und ob sie auch nicht während des Friedhofsbesuchs gegenüber parken dürfen. Ich werde beim Straßenverkehrsamt nachfragen.)

Der persönliche Ärger ist berechtigt: Für 110 Euro hätte ich viermal mit dem Taxi fahren oder elf Tage im Klinikum-Parkhaus parken können! Aber schuld bin nur ich, weil ich das Verkehrszeichen missachtet habe.

Dieses Schild habe ich missachtet.
Diese Schilder zu übersehen oder zu missachten kann sehr gefährlich sein!

Verkehrszeichen zu übersehen oder zu missachten kann sehr gefährlich werden, so zum Beispiel vor einem schrankenlosen Bahnübergang. Oder wenn man dem Navi im Auto mehr vertraut als dem Verkehrszeichen am Fähranleger. Oder wenn man in die falsche Autobahnspur einfährt und zum Blindfahrer wird.

Im übertragenen Sinne können uns „Warnschilder“ auch vor seelischen, geistigen und geistlichen Gefahren bewahren – wenn wir bereit sind, auf sie zu achten.

  • Da gibt es zum Beispiel das Warnschild „Achtung: falsche Richtung!“ Wenn wir merken, dass wir uns immer mehr von einem Menschen entfernen, den wir eigentlich lieben, wäre es vielleicht Zeit, innezuhalten und die eigene Richtung zu überprüfen.
  • Oder „Vorsicht: Schleudergefahr!“ Manchmal bringen uns Ärger, Enttäuschung oder verletzter Stolz so sehr ins Schleudern, dass wir Dinge sagen oder tun, die wir später bereuen.
  • „Abstand halten!“ kann ebenfalls ein guter Hinweis sein. Nicht nur im Straßenverkehr. Auch Beziehungen brauchen manchmal gesunden Abstand. Und manche Menschen tun gut daran, nicht jede Grenze anderer zu überschreiten.
  • „Sackgasse!“ – ein wichtiges Zeichen, wenn wir merken, dass ein eingeschlagener Weg uns nicht weiterbringt. Eine Gewohnheit, eine Einstellung, ein Umgang mit anderen oder eine Entscheidung kann sich als Sackgasse erweisen. Dann ist Umkehren keine Niederlage, sondern eine vernünftige Entscheidung.
  • Und schließlich gibt es das wohl wichtigste Verkehrszeichen überhaupt: „STOPP!“ Manchmal wäre es gut, wenn wir dieses Zeichen rechtzeitig erkennen würden: Stopp mit dem Streit. Stopp mit den Vorwürfen. Stopp mit dem Grübeln. Stopp mit einer Gewohnheit, die uns selbst oder anderen schadet.

Gott hat uns keine himmlischen Verwarnungszettel unter den Scheibenwischer geklemmt. Aber er hat uns in der Bibel erstaunlich viele Hinweise gegeben, die uns schützen können: vor falschen Entscheidungen, vor zerstörerischen Beziehungen, vor Selbstüberschätzung, Habgier, Unversöhnlichkeit oder einem Leben, das irgendwann in eine Sackgasse führt.

Viele dieser Hinweise sind keine Verbote um ihrer selbst willen. Sie sind eher wie Verkehrszeichen: Sie wollen uns nicht die Freude am Leben verderben, sondern uns einen sicheren Weg zum Ziel zeigen.

David dichtete in einem Lied: „Du sprichst zu mir: »Ich will dich lehren und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst; ich berate dich, nie verliere ich dich aus den Augen.“ (Psalm 32,8)

Und das vielleicht Schönste daran: Wenn wir uns einmal völlig verfahren haben, gibt es nicht nur den Hinweis „Bitte wenden!“. Gott zeigt uns auch den Weg zurück.

Ich hätte mir die 110 Euro gern erspart. Aber vielleicht waren die beiden Zettel unter meinem Scheibenwischer doch eine ziemlich teure – und zugleich nützliche Erinnerung: Es lohnt sich, die Schilder ernst zu nehmen. Auf der Straße. Und im Leben.

 

Abstract:
Failing to notice or disregarding road signs can be very dangerous – for example, at an unguarded level crossing. Or if you trust your sat-nav in the car more than the road sign at the ferry terminal. Or if you merge into the wrong lane on the motorway and become a driver who puts lives at risk.
In a figurative sense, ‘warning signs’ can also protect us from emotional, mental and spiritual dangers – if we are prepared to pay attention to them.
In the Bible, God has given us an astonishing number of guidelines that can protect us: from wrong decisions, from destructive relationships, from overconfidence, greed, unforgiveness or a life that eventually leads to a dead end.

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Resumen
Pasar por alto o ignorar las señales de tráfico puede ser muy peligroso, por ejemplo, ante un paso a nivel sin barreras. O cuando confías más en el navegador del coche que en la señal de tráfico del embarcadero del ferry. O cuando te metes en el carril equivocado de la autopista y te conviertes en un conductor peligroso.
En sentido figurado, las «señales de advertencia» también pueden protegernos de peligros emocionales, mentales y espirituales, si estamos dispuestos a prestarles atención.
Dios nos ha dado en la Biblia una cantidad asombrosa de consejos que pueden protegernos: de decisiones equivocadas, de relaciones destructivas, de la sobrestima de uno mismo, de la codicia, de no querer perdonar o de una vida que, tarde o temprano, acaba en un callejón sin salida.

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Dein Geschenk: Heute!

Wasserviertel „Am Stintmarkt“ an der Ilmenau in Lüneburg (Foto: edp)

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Deutsch
:
Gestern ist bereits Geschichte, morgen ist noch ein Geheimnis, und heute ist ein Geschenk Gottes. Möge er dich heute, morgen und jeden Tag begleiten!

English:
Yesterday is already history, tomorrow is still a secret, and today is a gift from God. May he accompany you today, tomorrow and every day of your life!
Picture

Español:
Ayer ya es historia, mañana es todavía un misterio, y hoy es un regalo del cielo. ¡Que Dios te acompañe hoy, mañana y todos los días de tu vida!
Foto

Blind vertrauen?

Der Navi-Anweisung folgen oder nicht? (Foto: DariuszSankowski, pixabay)

Da Navigationsgeräte im Auto sehr verbreitet sind, können viele Leute interessante Erlebnisse mit ihrem „Navi“ berichten. Ich las von zwei Autofahrern in Alaska, die anscheinend ihrem Navi (in diesem Falle war es ein Smartphone-Navigationsprogramm) blind vertrauten: Sie übersahen mehrere Warnschilder, fuhren durch Absperrungen und Tore, überquerten ein Rollfeld und hielten erst auf der Seite eines Terminals an, von der die Passagiere die Flugzeuge betreten.

Besonders dann, wenn mir vor einem Stau die freundliche Stimme empfiehlt, die Autobahn zu verlassen, frage ich mich, ob ich dem Navi mehr vertrauen soll als meinem Blick auf einen (noch) recht flott rollenden Verkehr. Bei diesen Gelegenheiten denke ich häufig an diesen Bibeltext:

Vertraue von ganzem Herzen auf den Herrn und verlass dich nicht auf deinen Verstand. Denke an ihn, was immer du tust, dann wird er dir den richtigen Weg zeigen. Sprüche 3,5–6 (NLB)

Man kann die Führung Gottes nur sehr grob mit den Anweisungen eines Navis vergleichen. Beim Navi weiß ich, dass man ihm nicht blind folgen darf – sonst steht man plötzlich möglicherweise auf dem Rollfeld eines Flugplatzes. Aber wie ist es mit Gott? Soll man ihm blind vertrauen? Beim Navi sollte man den Verstand nicht ausschalten. Muss man das bei Gott etwa tun?

Der weise Salomo schrieb nicht: „Vertraue von ganzem Herzen auf den Herrn und schalte deinen Verstand ab!“ Wie könnte er auch? Denn unser Verstand ist ein unentbehrlicher Bestand des Menschen, so wie Gott ihn erschaffen hat. Außerdem: Wie sollten wir an ihn denken, was auch immer wir tun (V. 6), ohne den Verstand zu benutzen? Je besser wir den Verstand gebrauchen, desto mehr ehren wir den, der uns erschaffen hat. Aber von ganzem Herzen vertrauen sollen wir nicht unserer Intuition, sondern „Gottes Geboten“ (V. 1–4). Auf Gott können wir uns wirklich verlassen – auf unseren Verstand, unsere Erfahrungen, unsere Sinnesorgane und unser Wissen nicht.

Es ist ein wenig wie mit dem Spruch „ora et labora“ (lat. bete und arbeite): Die Intelligenz, die Gott uns verliehen hat, macht das Fragen nach dem rechten Weg im Gebet nicht überflüssig. Und das Vertrauen auf die Führung Gottes ersetzt das eigene Denken nicht und schließt es auch nicht aus. Je enger wir mit ihm verbunden leben, desto besser wird sich beides ergänzen! Gute „Fahrt“ durch diesen Tag!