Kennst du das Gefühl, gebraucht aber nicht geschätzt zu werden?
Fragst du dich manchmal, ob du dich in wichtigen Situationen richtig entschieden hast?
Dauert dir das Warten – z. B. auf die Hilfe Gottes – zu lange?
Hat sich in deinem Leben eine große Hoffnung zerschlagen?
Lies doch mal meine Predigt „Gott übersieht dich nicht“! Sie ist zwei Jahre alt, aber in 2023 ziemlich aktuell. Das Oratorium dazu (Englisch mit deutschen Untertiteln) ist wunderschön! Vielleicht bekommst du dadurch etwas Trost und Mut, weiter zu kämpfen, weiter zu vertrauen.
Do you know the feeling of being needed but not appreciated?
Do you sometimes wonder if you have made the right decision in important situations?
Does waiting – e.g. for God’s help – take too long?
Has a great hope in your life been dashed?
Read my sermon „God does not overlook you“! It’s two years old, but quite topical in 2023. The oratorio (in English) is beautiful! Maybe it will give you some comfort and courage to keep fighting, to keep trusting.
¿Conoces la sensación de ser necesitado pero no apreciado?
¿Te preguntas a veces si has tomado la decisión correcta en situaciones importantes?
¿Te cuesta trabajo el esperar -por ejemplo, a la ayuda de Dios?
¿Se ha desvanecido una gran esperanza en tu vida?
¡Lee mi sermón „Dios no te pasa por alto“! Tiene ya dos años, pero es muy actual en 2023. ¡Y el oratorio (en inglés con subtítulos en español) es precioso! Quizá te dé consuelo y valor para seguir luchando, para seguir confiando.
Das neue Jahr ist noch jung, daher poste ich dieses Zitat von Dietrich Bonhoeffer*:
Gott kennt den ganzen Weg, wir wissen nur den nächsten Schritt und das letzte Ziel.
Ein wirklich ermutigendes Wort bei aller Ungewissheit aufgrund der aktuellen Weltsituation. Ich wünsche allen Besuchern meiner Homepage ein neues Jahr voller Zuversicht und Gottvertrauen!
* Der Theologe Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) kämpfte gegen Hitler und den Nationalsozialismus – ohne Waffen. Besonders wichtig waren ihm die Bergpredigt, die Nachfolge Jesu und dass Denken, Reden und Tun übereinstimmen. Er wurde am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg hingerichtet. Vier Monate zuvor sandte er seiner Verlobte das inzwischen vertonte und sehr geschätzte Gedicht Von guten Mächten treu und still umgeben.
(Quelle des Zitats: Illegale Theologenausbildung: Sammelvikariate 1937-1940, DBW Band 15, Seite 507)
God knows the whole way
The new year is still young, so I post this quote from Dietrich Bonhoeffer*:
God knows the whole way, we only know the next step and the final destination.
A truly encouraging word in the face of all the uncertainty due to the current world situation. I wish all visitors to my homepage a new year full of confidence and trust in God!
* The theologian Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) fought against Hitler and National Socialism – without weapons. The Sermon on the Mount, the following of Jesus and the concordance of thinking, speaking and doing were especially important to him. He was executed in the Flossenbürg concentration camp on April 9, 1945. Four months earlier, on December 19, 1944, he sent his fiancée the poem By loving forces wonderfully sheltered, which has since been set to music and is highly esteemed.
Dios conoce todo el camino
El nuevo año aún es joven, así que pongo esta cita de Dietrich Bonhoeffer* online:
Dios conoce todo el camino, nosotros sólo conocemos el siguiente paso y el destino final.
Una cita realmente alentadora frente a toda la incertidumbre debida a la situación mundial actual. ¡Deseo a todos los visitantes de mi página web un nuevo año lleno de confidencia y confianza en Dios!
* El teólogo Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) luchó contra Hitler y el Nacional Socialismo – sin armas. El Sermón de la Montaña, el discipulado y la concordancia de pensar, hablar y actuar eran especialmente importantes para él. Fue ejecutado el 9 de abril de 1945 en el campo de concentración de Flossenbürg. Cuatro meses antes, el 19 de diciembre de 1944, envió a su prometida el poema Von guten Mächten treu und still umgeben, que ha sido musicalizado y es muy apreciado.
Diese Darstellung der Geburt Jesu in Bethlehem* ist, wie so viele, ziemlich verklärt. Ich finde es schön, wie aufmerksam die vielen Tiere (z. B. der Hund rechts) die Szene beobachten. Auch die Gaben der Hirten gefallen mir: ein Lämmlein, ein Obstkorb, ein Flötenstück. Die Wirklichkeit hat bestimmt nicht so verträumt ausgesehen. Warum, beschreibt Markus Spieker sehr fein: „Der Weg ins menschliche Leben führt nicht über rote Teppiche. Gott schlüpft durch die Hintertür in seine Schöpfung. Er erscheint nicht als Supermann auf der großen Bühne des Forum Romanum oder wenigsten auf dem Marktplatz von Alexandria, Athen oder Antiochia. Er kommt als kreischender Kleine-Leute-Säugling in einem Tierstall zur Welt.“**
Dass Gott als kleines Kind in unsere Welt gekommen ist, ist unser Glück, denn anders hätten wir seine Größe und Herrlichkeit nicht überlebt.
Dass dieses Kind als Erwachsener heilte, predigte und durch sein Wirken zeigte, wie Gott wirklich ist, darauf gründet sich unser Glaube.
Dass Jesus am Kreuz unschuldig für alle Menschen starb, also auch für mich, das ist unsere Rettung.
Dass er nicht im Grab blieb, sondern auferstanden ist, garantiert uns: Der Tod hat nicht das letzte Wort.
Dass er versprochen hat, wiederzukommen und seine Kinder zu sich zu holen, das ist Hoffnung und Gewissheit zugleich. Darauf lohnt es sich zu warten, dafür lohnt es sich zu leben.
Die „Engelskapelle“ der Franziskaner in Bati Sahur bei Bethlehem. (Fotos: edp, Mai 2022)
* Das ist eines von mehreren Gemälden in der Franziskaner-Kapelle („Engelskapelle“) auf einem der Hirtenfelder in Bait Sahur, östlich von Bethlehem. Die Form erinnert an die Kirche Dominus Flevit am Ölberg in Jerusalem, was nicht verwundert, denn beide wurden von Antonio Barluzzi gebaut (die hier 1954). Der Text an der Kuppel (auf dem Foto nur teilweise zu sehen) lautet: GLORIA IN EXCELSIS DEO ET IN TERRA PAX HOMINIBVS BONAE VOLUNTATIS, was dem Lukasevangelium 2,14 nach der Vulgata (lateinische Übersetzung der Bibel) entnommen ist und so viel bedeutet wie „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seiner Gnade bzw. seines Wohlgefallens“. In der Neuen Genfer Übersetzung, die – wie heute die meisten Bibelübersetzungen – auf den griechischen Grundtext zurückgreift, lautet der Satz: „… und Frieden auf der Erde für die Menschen, auf denen sein Wohlgefallen ruht“.
** Markus Spieker, JESUS. Eine Weltgeschichte, Fontis-Verlag Basel, 2020, S. 200. Sehr empfehlenswert!! Rezension hier
No red carpet, no superman
This illustration of the birth of Jesus in the shepherds‘ fields of Bethlehem is, like so many, quite romanticised. I love how attentively the many animals (e.g. the dog on the right) observe the scene. I also like the shepherds‘ gifts: a little lamb, a basket of fruit, a piece of music with the flute. Reality certainly did not look so dreamy. Markus Spieker describes why: „The way into human life does not lead across red carpets. God slips into his creation through the back door. He does not appear as superman on the big stage of the Roman Forum or at least on the marketplace of Alexandria, Athens or Antioch. He comes into the world as a shrieking little people’s infant in an animal pen.“ Markus Spieker, JESUS. Eine Weltgeschichte, Fontis-Verlag Basel, 2020, p. 200
That God came into our world as a little child is our good fortune, for otherwise we would not have survived his greatness and glory.
That this child as an adult healed, preached and showed through his work what God is really like, that is the basis of our faith.
That Jesus died innocently on the cross for all humans, so also for me, that is our salvation.
That he did not remain in the grave, but rose again, guarantees us: death does not have the last word.
The fact that he promised to come back and take his children to himself is both hope and certainty.
That all is worth waiting for his return, that all is worth living for.
Ni alfombra roja, ni superman
Este cuadro del nacimiento de Jesús en los campos de pastores de Belén es, como tantos otros, bastante embellecido. Me encanta lo atentos que observan los animales la escena (por ejemplo, el perro de la derecha). También me gustan los regalos de los pastores: un corderito, una cesta de fruta, una pieza musical con la flauta. La realidad, desde luego, no fue tan romántica. Markus Spieker describe el porqué: „El camino hacia la humanidad no condujo por alfombras rojas. Dios se coló en su creación por la puerta de atrás. No aparece como supermán en el gran escenario del Foro Romano o, al menos, en la plaza mayor de Alejandría, Atenas o Antioquía. Viene al mundo como un bebé llorón en un corral de animales.“ Markus Spieker, JESUS. Eine Weltgeschichte, Fontis-Verlag Basel, 2020, p. 200
Que Dios viniera a nuestro mundo como un niño pequeño es nuestra buena suerte, pues de otro modo no habríamos sobrevivido a su grandeza y gloria.
Que este niño de adulto curara, predicara y mostrara con su obra cómo es Dios en realidad, ésa es la base de nuestra fe.
Que Jesús murió inocentemente en la cruz por todas las personas, incluida yo, ésa es nuestra salvación.
Que no permaneciera en la tumba, sino que resucitara, nos garantiza que la muerte no tiene la última palabra.
El hecho de que prometiera volver y llevarse a quienes creen en él a su hogar es tanto una esperanza como una certeza.
Por todo esto merece la pena esperar su regreso, por todo esto merece la pena seguir viviendo y luchando.
Im März 2021 steckte die „Ever Given“, eines der größten Containerschiffe der Welt, im Suezkanal fest. Am 29. März gelang es schließlich, den 400 Meter langen und 224.000 Tonnen schweren Frachter teilweise freizulegen und in „schwimmenden Zustand“ zu bringen. Zu diesem Zeitpunkt warteten rund 370 Schiffe auf beiden Seiten des Kanals auf Durchfahrt. Durch die tagelange Blockade seien dem Kanal täglich Einnahmen von rund 13 bis 14 Mio. US-Dollar verloren gegangen.
Die „Ever Given“ ist im buchstäblichen Sinne ein „Quertreiber“: Laut Wikipedia stammt dieses Wort aus dem Niederdeutschen (17. Jhdt.): dwarsdryver bezeichnet einen Schiffer, der sein Fahrzeug schlecht steuert in der Fahrrinne, quer (dwars) stellt und damit andere in ihrer Weiterfahrt behindert.
Beim Nachdenken über diesen Zwischenfall kam mir die härteste Rede in den Sinn, die Jesus jemals hielt. Darin bezeichnete er die frommen Lehrer, die Vorbilder, Wegweiser und Wegbegleiter für Suchende hätten sein sollen, als scheinheilige Quertreiber (Matthäus 23,13 GNB):
Weh euch Gesetzeslehrern und Pharisäern! Ihr Scheinheiligen! Ihr versperrt den Zugang zur neuen Welt Gottes vor den Menschen. Ihr selbst geht nicht hinein und ihr hindert alle, die hineinwollen.
Ich frage mich: Wo bin ich ein (un)geistlicher Quertreiber? Wo stehe ich in der Gefahr, suchenden Menschen den Zugang zu Gott zu erschweren? Machen meine Worte und meine Lebensweise es anderen leichter, Gott so kennen und lieben zu lernen, wie Jesus uns den Vater vorgestellt hat?
Beim Lesen dieser Rede in Matthäus 23 habe ich einige Bitten an Gott formuliert:
Hilf mir, das Evangelium als eine befreiende Botschaft weiterzugeben – in Wort und Tat.
Hilf mir, mein Christsein ganz natürlich zu leben und mach mich frei von Nebengedanken wie die Erwartung, dafür Bewunderung zu ernten.
Hilf mir, die Prioritäten richtig zu setzen und Traditionen nicht überzubewerten oder gar als für alle bindend zu verteidigen.
Hilf mir, mehr Wert darauf zu legen, dass du mein Denken und Fühlen reinigst, als darauf, meine äußere Erscheinung zu polieren.
Wie wunderbar ist es, sich von Gott als Brückenbauer gebrauchen zu lassen, als Werkzeug seines Friedens, als Botschafter der Versöhnung!
Ich bin nicht gerade groß, musste mich dennoch auch bücken. (Foto Mai 2022)
Normalerweise betritt man berühmte Kirchen durch große, prächtig verzierte Portale. Das ist bei der Geburtskirche in Bethlehem nicht der Fall. Von drei Eingängen sind zwei zugemauert und der bis heute genutzte wurde zweimal verkleinert, sodass er heute nur noch bescheidene 1,20 Meter hoch ist. Er erhielt den Beinamen „Demutspforte“. Mehr als zwei Millionen Besucher müssen sich jährlich tief bücken, um den Gebäudekomplex zu betreten.
Angeblich soll das ursprüngliche Spitzbogenportal in osmanischer Zeit verkleinert worden sein, um zu verhindern, dass Eindringlinge zu Pferd die Kirche betraten. Mir gefällt diese Symbolik: Keiner sollte auf dem hohen Ross jenen Ort betreten, wo Gott selbst vom hohen Ross gestiegen ist.
Wie tief der Sohn Gottes herunterstieg, um uns zu erlösen und wieder emporzuheben, beschreibt der Apostel Paulus sehr plastisch in seinem sogenannten Christushymnus (Philipper 2,7-11): Er verzichtete auf seine Vorrechte und erniedrigte sich selbst – bis hin zum Sklavendienst, den er beispielsweise verrichtete, als er seinen Schülern die Füße wusch. Und dann weiter bis zum damals qualvollsten Tod: den Verbrechertod durch Kreuzigung.
Saulus von Tarsus erlebte buchstäblich, wie ihn die Begegnung mit dem Auferstandenen vom hohen Ross hinunterwarf. Aus dem eingebildeten Hassprediger und Christenverfolger wurde Paulus („der Geringe“) der Christenmissionar und Prediger der Freiheit und der Demut. Aus eigener Erfahrung konnte er warnend schreiben: „Seid vorsichtig! Gerade wer meint, er stehe besonders sicher, muss aufpassen, dass er nicht fällt.“ (1. Korinther 10,12 Hfa) Nun bildete er sich nur noch etwas auf Jesus ein: Was ihm früher höchst erstrebenswert war, das hielt er jetzt für Gülle im Vergleich dazu, Christus gewonnen zu haben (vgl. Philipper 3,8).
Weil Paulus diese Umkehrung der Prioritäten selbst erlebt hatte, konnte er den Christen der griechischen Stadt Philippi Folgendes schreiben (Philipper 2,3):
In Demut achte einer den andern höher als sich selbst!
Diese Empfehlung hat an Relevanz nichts verloren. Im Gegenteil: Heute wird die Selbstverwirklichung so betont, dass es nur so an Zeitgenossen wimmelt, die sich für den Nabel der Welt halten, um die sich alles und alle zu drehen hat bzw. haben. Ich empfinde diese Menschen als sehr unangenehm.
Wenn ich manchem dieser arroganten Zeitgenossen begegne, denke ich mir: Den würde ich gern bei der nächsten Kapriole von seinem hohen Ross fallen sehen – je spektakulärer desto besser. Sogleich folgt aber die gedankliche Warnung: Vorsicht, Elí! Das Ross, auf dem du sitzt, ist nicht gerade ein Pony!
Get down off your high horse! Normally, one enters famous churches through large, magnificently decorated portals. This is not the case with the Church of the Nativity in Bethlehem. Of three entrances, two have been bricked up and the one still in use today has been reduced in size twice, so that today it is only a modest 1.20 meters high. It was given the nickname „the gate of humility“. More than two million visitors a year have to stoop low to enter the building complex.
Supposedly, the original pointed arch portal was made smaller in Ottoman times to prevent intruders on horseback from entering the church. I like this symbolism: no one on a high horse should enter that place where God himself descended from his high horse.
How low the Son of God descended in order to redeem us and lift us up again is described very vividly by the apostle Paul in his so-called Christ hymn (Philippians 2:7-11): He renounced his prerogatives and humbled himself – even to the point of slave service, which he performed, for example, when he washed the feet of his disciples. And then further to the most agonizing death at that time: the criminal death by crucifixion.
Saul of Tarsus literally experienced how the encounter with the Risen Lord threw him down from his high horse. The preacher of hate and persecutor of Christians became Paul („the lowly one“) the Christian missionary and preacher of freedom and humility. From his own experience he could write: „Be careful! The very one who thinks he stands especially secure must be careful not to fall.“ (1 Corinthians 10:12) Now he was just imagining things about Jesus: What had once been highly desirable to him, he now considered to be manure compared to having won Christ (cf. Philippians 3:8). Because Paul had experienced this reversal of priorities himself, he was able to write the following to the Christians of the Greek city of Philippi (Philippians 2:3):
In humility, each esteem other more highly than himself!
This recommendation has lost none of its relevance. On the contrary: Today, self-fulfillment is so emphasized that it is teeming with contemporaries who consider themselves to be the navel of the world, around whom everything and everyone has to revolve. I find these people very unpleasant.
When I meet some of these arrogant contemporaries, I think to myself: I’d like to see him fall off his high horse at the next caper – the more spectacular the better. But immediately follows the mental warning: Be careful, Elí! The horse you’re sitting on is not exactly a pony!
¡Bájate de tu caballo alto! Normalmente, se entra en las iglesias famosas a través de grandes portales magníficamente decorados. No es así en la Iglesia de la Natividad de Belén. De las tres entradas, dos han sido tapiadas y la que todavía se utiliza hoy en día ha sido reducida en tamaño dos veces, por lo que hoy sólo tiene una modesta altura de 1,20 metros. Se la llama la „puerta de la humildad“. Más de dos millones de visitantes al año tienen que agacharse para entrar.
Se supone que el portal original de arco apuntado se hizo más pequeño en la época otomana para evitar que intrusos entraran en la iglesia a caballo. Me gusta este simbolismo: nadie puede entrar „a caballo“ en el lugar donde Dios mismo bajó de su alto caballo para pasar a nuestro encuentro.
La profundidad a la que descendió el Hijo de Dios para redimirnos y levantarnos de nuevo lo describe muy vívidamente el apóstol Pablo (Filipenses 2:7-11): renunció a sus prerrogativas y se humilló, hasta el servicio de esclavo, que realizó, por ejemplo, cuando lavó los pies de sus discípulos. Y luego a la muerte más agónica de la época: la muerte destinada a los criminales por crucifixión.
Saulo de Tarso experimentó literalmente cómo el encuentro con el Señor Resucitado lo derribó de su caballo. El predicador del odio y perseguidor de los cristianos se convirtió en Pablo („el humilde“), el misionero cristiano y predicador de la libertad y la humildad. Por experiencia propia escribió: „¡Cuidado! El que se crea especialmente seguro debe tener cuidado de no caer“. (1 Corintios 10:12) Lo que ahora más le interesaba era Jesús: Lo que antes era lo más valioso para él, ahora lo consideraba estiércol en comparación con haber ganado a Cristo (cf. Filipenses 3:8).
Después de haber experimentado esta inversión de prioridades, pudo escribir lo siguiente a los cristianos de la ciudad griega de Filipos (Filipenses 2:3):
Con humildad cada uno considere a los demás como superiores a sí mismo.
Esta recomendación no ha perdido nada de su relevancia. Por el contrario: hoy en día se hace tanto hincapié en la autorrealización que abundan los contemporáneos que se consideran el ombligo del mundo, en torno al cual tienen que girar todo y todos. Este tipo de personas me resulta muy desagradable.
Cuando me encuentro con algunos de estos arrogantes contemporáneos, pienso: Me gustaría verle caer del caballo en la próxima cabriola; cuanto más espectacular, mejor. Pero inmediatamente me viene la advertencia a la cabeza: ¡Cuidado, Elí! El caballo en el que tú vas sentado es mucho más alto que un poni.
In diesem Raum auf dem Berg Zion (oder in der Nähe) in Jerusalem waren ca. 120 Menschen versammelt, als 50 Tage nach der Auferstehung von Jesus („Pfingsten“ = 50 im Griechischen) die Kraft des Heiligen Geistes die Versammelten erfüllte und befähigte, die Botschaft der Erlösung in der damaligen Welt zu verbreiten. (Foto: edp, Mai 2022)
Man stelle sich folgende Situation vor: Eine Gruppe von Gläubigen versammelt sich regelmäßig zum Gebet und zum Gespräch. Einige Männer und ein paar Frauen. Bei verschlossenen Türen und Fenstern. Aus Angst. Plötzlich, bei einem dieser Treffen, hören sie ein Brausen wie von einem gewaltigen Sturm. Und dann sehen sie, wie sich etwas wie Flammenzungen auf jedem Einzelnen von ihnen niederlässt.
Kaum haben sie sich von diesem Geschehen „erholt“, passiert wieder etwas: Die Anwesenden beginnen in fremden Sprachen zu reden, die sie nicht gelernt hatten! Als Passanten und Festbesucher sich – vom Brausen angelockt – dem Haus nähern, werden sie in ihrer eigenen Sprache von den Gläubigen angesprochen.
Diese Gläubigen, die sich täglich versammelten, waren Judenchristen: Sie hatten Jesus Christus auf seinen Reisen begleitet, seine Predigten gehört, sich für ihn entschieden. Und auch dafür, seine befreiende Botschaft weltweit zu verbreiten. Welch eine Herausforderung! Wo sollten sie anfangen und wie sollten sie die Menschen erreichen, jetzt, wo ihr Auftraggeber nicht mehr da war?
50 Tage nach der Auferstehung Christi bekamen sie die Antwort: Die Kraft des Heiligen Geistes würde sie dazu befähigen! Das waren nämlich die letzten Worte, die von Jesus überliefert werden, bevor er in den Himmel zurückkehrte (Apostelgeschichte 1,8 Hfa):
„Ihr werdet den Heiligen Geist empfangen und durch seine Kraft meine Zeugen sein in Jerusalem und ganz Judäa, in Samarien und überall auf der Erde.“
Bald darauf geschah etwas Unerwartetes: Nach einer gewaltigen Predigt des „rehabilitierten“ Petrus vor ein paar tausend Menschen ließen sich 3.000 von ihnen noch am selben Tag taufen! Pfingsten wurde zum Start der weltweiten Mission.
Jedes Jahr erinnert Gott uns zu Pfingsten daran: Mein Auftrag ist für dich zu groß! Du schaffst es nie allein. Lass mich machen – mit dir und durch dich! Wenn Gott dir eine Aufgabe anvertraut, dann schenkt er dir die dafür notwendige Gabe. Stelle dich ihm zur Verfügung und lass dich dann überraschen!
Das Pfingstwunder: Mosaikbild von Eugen Keller in der Konstantin-Basilika in Trier. (Foto: Holger-Schué, pixabay.com)
Caption photo 1: About 120 people are said to have gathered in this room (or nearby) on Mount Zion in Jerusalem when 50 days after the resurrection of Jesus („Pentecost“ = 50 in Greek) the power of the Holy Spirit filled those gathered and enabled them to proclaim the gospel in the world of that time. (Foto: edp, Mai 2022)
Pentecost: From nought to sixty
Imagine the following situation: A group of believers gathers regularly for prayer and talk. A few men and a few women. With the doors and windows locked. Out of fear. Suddenly, at one of these meetings, they hear a roar as of a mighty storm. And then they see something like tongues of flame settle on each of them.
No sooner have they „recovered“ from this event than something happens again: those present begin to speak in foreign languages they had not learned! As passers-by and festival visitors approach the house – attracted by the roar – they are addressed by the believers in their own language.
These believers who gathered daily were Jewish Christians: they had accompanied Jesus Christ on his journeys, heard his sermons, made a decision for him. And also for spreading his liberating message worldwide. What a challenge! Where should they start and how should they reach the people, now that their commissioner was no longer there?
50 days after Christ’s resurrection, they got the answer: the power of the Holy Spirit would enable them to do so! These were, in fact, the last words handed down from Jesus before he returned to heaven (Acts of the Apostles 1:8):
„You will receive the Holy Spirit, and by his power you will be my witnesses in Jerusalem and all Judea, in Samaria and everywhere on earth.“
Soon after, something unexpected happened: after a powerful sermon by the „rehabilitated“ Peter to a few thousand people, 3,000 of them were baptised that very day! Pentecost became the start of the worldwide mission.
Every year at Pentecost, God reminds us: My mission is too great for you! You can never do it alone. Let me do it – with you and through you! When God entrusts you with a task, he gives you the necessary gift. Make yourself available to Him and let Him surprise you!
Caption photo 2: The Miracle of Pentecost: mosaic painting by Eugen Keller in the Basilica of Constantine in Trier, Germany. (Photo: Holger-Schué, pixabay.com)
Pie de foto 1: Se dice que unas 120 personas estaban reunidas en este aposento (o cerca del mismo) del monte Sión en Jerusalén cuando 50 días después de la resurrección de Jesús („Pentecostés“ = 50 en griego) el poder del Espíritu Santo llenó a los reunidos y les permitió proclamar las buenas noticias de la salvación en el mundo de entonces. (Foto: edp, Mai 2022)
Pentecostés: ¡De cero a cien!
Imaginaos la siguiente situación: Un grupo de creyentes se reúne regularmente para orar y conversar. Algunos hombres y algunas mujeres. Con las puertas y ventanas cerradas. Por miedo. De repente, en una de estas reuniones, oyen un estruendo como de una poderosa tormenta. Y entonces ven algo parecido a lenguas de fuego que se posan sobre cada uno de ellos.
Apenas se han „recuperado“ de este acontecimiento, vuelve a ocurrir algo: ¡los presentes empiezan a hablar en lenguas extranjeras que no habían aprendido! Cuando los transeúntes y los visitantes del festival se acercan a la casa, atraídos por el estruendo, los creyentes se dirigen a ellos en su propia lengua.
Estos creyentes que se reunían a diario eran cristianos judíos: habían acompañado a Jesucristo en sus viajes, habían escuchado sus sermones, se habían decidido por él. Y también por difundir su mensaje liberador en todo el mundo. ¡Qué desafío! ¿Por dónde deben empezar y cómo alcanzar a la gente, ahora que su patrón ya no está con ellos?
50 días después de la resurrección de Cristo, obtuvieron la respuesta: ¡el poder del Espíritu Santo les permitiría hacerlo! Estas fueron, de hecho, las últimas palabras de Jesús antes de regresar al cielo transmitidas en la Biblia (Hechos de los Apóstoles 1:8):
„Recibiréis el Espíritu Santo, y con su poder seréis mis testigos en Jerusalén y en toda Judea, en Samaria y en toda la tierra“.
Poco después, ocurrió algo inesperado: tras un poderoso sermón del „rehabilitado“ Pedro ante unos cuantos miles de personas, ¡3.000 de ellas se bautizaron ese mismo día! Pentecostés se convirtió en el inicio de la misión mundial.
Cada año, en Pentecostés, Dios nos recuerda: ¡Mi misión es demasiado grande para ti! Nunca podrás hacerlo solo. Déjame hacerlo – ¡contigo y a través de ti! Cuando Dios te confía una tarea, te da el don necesario para cumplirla. Ponte a su disposición y deja que te sorprenda.
Pie de foto 2: El milagro de Pentecostés: pintura en mosaico de Eugen Keller en la Basílica de Constantino en Tréveris, Alemania. (Foto: Holger-Schué, pixabay.com)