edp aktuell (2025-12-21)

Themen dieser Woche: Wurde Jesus an einem 25. Dezember geboren? Was spricht dafür, was dagegen? / Warum waren so viele Menschen über Jesus enttäuscht, als er vor 2000 Jahren auf die Erde kam? / Erstaunliches aus der Natur: Der Fisch, der auf Bäumen lebt / TV-TALK: Welchen Stellenwert haben die Geschenke zu Weihnachten? Viel Freude beim Lesen!

 

The topics this week: Was Jesus born on 25 December? What speaks in favour, what against? / Why were so many people disappointed with Jesus when he came to earth 2000 years ago? / Amazing things from nature: The fish that lives on trees / TV-TALK: How important are presents at Christmas? Happy reading!

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Temas de esta semana: ¿Nació Jesús un 25 de diciembre? ¿Qué hay a favor y en contra? / ¿Por qué tanta gente se sintió decepcionada con Jesús cuando vino a la Tierra hace 2000 años? / Sorpresas de la naturaleza: el pez que vive en los árboles / TV-TALK: ¿Qué importancia tienen los regalos en Navidad? ¡Que disfrutéis de la lectura!

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WEIHNACHTEN

Wie wahrscheinlich ist diese traditionelle Datierung?
Wurde Jesus an einem 25. Dezember geboren?

Obwohl Christen weltweit am 25. Dezember die Geburt Jesu feiern, herrscht unter Historikern und Theologen weitgehend Einigkeit darüber, dass dieses Datum nicht historisch gesichert ist. Die Bibel selbst nennt keinen konkreten Tag, kein Jahr und schon gar nicht ein „Jahr 0“ – ein Konzept, das in der antiken Zeitrechnung ohnehin nicht existierte. Dennoch gibt es Gründe, warum sich der 25. Dezember als Festtag etablierte – und ebenso Gründe, die dagegen sprechen.

Argumente, die für den 25. Dezember als mögliches Geburtsdatum genannt werden
• Alte kirchliche Traditionen: Bereits ab dem 3./4. Jahrhundert taucht der 25. Dezember in christlichen Quellen als Feiertag auf. Manche Kirchenväter sahen darin eine theologische Logik: Das Datum der Kreuzigung und der Empfängnis (25. März) galt ihnen als identisch, sodass die Geburt neun Monate später liegen müsse.
• Symbolische Bedeutung: Der 25. Dezember liegt nahe an der Wintersonnenwende. Für frühe Christen war das Bild vom „Licht, das in die Welt kommt“ ein starkes Symbol – passend zur wiederkehrenden Sonne.

Argumente, die gegen eine tatsächliche Geburt am 25. Dezember sprechen
• Die biblische Szene mit den Hirten: Hirten, die nachts ihre Herden draußen weiden, deuten eher auf die wärmeren Monate hin – weniger auf den Winter.
• Historische Hinweise zum Herrscher Herodes: Die Evangelien berichten, dass Jesus noch während der Regierungszeit des Herodes geboren wurde. Herodes starb jedoch im Jahr 4 v. Chr., was bedeutet, dass Jesu Geburt einige Jahre früher stattgefunden haben muss.
• Fehlende antike Belege: Weder römische Quellen noch zeitgenössische jüdische Texte nennen einen konkreten Tag.

Warum nennt die Bibel kein genaues Geburtsdatum?
Die wahrscheinlichsten Gründe sind:
1. Geringes Interesse an biografischen Details
In der Antike war das genaue Geburtsdatum eines Menschen selten von Bedeutung. Entscheidend für die Evangelisten war nicht der historische Kalender, sondern die theologische Bedeutung von Jesu Kommen.
2. Fokus der Evangelien liegt woanders
Matthäus und Lukas erwähnen nur Details, die für ihre jeweilige theologische Botschaft wichtig waren: Herkunft aus Bethlehem, die jungfräuliche Geburt, die Ankunft des Messias. Ein präzises Datum spielte keine Rolle.
3. Unkenntnis oder Uneinigkeit der frühen Gemeinden
Die ersten Christen lebten Jahrzehnte nach Jesu Geburt. Verlässliche Zeitangaben waren vermutlich nicht mehr bekannt oder wurden schlicht nicht als zentral angesehen.
4. Bewusster Verzicht
Manche Forschende gehen davon aus, dass die Evangelienautoren bewusst auf genaue Zeitangaben verzichteten, um den Blick auf die Bedeutung statt auf das Kalenderdatum zu lenken. Hätte Gott es für hilfreich oder erforderlich gehalten, den Menschen das Datum der Geburt Jesu zu offenbaren, so hätte der Heilige Geist einen der Evangelisten dieses mitgeteilt.

NACHDENKLICHES

Schön, aber recht klein – die Nachbildung der Stiftshütte in der israelischen Arava-Wüste. (Foto: edp, 2019)
Gott zeltete unter uns
Modell der Stiftshütte in Israel, Timna Park. Originalgetreu nachgebaut und begehbar. (Foto: edp, 2022)

Als ich den 1:1-Nachbau der Stiftshütte im Timna-Park am Rande der Arava-Wüste in Israel zum ersten Mal sah, was ich überrascht: So klein hatte ich sie mir nicht vorgestellt! Heiligtümer der Antike waren aufwendig und zielten durch Größe und Pracht darauf ab, den Betrachter zu beeindrucken. Und sie waren ortsfest. Die Stiftshütte war ein transportables Heiligtum, das während der Wüstenwanderung immer wieder auf- und abgebaut werden musste. Daher war sie nach der göttlichen Anordnung transportfähig bis ins Detail entworfen und gebaut worden.

Mit den Reisegruppen bewunderte ich die schönen Farben, freute mich, die Räume und Geräte zu sehen, die ich aus dem biblischen Bericht kannte, und deren Bedeutung vertiefen zu können, besonders die vielen Bezüge zu Jesus Christus selbst. Dennoch staunte ich jedes Mal darüber, wie klein sie war.

Aber selbst die geringe Größe und die eher bescheidene Hülle des Zeltes waren ein Hinweis auf das Wesen und das Auftreten Jesu, auf den alles hinwies, was dort geschah. Denn auch bei ihm war nicht die äußere Erscheinung, was ihn anziehend machte, sondern sein Wesen. Bestimmt waren viele, die ihn neugierig aufsuchten, enttäuscht. Daher die Aussage von Jesus: „Glücklich schätzen kann sich jeder, der nicht an mir Anstoß nimmt.“ (Lukas 7,23, Hoffnung für alle). Seine verborgene Schönheit, Weisheit und Liebe erkannten nur jene, die sich auf ihn einließen und bereit waren, ihre Vorurteile aufzugeben.

Bereits im Alten Testament machte Gott den Israeliten klar, dass er ihre Nähe suchte. Daher ließ er nicht einen Palast errichten, zu dem sie pilgern mussten, sondern ein Zelt, mitten unter ihren vielen Zelten. Mehr Nähe ging nicht. Und als der Sohn Gottes auf die Erde kam, tat er es ebenso: Er wurde „Immanuel“, Gott mit uns. Johannes formulierte es so: „Das Wort [Jesus] wurde Fleisch und zeltete unter uns“ (Joh 1,14 wörtlich). Und über jene, die sich nicht von Äußerlichkeiten abhalten ließen, sondern sich auf ihn und seine Botschaft einließen, schrieb er: „Wir sahen seine Macht und Hoheit, die göttliche Hoheit, die ihm der Vater gegeben hat, ihm, seinem einzigen Sohn. Gottes ganze Güte und Treue ist uns in ihm begegnet.“ (Joh 1,14 GNB)

(Dieser Text ist am 15.12.2025 im Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg für 2025 erschienen.)

ERSTAUNLICHES AUS DER NATUR 6/10

Schlammspringer haben hochstehende Augen, die sich deutlich über das Kopfprofil erheben. (Foto: L'Aquàrium Barcelona)
Der Fisch, der auf Bäumen lebt
Schlammspringer werden 5 bis 16,5 cm lang. Erwachsene Tiere ernähren sich hauptsächlich von Krustentieren oder Insekten. (Foto: Bjørn Christian Tørrissen, CC-LN 4.0)

Schlammspringer verdanken ihren Namen ihrer Fähigkeit, zu laufen, zu klettern und aus dem Wasser zu „hüpfen“. Der Schlammspringer widerspricht fast allem, was wir über Fische wissen. Er atmet nicht nur durch Kiemen, sondern auch über seine Haut, kriecht über Wurzeln und kann auf Äste klettern. Er lebt im Grenzbereich – zwischen Wasser und Land, Ebbe und Flut. Dort, wo andere Arten kaum überleben, hat er ein eigenes kleines Reich geschaffen. Seine Augen sitzen oben auf dem Kopf und können unabhängig voneinander sehen – ideal für den Überblick über Luft und Wasser zugleich.

Schlammspringer besiedeln die Mangrovenwälder und das Brackwasser von Ostafrika über Nordaustralien bis Samoa. Weiter nördlich kommen sie bis Korea und Japan vor. Eine Art, Periophthalmus barbarus, lebt an den Küsten Westafrikas. Der wissenschaftliche Name Periophthalmus kommt aus dem Griechischen und wurde wegen der hoch angesetzten Augen vergeben, die eine gute Rundumsicht ermöglichen („peri“ = umher, nach allen Seiten; „ophthalmos“ = Auge).

Dieses Wesen erinnert daran, dass das Leben sich nicht an Grenzen hält. Wo Bedingungen schwierig sind, findet es neue Wege. Der Schlammspringer ist so etwas wie ein lebendiges Symbol für Wandel – und für die gestaltende Kraft, aus Unmöglichem Möglichkeiten zu machen, mit der der Schöpfer die Lebewesen in seiner Vorsorge ausgestattet hat.

TV-TALK

Geht es nur noch um GESCHENKE?

Gott wird Mensch in Gestalt eines Babys, und fast unbemerkt beginnt eines der größten Wunder. Rund 2000 Jahre später ist Weihnachten ein zentraler Bestandteil der christlich geprägten Kultur, doch das eigentliche Wunder der Menschwerdung tritt oft in den Hintergrund. Welche Bedeutung hat das Weihnachtsfest heute noch? Kann es in einer zunehmend säkularisierten Welt noch eine tiefe Botschaft vermitteln? In der Hope-TV-Sendung „Tischreden“ vom 15.12.2025 unterhalten sich vier Theologen darüber.

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INFO

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