edp aktuell (2025-07-27)

Meine Themen heute:

  • Bei aller Sympathie für Israel: Es reicht! Was die Netanjahu-Regierung im Gazastreifen tut, schreit zum Himmel. Ein Kolumnist der HAARETZ kritisiert offen „den Plan zur ethnischen Säuberung“ [sic].
  • Eine schöne Geschichte aus den USA illustriert fein: Den Referenzton zur harmonischen Abstimmung unserer Lebensziele können wir uns nicht selbst geben, der muss von außerhalb, vom Schöpfer höchstpersönlich, kommen.
  • Ist das nicht schade, dass die Deutschen generell als Weltmeister des Meckerns gelten? Prof. Holthaus zeigt u.a.: Chronische Unzufriedenheit macht uns krank!
  • Bei allen aktuellen Krisen auf der Welt würde man am liebsten den Kopf in den Sand stecken. Das Lied der Woche von Christoph Zehendner zeigt eine bessere Alternative.

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My topics today:

  • Despite all sympathy for Israel: Enough is enough! What the Netanyahu government is doing in the Gaza Strip screams to high heaven. A HAARETZ columnist openly criticises ‘the plan for ethnic cleansing’ [sic].
  • A beautiful story from the USA finely illustrates: we cannot give ourselves the reference tone to harmonise our life goals; it must come from outside, from the Creator himself.
  • Isn’t it a shame that Germans are generally regarded as the world champions of complaining? Prof Holthaus shows, among other things: Chronic dissatisfaction makes us ill!
  • All the current crises in the world make you want to bury your head in the sand. The song of the week by Christoph Zehendner shows a better alternative.

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Mis temas de hoy:

  • A pesar de todas las simpatías por Israel: ¡Basta ya! Lo que está haciendo el gobierno de Netanyahu en la Franja de Gaza chirría hasta el cielo. Un columnista de HAARETZ critica abiertamente «el plan de limpieza étnica» [sic].
  • Una bella historia de EEUU ilustra finamente: no podemos darnos a nosotros mismos el tono de referencia para armonizar los objetivos de nuestra vida; debe venir de fuera, del propio Creador.
  • ¿No es una lástima que se considere a los alemanes como los campeones mundiales de la queja? El profesor Holthaus muestra, entre otras cosas: La insatisfacción crónica nos enferma.
  • Todas las crisis actuales del mundo dan ganas de esconder la cabeza en la arena. La canción de la semana de Christoph Zehendner muestra una alternativa mejor.

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GAZAKONFLIKT

Der friedliche, geduldige Ausdruck täuscht. (Foto: Hosny Salah, pixabay.com)
Vor dem Krieg kamen 500 Lkw-Ladungen pro Tag im Gazastreifen an, am vergangenen Montag, 21.7., waren es nur 19, davon nur sechs mit Nahrungsmitteln. (Foto: Hosny Salah, pixabay.com)
Ein berechtigter Zweck heiligt nicht jedes Mittel

Was im Gazastreifen geschieht, finde ich empörend. Unabhängig davon, was die Auslöser dieses Konfliktes gewesen sind, finde ich die Situation der Menschen dort unerträglich. Und bei aller Sympathie für Israel, kann ich das, was die israelische Regierung dort macht, auf keinen Fall gutheißen.

Basierend auf einer Untersuchung von 56.440 Kindern in Gaza stellte das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) fest, dass fast 5.000 von ihnen schwer und 838 akut unterernährt waren. „Familien überleben in der Regel mit einer einzigen, nährstoffarmen Mahlzeit pro Tag, und in manchen Fällen essen Menschen ganze Tage lang nichts“, schreibt OCHA in seinem Bericht. „Um zu überleben, sind die Menschen gezwungen, auf immer verzweifeltere und unwürdigere Bewältigungsstrategien zurückzugreifen. Diese reichen vom Fasten über die Reduzierung der Mahlzeiten, die Rationierung von Brot für Kinder, das Ausleihen von Geld, Betteln bis hin zur Suche nach Essen im Müll“, so die (liberale) israelische Zeitung HAARETZ vom 20.7.2025.

Was der Kolumnist Gideon Levy in der Ausgabe vom 24.7.2025 schreibt, finde ich erschütternd: „Der israelische Plan zur ethnischen Säuberung des Gazastreifens schreitet gut voran – vielleicht sogar besser als erwartet. Neben den bereits erheblichen Erfolgen bei der systematischen Tötung und Zerstörung wurde in den letzten Tagen ein entscheidender Fortschritt erzielt: Die gezielt herbeigeführte Hungersnot beginnt Wirkung zu zeigen.“ Seine Kolumne beendet Levy mit diesen Worten: „Es gibt jedoch nur eines, das schlimmer ist als die absichtlich herbeigeführte Hungersnot: die Gleichgültigkeit, mit der sie in Israel aufgenommen wird. Eineinhalb Autostunden entfernt von dem Ort, an dem am Mittwoch ein weiteres Baby, Yussef al-Safadi, starb. Seine Familie konnte keine Milchersatznahrung für ihn finden. Während er starb, sendete Kanal 12 eine Kochshow mit hervorragenden Einschaltquoten.“

Hoffentlich wachen die Gleichgültigen auf und treten massiver gegen das unmenschliche Vorgehen der Netanjahu-Regierung auf. Und hoffentlich bewirken die derzeitigen Entschlüsse verschiedener Länder das Ende des Krieges, die Freilassung der Hamas-Geiseln, die ausreichende Versorgung der Zivilbevölkerung und die Entmilitarisierung der Hamas. Das Existenzrecht des Staates Israel zu verteidigen, kann niemals bedeuten, einen Blankoscheck zur Vernichtung eines anderen Volkes auszustellen. Ein berechtigter Zweck heiligt nicht jedes Mittel.

NACHDENKLICHES

Den Referenzton können wir uns nicht selbst geben

Diese Geschichte ereignete sich in Idaho (Vereinigte Staaten). Ein Schafzüchter wohnte allein auf seiner Farm, viele Kilometer von der nächsten Stadt entfernt. Das einzige Vergnügen war für ihn seine alte Geige. Nach seinem Tagewerk stimmte er sein Instrument und spielte zu seiner eigenen Freude bis zur Schlafenszeit.

Eines Tages zerriss seine „A“-Saite. Er konnte sie durch eine andere ersetzen und spannte sie auf das Instrument. Als er sie aber stimmen wollte, fragte er sich: „Wie kann ich diese neue Saite ganz rein auf A’ stimmen, wenn mir in meiner Einsamkeit kein Klavier zur Verfügung steht? Ich bin viele Kilometer vom nächsten Musikinstrument entfernt, und es gehört dazu ein feineres Ohr als meines, den reinen ,A’-Ton herauszufinden.“ Diese Saite beeinflusst alle anderen Saiten; ertönt sie falsch, so bleibt alles im Missklang.

Der Farmer ließ sich nicht entmutigen. Sein Blick fiel auf sein kleines Radio in der Ecke, und ein kluger Gedanke durchfuhr ihn. Er setzte sich hin, schrieb einen Brief an den Direktor der nächsten Radiostation und bat: „Würden Sie mir bitte bei Erhalt dieses Briefes um 19 Uhr die Note A’ angeben?“ Als es an einem der darauffolgenden Tage 19 Uhr schlug, hörte er am Rundfunkgerät den Sprecher sagen: „Wir unterbrechen die Musik für einen Augenblick. Vor uns liegt ein Brief eines Farmers, weit weg in Idaho, dessen Geige verstimmt ist. Nun bittet er uns, ihm den ,A’-Ton anzugeben. – Farmer, hören Sie uns? Jetzt ertönt Ihr gewünschter Ton!“

So erklang der reine Ton über Hunderte von Kilometern hinweg. Der Farmer griff nach seiner Geige und nahm den klaren Ton augenblicklich auf. Lange noch, nachdem das Radio abgestellt worden war, ertönten die Weisen der alten Geige mit erneuertem Klang in die Nacht hinein.

Den Referenzton zur harmonischen Abstimmung unserer Lebensziele können wir uns nicht selbst geben, der muss von außerhalb, vom Schöpfer höchstpersönlich, kommen. Ist in unserem Leben eine Saite zerrissen, so dürfen wir Gott bitten: „Gib mir deinen Ton an, damit Ordnung und Harmonie in mein Leben kommen!“

GESUNDHEIT

Warum tun wir uns nur so schwer, Positives zu loben und dankbarer zu sein? (Foto: Timisu, pixabay.com)
Zufriedenheit können wir sicher auch von Kindern lernen! (Foto: Marcela, pixabay.com)
Chronische Unzufriedenheit macht nur krank!

Ist das nicht schade, dass die Deutschen generell als Weltmeister des Meckerns gelten? Im Beitrag „Christen, lasst das Meckern sein!“ geht Prof. Stephan Holthaus in Das christliche SPEKTRUM 28/2025 auf das ständige Meckern und Kritisieren ein, bei dem das Gute ausgeblendet wird und ein konstruktives Arbeiten auf eine Lösung fehlt. „Wir [Deutsche] sehen immer erst die Probleme, weniger die Chancen. Wir ergötzen uns gerne am (eigenen) Niedergang … analysieren gerne die Probleme bis in die Tiefe, statt an der Therapie zu arbeiten.“

Die Unzufriedenheit werde unter anderem dadurch gefördert, dass wir uns zu hohe Ziele stecken, meint Holthaus: „Der Selbstoptimierungswahn der Gegenwart verstärkt diesen Trend. Die Medien spiegeln uns vor, dass wir schön sein sollen, erfolgreich, beliebt. Deshalb vergleichen wir uns automatisch mit den Idealen. Dadurch werden die eigenen Defizite schonungslos offenbar. Ich erreiche den Standard nicht! Das macht unzufrieden.“

Weitere nachdenkenswerte Punkte dieses Beitrags sind:

  • Unzufriedenheit ist wie ein Krebsgeschwür, das Gruppen und Kirchengemeinden nach unten ziehen kann.
  • Chronisch unzufriedene Menschen leiden oft unter Realitätsverlust, sehen die Welt nur noch schwarz, verklären die Vergangenheit. Sie haben oft eine negative Ausstrahlung.
  • Chronische Unzufriedenheit geht auf den Blutdruck, begünstigt Magengeschwüre, macht krank.
  • Meckern gehört sich nicht für Christen.

Als das beste Rezept gegen Unzufriedenheit nennt der Autor die Dankbarkeit: „Dankbare Menschen meckern nicht … sind Leute, die eine andere Perspektive für ihr Leben bekommen haben. „Wir brauchen … gerade heute Christen, die bei allem Elend der Welt Zufriedenheit ausstrahlen, weil sie gehalten werden aus der Ewigkeit.“

LIED DER WOCHE

Wenn wir beten, bestätigen wir unser Vertrauen zu Gott und er wiederum bestätigt uns: Ich halte immer noch die Fäden in der Hand! (Foto: Kenneth Garcia, pixabay.com)
Gott hört unsere Gebete

Ich höre es immer wieder: Viele Bekannte können die Nachrichten nicht mehr sehen oder anhören. Lauter Konflikte, Kriege, Naturkatastrophen, Regierungskrisen machen ihnen schwer zu schaffen. Den Medienkonsum zu reduzieren ist sicher nicht verkehrt, den Kopf in den Sand zu stecken, Augen und Ohren zu schließen, ist kaum möglich und auch nicht der beste Weg. Eine bessere Alternative besteht darin, über diese Krisen und unsere Reaktion darauf offen mit Gott zu sprechen in der Gewissheit: Wir werden erhört!

Das Lied von Christoph Zehendner „Er hört dein Gebet“ ermutigt uns, die Nähe Gottes zu suchen, wenn die Dunkelheit sich um uns breitet: „Wenn die Last der Welt dir zu schaffen macht, hört er dein Gebet. Wenn dich Furcht befällt, vor der langen Nacht, hört er dein Gebet.“

Hier zwei Versionen des Liedes hören/sehen:

INFO

Elí Diez-Prida online
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